Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
916
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916 FVB. Nr. 2552.

34) JB. 30] St. Michael mit dem Drachen zu seinen Füssen, welchemer die Lanze in den Rachen stösst. Unten in der Mitte FvB. Höhe7 Z. Br. 4 Z. 2 L.

35) Die Messe des hl. Gregorius. Links erscheint Christus, stehendauf einem von Engeln getragenen Wappen mit Helm. Im Unterrandeist eine dreizeilige Inschrift: quieüq. curä hac figa etc. Ohne Zeichendes F. von Bocholt, unten links IM. die Initialen des Israel vanMecken. Höhe mit Schriftrand 7 Z. 6 L. Breite 5 Z. 2'/, L.

Dieses Blatt, welches man als unicum betrachten möchte, wirdvon R. Weigel (Kunstkatalog No. 19,588) entschieden für F. v. Bocholtin Anspruch genommen, obgleich Israel v. Meckeu sein Zeichen daraufgesetzt hat. R. Weigel erwarb es wahrscheinlich in der Auktion desProfessors Sprickmann-Kerkerinck, da im Cataloge No. 7 eine solcheVorstellung beschrieben ist. Das Weigel'sche Exemplar ist schwachund unrein aus einer mangelhaften Presse gekommen, und desswegenfertigte J. van Mecken wahrscheinlich die von Bartsch No. 228 be-schriebene Copie. In letzterer differirt die Unterschrift, indem BocholtAbkürzungen gebrauchte. So liest man im Stiche des J. van Mecken

....... habebit a Sancto Gregorio XXX anno» indulgentiarum , in jenem

von Bocholt....... a blo Gregorio etc. Die Copie ist übrigens unbe-

zeichnet. "VYeigel werthet das Blatt des F. von Bocholt auf 80 Thl.

36) [B. 32] St. Anton der Eremit stehend von vorn etwas nachrechts gerichtet. Er liest im Buche, und stützt die rechte Hand aufden Stock. Links zu seinen Füssen ist das Schwein , und unten inder Mitte das Zeichen FvB. H. 6 Z. 1 L. Br. 3 Z. 7 L.

37) St. Anton der Eremit stehend von vorn gesehen, mit Glocke,Krummstab und doppeltem Kreuze in der rechten Hand, während erden Daumen der linken in den Gürtel steckt. Rechts hinter ihm gehtdas Schwein hervor. Die Buchstaben FVB mit einem Kreuze Stehenunten in der Mitte. H. 3 Z. 3 L. Br. 2 Z. 3 L.

Martin Schön hat dieselbe Vorstellung gestochen, B. No. 46. DasBlatt von Bocholt ist von der Gegenseite und wohl Copie. R. Weigel,K.-K. No. 19,589, werthet ein Exemplar auf 30 Thl. Es ist vielleichtjenes der Sammlung des Professors Sprickmann-Kerkerinck. Auch inder k. k. Sammlung zu Wien ist ein Exemplar.

38) St. Antonius von Dämonen versucht. Unten in der Mitte FvB.H. 10 Z. 10 L. Br. 8 Z. 3 L.

Dieses Blatt beschreibt Brulliot in der Table göncrale p. 468No. 2, und dann auch Passavant No. 45. Es ist gegenseitige Copienach M. Schön, B. No. 47. Abdrücke findet man in den Cabinetten zuDresden, Paris und Basel.

39) [B. 33] St. Georg im Kampfe mit dem Drachen. Letzterer istbereits von der Lanze durchbohrt, und der Reiter sprengt mit erho-benem Schwerte an. Links im Grunde kniet die Königstochter nebendem Lamme. Links unten stehen die Buchstaben FvB. H. 6 Z. 7 L.Br. 4 Z. 10 L.

I. Mit den Buchstaben Fv B, in kräftigem Drucke.

II. Mit den Buchstaben IV M, unter welchen man aber die Spurenvon F v B. bemerkt. Israel van Meckenen hatte die Platte re-touchirt, und zugleich das Künstlerzcichen verändert. BeideDrucke sind sehr selten.

40) [B. 34] Die hl. Barbara mit Palme und offenem Buche stehend.Rechts im Grunde der Thurm, und in der Mitte unten FvB.H. 6 Z. 4 L. Br. 3 Z. 6 L.