898 P S - F S C. Nr. 2494 - 2498.
9) Die Marter der hl. Catharina. Sie kniet vor dem^Henker mitgesenktem Schwerte, und links liegt das zerbrochene Rad. P. No. 9.H. 4 Z. Br. 2 Z. 6 L.
Passavant fand nur in München einen Abdruck vor.
10) Die hl. Genovcfa, stehend in langem Gewände mit der bren-nenden Kerze. P. No. 10. H. 5 Z. ohne Rand, Br. 3 Z.
Passavant fand nur in München einen Abdruck.
11) Ein gothisches Capital mit Blätterwerk auf weissem Grunde.P. No. 12. H. 4 Z. 1 L Br. 2 Z.
Exemplare sind in München und in London.
12) Eine frazenhafte Maske unter einem Tabernakel mit fünfgothischen Spitzen. Ohne Zeichen, aber nach Passavant 1. c. No. 11sicher von diesem Künstler. H. 3 Z. 4 L. Br. 2 Z. 2 L.
2494. Jan Franz Solimacker wird zu den Schülern des N. Berghemgezählt, steht aber auf einer niederen Stufe, da seine Land-schaften mit Figuren und Thieren zuweilen ins Ziegelrothegehen. Dagegen findet man aber auch Bilder, welche sehrdunkel aussehen. Ein solches Gemälde, welches aber nicht
ohne Verdienst, und mit den Initialen des Namens bezeichnet ist, stelltein Bauernweib mit einem Kinde vor. Es befindet sich in der reichenSammlung des Herrn H. W. Schmidt in München.
Der Künstler wird auch Soolemaker und Solimacher genannt.
2495. Friedrich Scharrer, Lithograph, war um 1820 — 1830 in,-w _ Nürnberg tliätig. Man findet mehrere Blätter von ihm, welche'■'•.Cl • aber nur zum Mittelgute gehören. Auf einigen kommen dieInitialen des Namens vor.
2496. Dr. F. Schröder, Zeichner und Maler, ist uns durch diert JL4~- ) vielen Holzschnitte bekannt, welche in den
^jfy. Lx A0\*A Düsseldorfer Monatsblättern 1849 ff. nach
/<\y J v I) vSi seinen Zeichnungen vorkommen. Auf diesen
Ä n ^~^\ Illustrationen findet man die gegebene Namens-
'O./T jcAz^'V^ Andeutung, aber auch noch mit einigen Ab-
^ *~- — ^ weichungen. Auch Originallithographien lie-
0 P ^ ferte Schröder für die genannte humoristische
C-n^ s-i&P Zeitschrift. Im humoristisch - musikalischen
'Zr Kalender von Th. Drobisch auf das Jahr 1852
sind ebenfalls Holzschnitte nach Zeichnungen dieses Künstlers.
2497. Franz Schauer, Historienmaler, war um 1690—1720 inA München thätig. Er stand in Diensten des churfürstlichen*,U o Hofes, malte aber auch für Kirchen und Klöster, besondersU ■ (jk) • Vorstellungen aus der Leidensgeschichte. Man findet auchZeichnungen, welche mit der Feder und in Tusch ausgeführt sind.Auf solchen Zeichnungen stehen die gegebenen Cursiven.
2498. Unbekannter Maler, welcher in der ersten Hälfte des 17.Jahr-___ /"") hunderts gelebt hat. Wir fanden sein Zeichen mit
{L j\ / der Jahrzahl 16*0 auf einem Gemälde, welchesjcp^ — y\ p einen sogenannten Frühstücktisch vorstellt. Er ist'C I )^J mit einer grossen gläsernen Flasche, mit zweiGläsern, einem grossen Seekrebs, mit Früchten und anderen Lecker-bissen besetzt, alles meisterhaft und brillant gemalt. Der Meister ge-hört vermuthlich der spanischen Schule an.