874 FBANC. LEIX. - FRANC. PARM. Nr. 2436 - 2437.
schaft Mansfeld liest man : Franc. Hogenb. ex vero Sculptit. Diese Kartekannte Merlo nicht.
Hogenberg starb nach Qnad's Angabe im Jahre 1590 zu Cöln, manfindet aber auch Blätter mit seinem Namen und einem späteren Datum.Diess ist mit den späteren Bänden des Städtebnchcs der Fall , wasaber nicht beirren darf. Hogenberg war Mitherausgeber, und dalierwurde sein Name auch später beigefügt.
2436. Franz Leux von Luxenstein von Antwerpen , gewöhnlichFranc. Leix. S. C. M. Pict. ] Leux und Luyx genannt, wird zuFranc. Lieix. d.d. \ (le , n , Schülern des P. P. Rubens gc-r, , „ /, u n . . zahlt, und man lasst ihn um 1620Franc, Luyxc S. C. M. Pict. J dng Ljcht dor W( , u ,. rl , lickfin . Der
Künstler muss aber viel früher geboren seyn , da er um 1640 das inder k. k. Galleric zu Wien vorhandene Bildnis! des ('ardinal-lnfantcnErzherzogs Carl Ferdinand, Statthalters der Niederlande, malte, Balddarnach ernannte ihn der Kaiser Ferdinand III. zum Kammormaler,und in derselben Stelle bestätigte ihn 1658 auch Kaiser Leopold I.Nach einem uns durch den k. k. Rath und Custos Joseph Bergmannmitgethoilton Exccrptc aus den Ilofkanzleinkten wurde dem Künstleram 14. August 1652 von Kaiser Ferdinand die Befähigung zum Besitzedes Edelmannsitzcs zu Pötzelsdorff (d. i. Pötzleinsdorf) bei Wien ertheilt.Dieser Sitz wurde im feindlichen Einfalle der Schweden abgeödet, unddaher verkauften ihn die Nonnen zur Himmelpforten an Leux. DerKünstler hatte für seine Hofarbeiten nach und nach die bedeutendeSumme von 8739 Gulden bezogen, und stand in besonderer Gunst.Nach seinem im Schottenkloster zu Wien vorhandenen Grabsteinestarb Leux den 1 Mai 1668.
Franz van den Steon stach nach ihm das Bildniss des KaisersFerdinand III. Auf diesem grossen Blatte steht die dritte Inschrift.Franc. IJcix dcl. liest man auf einem von F. van den Stecn gestochenengrossen Blatte mit der Verkündigung Maria, deren Composition wohlmit Unrecht dem Rubens zugeschrieben wird. Auf einem anderen Blatte-von P. v. Steen, welches Maria in der Glorie (Trias Mariana seu unatrina Maria) vorstellt, wird der Künstler F. Leix genannt, Dagegensteht wieder Franc.« Luyrz auf einem nach der Zeichnungunsers Künstlersvon F. v. d. Steen gestochenen Blatte, welches die heil. Jungfrau mitdem Kinde vorstellt. Dieses Bild ist von Albrecht Dürer, welcher esmit dem Monogramme und dor Jahrzahl /.5/2 bezeichnete. Es wirdin der k. k. Gallerie zu Wien aufbewahrt, wo F. Leux die Zeichnungzum Stiche fertigte. Nach der Randschrift Hess Ferdinand 111. diesesGemälde stechen. Leux von Luxenstein scheint seine Gemälde undZeichnungen weder mit einem Monogramme, noch mit dem Namen be-zeichnet zu haben. Dosswegen blieb dem Kupferstecher die Inschriftüberlassen. Daraus erklärt sich wohl der Wechsel der Orthographie.
2437. Francesco Mazzola il Parraegianino scheint Gemälde undFRANC PAIIM INV ) Zeichnungen nicht mit der Abbreviatur desFranc. Farm. inu. ' • , N ' ,,,,,0!,S k«rfchn«j zu haben und daher* , [ kann mau annehmen, dass die Kupferstechertranc* Farm. dehn. } eigenmächtig dadurch seine Autorfchaft an-deuten wollten. Auf einer Radirung von Francesco Brizio, welche denheil. Rochus und seinen alten Schutzbefohlenen vorstellt, liest man:Franc Farm, inu., kl. fol. Die Abbreviatur in Capitalon findet man aufeinem Kupferstiche des Enea Vico mit Mars in etwas unzüchtigerStellung zur Venus, kl. qu. fol. Auf der täuschenden Copie einesBlattes desselben Meistors, welches eine stehende Frau mit der Eule