Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
870
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870 FRAN. BALL. - FRAN. BERT. Nr. 2418 - 2419.

Männer in halber Figur. Unter dem Kinde mit den Tauben soll nachZani die Abbreviatur fka. pah. stehen. Dieser Schriftsteller ist unshier einzig massgebend, und da wohl nicht zu zweifeln ist, dass wirklichein Abdruck mit dieser Bezeichnung vorkomme, so müssen wir hier anBartsch, P. gr. XII. p. 31 No. 6, anbinden, wo dieselbe Compositionin Helldunkel beschrieben ist. Nach Bartsch ist der erste Abdruckohne Zeichen, im zweiten steht alter unten in der Mitte: dkl salviati,und rechts das Monogramm des Andrea Andrcani mit dem Beisatze:in mantoua 100(1. Marictte schreibt desswegen die Zeichnung demSalviati zu, nämlich dem Francesco Rossi, genannt il Cecco del Sal-viati, welcher zu den getreuen Nachahmern des l'armegianino zu zählenist. Unter der obigen Abbreviatur kann aber nur F. Piinnegianino ver-standen werden, da Salviati ein Florentiner ist. Die Zeichnung rührtsicher von F. Mazzola her, da Andrea Meldolla die Skizze dazu inKupfer radirt hat. A. Andreani richtete nur eine ältere, vielleicht vonNicolo Vicentino herstammende Platte zum Wiederabdrucke her, undHess wohl ohne genaue Critik den Namen Salviati's einschneiden. Mankann nicht einmal mit Wahrscheinlichkeit annehmen, dass dieser Künstlerallenfalls die dem A. Meldolla vorliegende Zeichnung zum Holzschnitteauf die Platten übergetragen habe. Die Exemplare mit der obigen Ab-breviatur müssen übrigens sehr selten seyn, da nur Zani davon Nach-richt gibt. Das Blatt ist 15 Z. 4 L. hoch, und 11 Z. breit. Bartschgibt nur eine Höhe von 15 Zoll an , aus der Differenz von 4 Linienwird man aber nicht auf eine Repetition schliesscn dürfen.

Die zweite Inschrift findet man auf einem anonymen Kupferstiche,welcher die heil. Familie in einer Landschaft vorstellt. Maria sitztzwischen Joseph und Magdalena, und der kleine Johannes umarmt dasJesuskind. Die Abbreviatur steht in der Mitte unten. H. 9 Z. 10 L.Br. 7 Z. Dieselbe Composition, doch mit einigen Veränderungen, undvon der Gegenseite, hat auch Giulio Bonasone gestochen. So istz. B. der Kopf des hl. Joseph in dem erwähnten Blatte kahl, in jenemvon Bonasone mit Haaren bedeckt.

2418. Francesco Balano, Kunsthändler in Venedig, verlegte inFran « Hall * Ex 1 ( ^ or crsten Hälfte dos 17. Jahrhundertsv n i ' n li n r f mehrere radirte Blätter von Giuseppeträn* ISals'- V. 1). JJ.JU. J i)i am .„| tin j. Die Abbreviatur des Namenssteht auf einem Blatte mit Ilagar in der Wüste , und dann auf einemsolchen mit Jupiter im Olympus, wie er dem .Merkur den Befehl er-theilt, auf die Erde herabzusteigen.

2419. Francesco Bertelli stammt aus einer venetianisebe» Familie,

a— . i „» . jrnj welche mehrere Kupferstecher und auch Kunst-fran.s bcrU 159*. j,,.,,,,,,.,. / , ll| , (( , ,,',. S( ,„ |st k;ln| , : ,, s K|||i|(! ,._

Stecher nur zu den mittelniässigen Meistern gezählt weiden, von nichtgeringem Interesse ist aber doch ein durch zwei Blätter reichenderZug des BsCchus. Hechts sitzt dieser auf einem Wagen von Bacchantenumgeben, und links beginnt der Zug einer grossen Anzahl toi Musikern,Satyrn und anderen bacchisehon Figuren. Unten gegen die linke Eckeist ein Täfclchen mit der Schrift: Raph. Vrb. In. Komae fran.» bert.»4609, Im Rande steht: /( Famosissimo Triompho di Haren, und dann

folgen sechs italienische Verse: Di saliri ------ liaeco Trionfanle. Höhe

12 Z. ' Breite des Blattes links 19 Z. 3 L., rechts 13 Z. 4 L. DieComposition wird irrig dem Rafael zugeschrieben. Sic hat das Geprägedes Giulio Romano.