Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
851
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FP. Nr. 2338 — 2342. 851

2338. Unbekannter Formschneider oder Kupferstecher, welcherp p 1640 in Holland gelebt zu haben scheint. Die Buchstaben F. P.

' findet man auf einem Blatte in Helldunkel, -welches nach derZeichnung des Abraham Bloemaert Fignrenstudien enthält , gr. qu. 8.Es gehört wahrscheinlich in das Zeichenbuch desselben, oder vielmehrin die alte Copie dieses Werkes. Es wurden radirte Kupferplatten be-nutzt, und um die Clair-obscur zu bewerkstelligen, bediente man sicheiner oder mehrerer Holzplatten zum Uobcrdrucke.

2339. Francesco Patanazzi, Majolica-Maler von Urbino, und vicl-P p leicht auch Modelleur, gründete in Urbino eine Manufaktur, aus

* welcher viele bemalte Gefässc zum häuslichen Gebrauche, undauch solche zur Zierde der Salons hervorgingen. Man findet nochWerke dieser Art in Antiquitäten-Sammlungen, viele aber sind zuGrunde gegangen. Auf einem Gefässo in der Sammlung Delsetto steht:llrbini ex Figlina Francisco Patanatii 1600. Auf einem anderen kommennur die Buchstaben F P. mit der Jahrzahl 1617 vor.

In den Kirchen zu Urbino sind Gemälde von einem Patanazzi,deren Lanzi erwähnt. Vielleicht handelt es sich um einen und den-selben Künstler.

2340. Franz Pilsen, Maler und Kupferstecher von Gent, warp p Schüler von Robert van Audenaerde, und hinterliess eine ziem-

' liehe Anzahl von Blättern nach Rubens, Caspar de Crayer,R. van Audenaerde, A. Sacchi u. A. Auch radirte und gestocheneBlätter nach eigenen Zeichnungen kommen vor, besonders Bildnisse.Eines seiner Hauptwerke ist die Marter des hl. Blasius nach Caspar deCrayer's Gemälde in der Dominikaner-Kirche zu Gent, fol. An diesesBlatt schliesst sich jenes mit der Bekehrung des hl. Bavo, nach demBilde des P. P. Rubens in der Kirche dieses Heiligen zu Gent. Vongleichem Werthe ist die Stigmatisation des hl. Franz von Assisi, welcheRubens für die Kirche der Franziskaner in Gent gemalt hatte. Unterseinen Bildnissen erwähnen wir zur Ergänzung des Artikels im Künstler-Lexicon jene des Bischofs Johann Bapt. de Smet, des französischenMarschalls Jacques Marquis de Castelnau, des Antonio Merenda, desGoswin Grafen von Wynants (1743), des Johannes van der Stricht, desBischofs Guillaume Delvaux von Ypern, des Kanzlers Schockaert unddes Abtes Joh. Bapt. Lud. de Castillon. Pilsen malte diese Bildnissenach dem Leben. Auf dem Blatte mit jenem des Castillon steht:F. Pilsen ad vivum pinxit et tculp. i730. Nach Brulliot II. No. 853findet man die Initialen seines Namens auf Blättern nach Rubens, deCrayer und anderen vlämischen Meistern. Auf den erwähnten Blätternsteht der Name. Nach der Angabe früherer Schriftsteller wurde Pilsen1676 in Gent geboren, Immcrzccl nimmt aber 1700 als das Geburtsjahrdes Künstlers. Letzterer witre demnach beim Tode des R. van Aude-naerde (Oudenaorde) 17 Jahre alt gewesen. Immcrzccl lässt ihn 1786zu Gent sterben, nach anderen soll seine Thätigkeit nach 1734 auf-hören. Es scheint fast, dass Immcrzccl von einem jüngeren Künstlerdieses Namens Kunde hatte.

2341. Unbekannter Knpferstecher, welcher in der zweiton Hälfte-p p des 17. Jahrhunderts in Frankreich thätig war. Die Initialen

' ' seines Namens stehen auf einem Blatte mit dem Bildnisse desD. Carlo della Gatta, 4. Es ist in der Weise des Peter Aubry gestochen.

2342. Francois Paget, Portraitmalcr von Paris, dürfte durch diesep p p- r Initialen seinen Namen angedeutet haben. Der Träger

• derselben malte Bildnisse zum Stiche für das Werk:

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