Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
834
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834 FO. Nr. 2313.

doch etliche Bilder mit den Initialen des Namens, sowohl aus seinerfrüheren, als aus seiner späteren Periode. Fast alle Zeichnungen undGemälde dieses berühmten Meisters sind durch den Kupferstich unddie Lithographie bekannt, und daher wird in den Nachbildungen dasKünstlcrzcichon nicht fehlen. Das Täfelchcn mit den Buohstaben F 0und der Feder findet man auf einem von F. Ruscheweyh gestochenenBlatte, welches nach Overbeck's Zeichnung von 1815 ein spinnendesWeib in ihrer Häuslichkeit vorstellt. Der Künstler wählte den Stoffaus den Sprüchen Salomons XXXI. 10. Im Rande steht: Wem eintugendsames Weib bescheret ist etc. , kl. qu. fol. Ruscheweyh hat nochmehrere andere Blätter nach Ovcrbcck gestochen.

2313. Unbekannter Formschneider, welcher um 1550 — 1570 in

PA PO Strassburg thätig war. Fr arbeitete nach Zeichnungen desi=Cß=^ Meisters U. K. (David Kandcl No. 1181), D.R. (No. 1339),pO/ö Virgil Solis, Jost Amman u. A. Einige Blätter mit seinem

Zeichen sind bereits genannt, und daher werden wir nur auf die be-treffenden Artikel verweisen. Heller, Geschichte der Formschncide-knnst S. 142, behauptet, dass der Meister FO auch für C. Gessner'sNaturgeschichte (Thierbuch) Blätter geliefert habe. Wir finden nur aufeinem einzigen dessen Monogramm, auf jenem mit dem „Rhinocer Wall",welches wir unten nicht mehr aufzählen.

1) Das Bildniss des Bürgermeisters und Rektors Jakob Sturm vonStrassburg (f 1553). Vgl. ü. K. No. 1181 (2).

2) Loth und seine Töchter, nach ü. I\. 1. c. 3.

3) Das Opfer Abrahams, nach demselben Meister, 1. c. 4. Diespäteren Abdrücke kommen in der 1630 bei Kreps in Cöln erschienenenHolzschnittbibel vor.

4) Die Söhne Jakobs im Begriffe, ihren Bruder Joseph in dieCisterne hinabzulassen, als die Ismaelitcn den Kauf desselben be-schlossen. Links unten das Zeichen des V. Solis, rechts F O. H. 3 Z.Breite 4 Z. 4 L. Dieses Blatt bildet einen Bestandteil der biblischenFiguren des Virgil Solis. Frankfurt a. M. MULX. Mit einer Einfassungverschen kommt diese Vorstellung auch in Dr. Luther's Bibel von 1561,und in der Ditenbcrgcr'schen Ucbersetzung von 1564 vor.

5) Die Brüder Joscph's vor Pharao auf dem Throne, nach VirgilSolis. Mit dem Monogramme.

6) Die Israeliten mit der Bundeslade um die Stadt Jericho ziehend,welche auf den Schall der Posaunen zusammenstürzt. Nach V. Solis,mit F 0.

Die dem Verfasser des Pcintre-graveur unbekannten Blätter No. 5und 6 gehören in das Werk des V. Solis No. 4. Im späteren Druckekommen alle diese Holzschnitte in der oben No. 3 genannten CölnischenBibel vor.

7) Zwei Vorstellungen aus der römischen Geschichte in Icones Li-vianae etc. etc. per J'h. Lonicerum. Imp. Francofurli ad Moenum perG. Corvinum — 1573, 4.

8) Drei Paare Fechter in einem Saale. Rechts nach unten F 0.IL 4 Z. 6 L. Br. 7 Z.

Dieses Blatt findet man in Joachim Mcyer's: Grüntlicher Beschreib-ung der frei/en innerlichen vnd Adelichen kunst des Fechtens. Strassburg1570, kl. fol. Eine neue Ausgabe mit denselben Holzschnitten er-schien 1600 zu Augsburg bei Michael Manger, qu. 4. Die letzte Auf-lage: Ulm bei Matthäus Schultes, schreibt die Zeichnungen irrig demJost Amman zu.