Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
805
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FK. Nr. 2212- 2215. 805

2212. Francis Cleyil, Maler und Kupferstecher, soll nach Bryan I.p p p. 284 Blätter mit F. K. bezeichnet haben. Wir haben über

• A< diesen Künstler unter F. C. No. 1988 gehandelt, kennen aberkein Blatt mit den Buchstaben F. K.

2213. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1050 — 1670 inp p ,,.„/„ Venedig gelebt haben dürfte. Christ, Monogr.-Erklärung

• A - * om P- S. 182, sagt, dass man diese Initialen auf Blättern finde,welche in Venedig gedruckt seien, er nennt aber keines derselben.Ein solches Blatt stellt nach dem Bilde des Malers Joseph Heintz inder Dresdner Gallerie die Entführung der Proserpina vor, fol. Es istbezeichnet: F. K. sculp. Stef. Scolari exe. Dieser Stefano Scolari warKunsthändler in Venedig, und der Stecher F. K. gehört wahrscheinlichder Familie Kilian an , da auch Lukas Kilian nach Heintz gestochenhat. Philipp Kilian lebte etliche Jahre in Venedig, und er hat vielleicht,das Bild der Entführung der Proserpina gestochen. In diesem Fallewäre Filippo Kilian zu lesen.

2214. Stempelschneider, welche auf Geprägcn durch die Buchstabenp v F. K. ihre Namen andeuteten, aber in seltenem Falle sich der-selben bedient haben dürften.

Friedrich Kleinert aus Bardenstein trieb in Nürnberg einen Münz-handel, und war der erste in Deutschland, der den Denkmünzen mittelst,einer Maschine eine scharfe erhabene Randschrift gab. Er starb 1714im 81. Jahre. Wir kennen eine F. K. bezeichnete Medaille auf dieSchlacht von Warschau mit dem geharnischten Brusthilde des Chur-fürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg 1656. Im Rovers ist Land-schaft mit brennenden Dörfern und der Legende: Opus Hie Erat Arbitri clc.

Friedrich König, geb. in Berlin 1793, gehörte mehrere Jahre zuden tüchtigsten Künstlern der Medaillen-Münze von G. Loos, für welcheer auch nach seiner 1830 erfolgten Anstellung als Hofmedailleur inDresden noch thätig war. Seine Denkmünzen sind sehr zahlreich, andgrösstenthcils von geistreicher plastischer Behandlung. Nur auf wenigenStücken dürften aber die Initialen F. K. vorkommen. Auf anderen Me-daillen steht F. K. F. oder F. So., wie Schlickeysen behauptet.

Friedrich Karins, Goldschmied in Erfurt, wird von Schlickeysenunter den um 1817 producirenden Künstlern genannt, wir kennen aberkeine Denkmünze von seiner Hand.

Friedrich Krohn, Medailleur, geboren zu Copenhagon 1800, machteseine Studien in München , und wurde dann an der königl. dänischenMünze angestellt. Er schnitt Stempel zu Medaillen auf merkwürdigeEreignisse, und solche mit Bildnissen berühmter Männer. Sehrschön ist die Denkmünze auf die dritte Secularfeier der Reformationin Dänemark, mit dem Bildnisse des Königs Friedrich IV. von 1836.In Bronze ausgeprägt ist eine Medaille als Zeichen des Dankes vonSeite der Neger und Mulatten von 1834. Besondere Erwähnung verdient,auch die Medaille auf den Regierungsantritt des Königs Christian VIII.1839, jene auf die silberne Hochzeit desselben den 22. Mai 1840, unddie Krönungsmedaille von demselben Jahre. Diese drei Medaillen sindmit dem Namen bezeichnet.

2215. Dr. Franz Kugler, königl. preussischer Gehcimer-Regierungs-

T* T\ )? U TT* Y 1 rat ^ un( * R e f crent » m kßl- Cultusministerium11 '*\iP- /» •/£ «A» . Z u Berlin, findet hier nicht allein als ausge-zeichnete* Kunstschriftstellcr, sondern auch als geistreicher Zeichnerund Radirer eine Stelle. Im Jahre 1808 zu Stettin geboren, kam er