Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
794
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794 FHD —FHM. Nr. 2171 — 2174.

2171. Unbekannter Radirer, welcher um 1774 In Erfurt lebte,und wohl nur zu den Dilettanten gehört, da die Mattermit diesem Zeichen zu den mittclmässigen Produkten ge-hören. Die gegebenen Ruchstaben stehen rechts oben aufeinem Blatte mit der Büste eines Greises. Links unten im

Rande ist die Abbreviatur Oe. I. , d. h. Ocser Iuvenil, in der Mitte dieJahrzahl *774, und rechts das Wort Erfort. Höhe 3 2. 11 L. Breite2 Z. 9 L. Das Gegenstück enthält die Büste einer alten Frau, und istlinks oben mit einem ähnlichen Monogramme bezeichnet. Beide Vor-stellungen kommen gewöhnlich auf einem Blatte vor, qu. 8.

2172. Ferdinand Helfreich Frisch, Kupferstecher und Radirer, gc-T"\W r V / k° rcn zu ^ er li n 1707, gestorben 1755, ist durch ein or-«/" o/X . J'. nithologisches Werk bekannt, welches aber sein SohnJohann Christoph mit 24 Tafeln in zwei Foliobänden abschloss. AufBlättern mit Vögeln, und dann auf solchen mit alten Kunstdenkmalen,Idolen, Geschirren u. s. w. findet man die Initialen des Namens. Siekommen in Ph. J. von Strahlenberg's: Historia der Reisen in Russland,Sibirien etc. 1730, 4, vor.

2173. Unbekannter Formschneider, welcher in der zweiten Hälftedes 16. Jahrhunderts in Sachsen, wahrscheinlich in Wittem-berg, gelebt hat. Er kommt mit Hans Teufel oder Thttfel in

^^A^, Berührung, welcher mit ihm die Bibel Dr. Mart. Luther's.Wittenberg 1572 und 1584, illustrirte. Sic ist von Hans Luft gedruckt,und mit zahlreichen Bildern versehen. Einer der Holzschnitte kopimtauch in A. Lobwassers: Biblia darinnen die Summarinn — in deutscheHeim verfasst, tB04, vor. Wir kennen indessen nur ein einziges Blattmit diesem Zeichen, welches den Sündenfall vorstellt. Auf den übrigenBlättern ist das Monogramm nicht verkehrt, so dass wir unter ULFdarauf näher zurückkommen. Christ, Monogr.-flrklärung S. 219, liest:Hans von Linrk faciebat, und Malpc II. p. 53: Louis Frig , welchemauch Heller (Geschichte der Formschneidokunst S. 148) nachschrieb.Ein Hans von Linck ist unbekannt, und L. Frig kommt mit J. Ammanin Berührung. Er lebte wohl nie in Sachsen , sondern nahm in derSchweiz Aufträge von S. Feyerabcnd in Frankfurt an. Auch zeichneteer L F mit dem Messerchen. Unser Monogrammist kann nicht L. Frigheissen, indem er sich auch einfach des Buchstaben L, und im seltenemFalle des Zeichens EL bediente, so dass F Fecit bedeutet. JohannTeufel zeichnete auf den fraglichen Holzschnitten / T, verband auchdiese Buchstaben zum Monogramme , oder fügte durch den Initial /einen Querbalken , welcher manchmal einem Messerchen gleicht. Aufanderen Blättern kommt ein Schlüssel, und auch ein Hacken vor.Dieses Instrument bezieht sich wieder auf J. Teufel. Wir kennen einBlatt, auf welchem der Schlüssel mit einer kleinen Figur des Teufelsvorkommt. Es handelt sich also nicht um Jakob Lucius Transilvauus,welcher 1564 von Wittemberg nach Rostock sich begab, und die nieder-sächsische Bibel von 1580 mit Holzschnitten druckte. Das Monogrammwürde sich auf Hans Luft deuten lassen, man weiss aber nicht, dassdieser berühmte Buchdrucker das Schneidemesser geführt habe.

9174 r"T,/T a at o- nennt sich ein holländischer Maler, dessen

tun. t^MÄN-b. Thätigkeit um 1641-1670 fällt. Er malte

Landschaften und Genrebilder, letztere in der Weise des Karel Molenaer.

In der Löhr'schen Sammlung au Leipzig war bis 1859 ein Gemälde

mit einer Baucrnkirmcss bei einem am Wasser gelegenen Dorfe. Im