Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
755
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F F. Nr. «083 — 2087. 755

2083. Franz Fallenter, Glasmalor, war um 1580—1620 in der

F^ I-P Schweiz thätig, und arbeitete für Kirchen und Klöster. Im• II . Kloster Rathhausen waren verschiedene Glasschilde vonihm, theils Wappen, theils historische Darstellungen enthaltend. ImKreuzgango des Klosters sah man auch ein von ihm gemaltes jüngstesGericht, wo er Dr. M. Luther und Zwingli unter den Verdammten an-brachte. Die Glasmalereien in Rathhauseu sind nach allen Winden zer-streut. Der Künstler brachte gewöhnlich die Initialen F. F. darauf an.

2084 Florio Vavassore, Formschneider und Buchdrucker in Vo-P p nedig, scheint der Vorfertiger eines grossen, aus 7 Blättern* bestehenden Frieses zu seyn, welcher aus der Druckerei desZuan Andrea Guadagnino oder Vadagnino in Venedig hervorging. DieseBlätter stellen in ornamentirten Nischen die sieben Planeten vor, undunter jedem Felde steht weiss auf schwarzem Grunde der Name derbetreffenden Gottheit, nämlich: Diana, Mercurio, Vettere, Febo, Marie.Oiove und Salurno. Ueberdiess kommen auf jedem Blatte auch Emblemevor, welche sich nach der damaligen Meinung der Astrologie auf denEinfluss der Planeten beziehen. Unter den Vorstellungen ist daher er-klärende Schrift in venezianischem Idiom eingeschnitten. Auf den Blättern,welche dem Phöbus, Sol und Saturn gewidmet sind, stehen links untenin der Ecke die Initialen F. F. Das Blatt mit Saturn hat auch dieAdresse: In venetiu p. zuan Adrea Vadagnino di Vuvassori al Ponte difuseri. Dieser Zuan Andrea, welcher Formschneider war, und gegen1515 auch dein Bücherverlage sich zuwandte, führt uns auf Florio Va-vassore , dessen Bruder. Auf dem letzten Blatte einer Sammlung vonGedichten in Ottave Kirne steht: Per (iiovanni Andrea Vavassore dettof'Uadagnino et Florio fralello Net. anno del Signorc MUXXXXIIII. Floriostand also mit Zoan Andrea Vadagnino di Vavassori in Verbindung,und wie dieser ist wahrscheinlich auch jener zu den Formschneidernzu zählen. Die Buchstaben F. F. bedeuten daher Florio Ferit , oderFlorio Fratello. Die einzelnen Blätter mit den Gottheiten bilden zu-sammengefügt einen astrologischen Fries von 52 Z. 6 L. Länge und10 Z. 11 L. Höhe. Dieses Werk ist sehr selten. In der Sammlungder Marchese Malaspina di Sanuazaro zu Padua wird ein vollständigesExemplar aufbewahrt.

2085. Lonis Ferdinand, Maler und Kupferstecher, ist im erstenfpE'' 13 Ö Bande No. 2012 eingeführt, und an jener

-l V --------- JjJL . Stelle ist auch die Deutung der Initialen

gegeben. Wir enthalten uns daher jeder weiteren Bemerkung.

2086. Franz Franck, Historien- und Genrcmalcr, soll nach Brnlliot,»TT r* A PP- u - No - 91 ' Gemälde mit F.F. bezeichnet haben. Es

■t* • Ml. lebten drei Künstler dieses Namens, und daher fragt essich, welcher von ihnen zu verstehen sei. Brulliot folgtenur einer Aufzeichnung zweiter Hand, und konnte daher in Folge dermangelhaften Notiz zu keinem sicheren Resultate gelangen. Das Mono-gramm der Franck, richtiger Francken, haben wir unter FF. No. 2074gegeben, und aus jenem Artikel möge man weiteren Rath erholen.

2087. Unbekannter Kupferstecher oder Verleger, dessen Lebens-f p zeit wir nicht bestimmen können. Nach der flüchtigen Angabe

' eines Cataloges findet man von ihm 24 Blätter mit hiernglyphischen!' iguren, Statuen und Termen nach Rafael und anderen Meistern. Viel-leicht handelt es sich um jene Folge von 24 Blättern, welche der Meister*«S (angeblich Karolus) in der Weise des Marco di Ravenna gestochenh at. Darunter sind fünf Figuren nach Rafael. H. 7 Z. Br. 3 Z. Die

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