Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
751
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FF. Nr. 2075 — 2077. 751

ländischen Kunst ist sein erstes Bild von 1597. Dass er sich eben-falls des obigen Zeichens bedient habe, beweiset ein Gemälde der k. k.Galleric in Wien, welches Christus am Keuzc mit Johannes, den heiligenFrauen und Kriegsknechten vorstellt. Es ist bezeichnet: den. ion vy(verbunden) IN. 1606. Diess ist jenes Gemälde, welches Brulliot III.No. 283 nach dem Maler - Lexicon von Winckelmann erwähnt, in wel-chem aber das Monogramm unrichtig aus Hl 1 ' bestellt. Auf dem Ge-mälde des auch durch Radirung bekannten Hexensabbath in der k. k.Gallerie des Belvcdere steht: den. ion. francis [rancken fecil et inv. 1907.Das Gemälde mit den sieben Werken der Barmherzigkeit in der Galleriezu Antwerpen ist bezeichnet: DEN. ION. FF. F., die letzten Buchstabenwie oben gegeben. Der junge Franz Francken arbeitete lange imAtelier seines Vaters, und wurde erst 1605 freier Meister. Von 1614bis 1615 bekleidete er die Stelle eines Decan der Confraternität deshl. Lucas, und 1642 starb er. Er hatte einen gleichnamigen Sohn,welchem gegenüber er sich zuletzt selbst den Alten nannte. Nach Win-ckelmann steht auf einem Gemälde mit dem Triumphe des Noptum undder Amphitrite: I). o. F franck. inv. et f. A°- 1035. Diess kann siebnur auf F. Francken II. beziehen, da der Vater 1635 längst todt war.Eine weitere Bestätigung gibt das Bild eines Reitergefechtes in der k.Pinakothek zu München mit der Bezeichnung: D. OVDEN F. Franck.in. F. A<i- 1031. F. Francken III. war noch 1666 tbätig. Ein Bilddes Festes dos Balsazar, welches bis 1853 in der Gallerie Bayntun war,ist bezeichnet: F Franrk. 10(10. Man nimmt gewöhnlich nur zwei FranzFrancken an, es sind aber deren drei zu unterscheiden.

2075. Isaac Fisches, Bildniss- und Historienmaler von Augsburg,Jfi.- gehört zu den tüchtigsten Künstlern seiner Zeit, erreichte

TTf • aber nur ein Alter von 28 Jahren. Er starb 1705. Das

e/T ■pwwt ■ g e g C ij C1 ic Monogramm findet man auf Bildnissen , welcheL. Hcckcnauer u. A. nach ihm gestochen haben.

2076. Der unbekannte Zeichner oder Maler, welcher sich dieses

^ Monogramms bediente, ist im ersten Bande No. 518 eingeführt, daman auch A F lesen kann. Hier sei nur der Rückweis geliefert.

2077. Francois Fradin, Buchdrucker und Formschneider von Lyon,<lf welcher unter dem Buchstaben F No. 1825 bereits eine StellepJ- fand, und F F. wieder auftritt, scheint der Träger dieses Zeichenszu seyn. Man findet es auf einer schönen Titeleinfassung zur fran-zösischen Uebersctzung des Trostspicgels von F. Petrarca: MessircFrancois petrarque. De remedes De lune et lautre fortune: profpe.re etaduerfe: notiueUemcnt Imprime a Paris tS84, fol. Die untere Dar-stellung, welche die Breite des Blattes einnimmt, enthält Liehesscenenin einem Garten , und zwei Paare sitzeu bei Wein und Würfelspiel.Zu beiden Seiten der Titclschrift sind Gallcrien von drei Etagen , inderen oberster Musikchöre angeordnet sind. Tn der zweiten Etage linksträgt Hcrodias das Haupt des Täufers zur Tafel, und gegenüber führenjunge Leute einen Tanz auf. Unter ersterer Darstellung hängt einTäfelchen mit der Schrift: Amour par Tout, und unter letzterer einsolches mit der weiteren Schrift: Tont par Amour. In der unterstenEtage links führt ein Mann vom Tode gefolgt eine Frau durch dieHalle , und hier ist rechts unten das Monogramm angebracht. In derGallerie gegenüber treibt der Narr mit einer Weibsperson unzüchtigeKurzweil. Das Ganze schliesst ein Bogen ab, rechts mit dem Urthoiledes Paris, links mit Pyramus und Thisbe. Es sind auch Sinnsprücheeingeschnitten, und eine andere Inschrift lautet: Amor üei Omnia Vincit.