Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
714
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714 F B. Nr. 1928 — 1930.

Die Initialen F. B. könnten daher auch Fecit ßonncione bedeuten. UnterFrancesco Bologncse oder Dononiensis ist nicht immer Primaticcio zuverstehen. Im Oatalog Dclbecq II. No. 4G9 ist ein Blatt beschrieben,welches eine Gruppe von sieben Männern in der Situation des Er-staunens und der Bewunderung vorstellt, alle in Mänteln nach linkssich wendend. In der Mitte unten steht: Paulo Veroncse inu. , rechts:Fr. Dononiensis fecit, qu. 4. Dieser F. Bonnoniensis ist nicht F. Pri-maticcio. Wir können aber seinen Familiennamen nicht errathen.

1928. Unbekannter Goldschmied, welcher auch in Kupfer ge-FR "Ae ^5q7 Blochen hat, dessen Produkte aber zu den Seltenheiten

Jtti gehören. Die Initialen FB mit der schwach geätzten

i C s Jahrzahl /.597 findet man auf einem Blatte, welches

• Syb' einen Ilellcbardicr in vollem Putze auf gespreizten Beinen

stehend zeigt. Er hält mit der Rechten seine Waffe, und legt die linkeHand an die Hüfte. In der zierlich gearbeiteten Agraffe seines Hutessteckt ein Reigerbüschlein. Im landschaftlichen Grunde ist eine Be-lagerung angedeutet, und unten gegen rechts bemerkt man das Künstler-zeichen. Dieses Blatt ist von seltsamer Arbeit. Der Künstler dürftedamit seinen ersten Versuch im rein figürlichen Fache gemacht haben.H. 7 Z. 9 L. Br. 5 Z. 1 L.

Dann haben wir von ihm auch eine seltene Folge von Musternzu Degen- und Schwertgrift'on, gewöhnlich mit Grottesken und Figuren.Die Zahl der Blätter, und ob alle mit den Initialen bezeichnet sind,wissen wir nicht. Auf dem Blatte mit No. 7 links unten steht: FB1686. H. 2 Z. 4 L. Br. 1 Z. 3 L. Dann findet man auch sehrkleine Blätter mit Zicrfeldern für Goldschmiede, ebenfalls mit FB150(1 bezeichnet. Der Meister gehört der deutschen Schule an. Erist wahrscheinlich Eine Person mit dem Monogrammisten FB. No. 1913.

1929. Unbekannter Maler, welcher in der zweiten Hälfte des< V^ 17. Jahrhunderts gelebt hat. Die gegebenen Buchstaben findet

( -F"B 1 man au * c ' nem '" der Weise des Wenzel Hollar schön ra-^- \ )) dirtcu Blatte, welches den hl. Georg zu Pferd im Galop nachlinks vorstellt. Er hat die Gurgel des Drachen mit der Lanze durch-bohrt, und erhebt den rechten Arm, um den Schwertstreich nach dem-selben zu führen. Im Grunde rechts betet die Königstochter, und linksist eine kleine Ruine. Rechts unten in der Ecke bemerkt man dasZeichen. II. 10 Z. 2 L. Die Buchstaben V B können den Zeichnerund den Jladirer andeuten. Franz Barlow kommt mit W. Hollar inBerührung, wir wagen es aber nicht, ihm das Blatt mit St. Georg zu-zuschreiben.

1930. F. Blin, Zeichner und Radirer, war um 1670 — 1680 in"CD T 1 "D j Paris 'k&tig. Er ist durch radirte Blätter be-ll D v i! ..Jb.. &0C ..$**• kannt, welche in der Weise des II. Mauperche

behandelt sind, und grösstentheils zu den Seltenheiten gehören. DieInitialen F B ohne Beisatz kommen nur auf wenigen Blättern vor. Aufanderen steht: F. B. ex. cu. P. B. C. , d. h. Cum Privilegio Benis Chri-stianissimi. In diesem Falle scheint Francois Bourlier als Verlegeraugedeutet zu seyn, da auf einem runden Blatte dessen Name steht:F. Bourlier Parisiis ex. cum Pri. B. C. Von Bourlier sind aber dieBlätter nicht radirt.

1) Jakob und Laban, rechts in der von einem Flusse durchzogenenLandschaft streitend. Links unten: F. B. ex. cu. P. B. C. Höhe 4 Z.Breite 4 Z. 11 L.