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2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
677
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EWS —EX. Nr. 1822 — 1824. 677

Verhältnisse, nicht in jenem eines Schülers, wie es im Kttnstler-Lexiconvon ihm heisst. Schirmer, Funk, A. Achenbach und Pose bildeten sicheigentlich nach Lessing, und Schirmer trat erst zu einer Zeit als Lehrerauf, als seine Kunstgenossen bereits die gleiche Selbstständigkeit be-haupteten. Pose blieb aber nicht immer an dem Rhein, er unternahmauch Reisen in das bayerische Hochland, nach Salzburg, Tirol, Italienund Sicilien, und fertigte bei dieser Gelegenheit eine grosse Anzahlvon Zeichnungen, welche theils mit dem Stifte, theils in Aquarell undTusch ausgeführt sind. Seine Gemälde und Zeichnungen gehören zuden schönsten Erzeugnissen der deutschen Kunst, und beurkundeneinen originellen Meister. Die Gemälde gingen in verschiedenen Besitzüber, da viele von den Kunstvercincn zur Verloosung an die Mitgliederangekauft wurden. Der König von Belgien, die Grossherzogin vonHessen-Darmstadt, der Consul Wagner in Berlin, das Städcl'sche In-stitut zu Frankfurt, das städtische Museum in Prag u. s. w. besitzenBilder von W. Pose. Bei Gelegenheit der grossen Kunstausstellung inParis 1855 erhielt er die goldene, und von Brüssel aus die grossesilberne Medaille. Die obigen Monogramme findet man auf Zeichnungenund Aquarellen, wohl selten auf Oclgemälden. In seiner früheren Zeitbediente er sich eines aus WP bestehenden Zeichens, auf welches wirzurückkommen. Eines der Hauptwerke des Künstlers, das Schloss inTirol, ist durch eine meisterhafte Radirung von W. Witthöft bekannt,gr. fol. Das erste Zeichen kommt auch auf einer OriginalradirungPose's vor. Man findet sie in R. Reinick's deutschen Dichtungen mitRandzeichnungen deutscher Künstler. Düsseldorf, J. Buddeus 1843,gr. 4. Pose illustrirte das Tiroler Volkslied: Der arme Sennabua. Auchein mit dem Monogramme und der Jahrzahl 1836 bezeichnetes ein-zelnes Blättchen findet man von seiner Hand. Es gibt die Ansicht einesSchlosses am See.

E. W. Pose ist noch immer in Düsseldorf thätig. Sein Vater LudwigPose findet unter dem Monogramme L P. eine Stelle.

1822. E. W. Strassberger, Maler von Leipzig, geboren 1804, istJT VXf c durch historische Compositionen bekannt. Die Initialen des

• ' Namens findet man auf Zeichnungen. Sie sind auch zumMonogramme verbunden, wir kennen aber die Bildung nicht.

1823. E. W. Zimmer, Kupferstecher und Formschneider, warSchüler von Ricpenhausen in Göttingen, und Hess sich dannin Bern nieder. Holzschnitte von seiner Hand, theils mit dem

Monogramme, theils mit Z. und Zim. bezeichnet, findet man in ConradJustinger's Berner Chronik, herausgegeben von E. Stierlin. Bern,L. A. Haller 1819, 8.

1824. Jakob Hoeftiagel bezeichnete auf solche Weise das von ihmEv ■ n t gestochene Bildniss des Erzherzogs Ernst von Oester-

• aoe]: roich ( stattna i t ers der Niederlande. Höhe 6 Z. 9 L.Breite 4 Z. 3 L.

Balthasar de Marsy, Bildhauer, war um die Mitte des 17. Jahr-en b li M hunderts in Versailles und in Paris thätig. Die gege-•■•p.ii.M. k ene B eze i c hnung, aber in Cursiven, findet man aufKupferstichen von Saint Andr6 in der Petite Gallerie du Louvre. Diegegenstände sind nach Zeichnungen und Gemälden von Charles le Brun.Es ist zu lesen: Execute par li. Marsy.

'M/z.