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2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
674
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674 E W. Nr. 1808 - 1809.

troffen haben, an Ernst und Würde stellt er aber keinem nach. DiesesUrtheil wird jeder unterschreiben, welcher die Werke Wächter's aufder deutschen allgemeinen und historischen Kunstausstellung in München1858 unbefangen betrachtet hat. Der moderne Massstab passt bei einerhistorischen Würdigung der Werke desselben nicht. Vgl. auch BeilageNo. 1 der allgemeinen Zeitung 1854.

Das gegebene Monogramm findet man auf Zeichnungen des Künstlers,und vielleicht nur sehr selten auf Gemälden. C. Rahl in Wien hatmehrere Compositionen gestochen und radirt, ist aber nicht in demMasse in den Geist der Zeichnungen eingedrungen, dass aus diesenBlättern ein vollkommen günstiges Urtheil geschöpft werden kann. DasMonogramm steht auf einem Blatte mit der hl. Familie, welches 1806erschien, qu. fol.

1808. Wilhelm Emele, Schlachtenmaler, geb. zu Buchen im Gross-herzogthum Baden den 20. Mai 1830, erfreute sich einerwissenschaftlichen Bildung, und trat dann zum Jünglingherangereift aus besonderer Neigung in den Militärstand,welchen er aber nach manchen Enttäuschungen im Sommer1851 wieder verliess. Jetzt widmete sich Emele mitallem Eifer der Malerei, in welcher er dem berühmten

Feodor Dictz alles verdankt, was er als Anfänger und auf dem späterenWege des Fortschrittes erreicht hatte. Seine Richtung war von jehereine naturalistische, und daher sagte ihm die Schlachtenmalerei be-sonders zu. Die ersten Vorbilder waren ihm die Werke des genanntenKünstlers, später lernte er aber in Antwerpen auch die Leistungen derbelgischen Meister kennen, und nach kurzer Zeit fing er an, seine Kräftezu versuchen. Er hatte das besondere Glück, an dem Fürsten CarlEgon von Fürstenberg einen Gönner zu gewinnen, welcher ihm imDeccmber 1854 den Auftrag ertheilte, den Tod seines Vaters in derSchlacht von Stock in einem grossen Gemälde darzustellen. Emölevollendete dieses Werk 1856 in München, und der unerwartete Erfolgtrieb ihn zu weiterem Streben. Er begann unvcrweilt ein zweites nochgrösseres Bild , welches die heldenmüthige Verteidigung der Heidel-berger Brücke am 16. Oktober 1799 vorstellt. Dieses Werk vollendeteer im Jänner 1858, und bei der Ausstellung in Wien erwarb es derKaiser Franz Joseph von Oesterrcich. Eine kleinere Wiederholungbesitzt der Graf v. Papponhcim. Inzwischen malte Emele auch kleineremilitärische Scenen, Pferdestücke u. s. w. In letzter Zeit beschäftigteihn ein grosses Gemälde, welches den Moment schildert, in welchemder Erzherzog Carl von Oesterrcich in der Schlacht von Aspern denTruppen die Fahne gegen den Feind voranträgt. Emele ist eine achtdeutsche Natur, und deutschen Ruhm und deutsche Ehre zu verherr-lichen , ist sein höchstes Streben. Aufzeichnungen, grösseren undkleineren Studien u. s. w. findet man das obige Monogramm. Aufgrossen Gemälden ist es mit dem Namen verbunden.

1809. Edwin Weedon. Zeichner und Maler in London, gehört zuden tüchtigsten Künstlern seines Faches. Er maltSecbilder, und ist besonders durch Holzschnitte mitSchiffen bekannt, welche theils in grossem Formatesind. In Illustrated London News von 1857 kommen

, viele Blätter mit Schiffen vor, und darunter solche_J\_y mit reicher Staffage. Ein grosses, 1858 von F. Smythgeschnittenes Blatt, stellt das Schiff vor, auf welchem der Prinz vonPrcussen mit seiner Gemahlin, der Princcss royal von England, an