672 EVM — EVP. Nr. 1801 — 1803.
1) Folge von 6 Blättern, welche in Runden, Ovalen, Vierecken &c.Ornamente auf schwarzem ürunde enthalten. Drei Blätter sind E. V. ff. F.1000 bezeichnet. Höhe und Breite 2 Z. 4 L. Acusserst selten.
2) Eine Folge von 6 Blättern mit Laubwerk, grottesken Figuren,Jagden, Vögeln und anderen Thieren, cn Silhouette. Auf dem erstensteht: .haias van Halsen R 1010. Radirt und mit dem Stichel vol-lendet , von ungleicher Grösse. Höhe des ersten , grösseren Blattes5 Z. 9 L. Br. 7 Z. 8 L. Schön und selten.
3) Folge von 6 Blättern mit Laubwerk, Figuren, Vögeln, vier-füssigen Thieren, Schmetterlingen &c., schwarz auf weissem Grunde.Auf dem Blatte, welches einen von Vögeln umgebenen Tempel vorstellt,steht unten in der Mitte: esaias van Hvlsen in ftudlgardt fecit 1010.Auf dem Blatte mit Acstcn , auf welchem Vögel und Schmetterlingesitzen, stehen unten in der Mitte die dritten Initialen. Ein Blatt mitBäumen, Figuren und einem berittenen Falkner trägt den Namen EsaiasV. Hvhen, Auf einem anderen mit an Schnüren hängenden Thierenund einem Weinstocke, bemerkt man links unten die kleinen Buchstaben.H. 3 Z. Br. 5 Z. 3 L.
4) Folge von 6 Blättern mit Ornamenten, phantastischen Figurenund Thieren, schwarz auf weissem Grunde. Auf dem ersten Blatte miteinem Schilde steht: Esaias van Hülsen fecit in ftuttgardt 1617. Dieanderen Blätter sind E. V. 11. bezeichnet, 4.
5) Folge von 6 Blättern mit phantastischen Figuren, Thieren und Laub-werk. In Mitte des ersten steht: Esaias van Hülsen fecit 1009, kl. qu. fol.
1801. Edler von Mttnzburg bekleidete von 1768—1770 inKrcmnitzF V M 1 ^'° Stelle eines Münzmeisters. Auf seinen GeprägcnV V* M n I stc ^ eu die Initialen E. V. M. Der Buchstabe D beziehtHj. V. M. u.) s i c h au f (] C11 Wardein Donati.
1802. Egbert van Panderen ist im ersten Bande No. 1777 ein-E v P sc I geführt, und mit Bezugnahme auf jenen Artikel
' ' ' , > bemerken wir hier nach Brulliot II. No. 735" , dassh. van faend.se. J sich dic i^ialen E. v. 1'. auf Kupferstichen nachRubens, Spranger, II. Goltzius, Tcmpcsta &c. finden. Der abgekürzteName steht auf einem Blatte mit den drei heiligen Frauen am Grabedes Heilandes, nach Hans van Achcn, 8.
1803. Egbert van der Poel, Maler von Rotterdam, war in derO \ 9^ (?) zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts thätig. Er malteti \s \J Dorfansichten mit Staffage aus dem Bauernleben, Strand-scenen mit Abend- und Nachtbeleuchtung, und besonders Feuersbrttnstemit allem dabei entstehenden Getümmel. Diese Bilder finden grossenBeifall, obgleich sie im Effekt und in der Ausführung jenen des D. vanHeil nachstehen. Trautmann ahmte hierin dem E. van der Poel nach,ohne ihm gleich zu kommen. Dann malte van der Poel auch Inferiorenmit Bauern, und sogenannte Küchenstücke, er hat aber an A. van derPoel einen von den vaterländischen Schriftstellern vergessenen Mit-bewerber. Dieser Meister malte ähnliche Bilder, welche sich durchNaturtreue und treffliche Färbung eben so sehr auszeichnen, als durchCorrekthcit der Zeichnung. Hierin, und in der Behandlung unterscheidensich die Werke beider Meister, sind aber alle von entschiedenem Werthe.
Das Todesjahr unsers Künstlers ist unbekannt. Um 1654 malte erden Brand von Delft, wo Egbert bis in die achtziger Jahre thätig war.