Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
670
Einzelbild herunterladen
 

670 EV-EVG. Nr. 1791-1796.

1791. Etienne Villequin, Maler und Radirer von Serviere en Brie,F V in "kte seine Kunst in Paris zur Zeit des Charles le Brun,

' J ' welcher keine andere Autorität, als die seinige anerkannte.Villequin malte aber Bildnisse und historische Vorstellungen, welchenicht viel geringer zu achten sind, als die eines le Brun. N. Pitau,E. Baudet, J. Boulanger, C. Duflos, J. le Pautre u. A. haben nach ihmgestochen. Die Initialen des Namens kommen auf Blättern selten vor,nur auf etlichen eigenhändigen Radirungen. Robert-Dumesnil widmetihm im Peintre-graveur francais VIII. p. 259 eine Stelle. Dieser Künstlerstarb 1663 oder 1665 im 69. Jahre.

1792. Eduard Vermorcken, Formschneider in Brüssel, Schüler_ . von II. Brown, gehört zu den tüchtigsten Künstlern seinesLVyC'K' Faches. Die zweiten Initialen findet man auf Blättern fol-genden Werkes: Hittoire et aventures de V illustre Baron de Munchhausen.Bruxelles iflM, 8. Die Zeichnungen sind von H. Hcndrickx, welcherH H zeichnete. Andere Holzschnitte, ebenfalls mit E. V. bezeichnet,sind in : Lei Splendeurs de V art en Belgique, publies par M. Charles.Bruxelles iMtt, 4. Die Zeichnungen zu den Illustrationen sind vonH. Hendrickx und F. Strobant, die Schnitte von E. Vermorcken, H. Brownund Pannemacker.

1793. Ellas Vonck oder Vonch, Maler, war um 1750— 1770 zu

Middelburg thätig. Er malte Vögel, todtes Wildund andere Thiere. Seine Bilder gehören zu densogenannten Stillleben. Hierin war ihm Aart Schou-man Vorbild, und Vonck steht nicht unter diesemMeister. Besonderes Lob verdient er als Colorist.

1794. Unbekannter Maler, welcher um 1550 in Deutschland gelebthaben soll. Sein Zeichen gibt Brulliot I. No. 113 mit derVersicherung, dass man es auf kleinen, mit Geschmack undFleiss gemalten Bildnissen finde. Der genannte Schriftstellerrubricirt das Monogramm unter ABF., wir halten aberdas links vorstehende Schriftzeichen für E, an welches sichVB reiht. Ein Gemälde dieser Art ist uns nicht vorge-kommen , und somit können wir die Deutung des Mono-gramms um so weniger wagen , als es unklar ist, ob von

ob"en, od*er von unten der Anfang gemacht werden soll.

1795. Egbert van Drielst, Landschaftsmaler, geb. zu Groningen

K V TV nno 1746 > B est - aeu *■ 3ani 1818 - Ein Künstler vonü. Y.U- 1102, Talent, machte er als Tapetenmaler eifrige Studiennach den Werken von Wynants und Hobbema, und lieferte unter Bei-ziehung der Natur Werke, welche zu den schönsten Erzeugnissen seinerZeit gehören. Seine landschaftlichen Bilder erinnern an die Umgegendvon Harlem, Drenthc und Eeckst. Sie sind mit Figuren und Thierenstaffirt, durchhin geistreich gezeichnet und meisterlich behandelt. InJ. Roelofs Auktion ging die Ansicht eines Bauernhofes mit Vieh zu435 Gulden weg. Auch seine Zeichnungen stehen in guten Preisen.H. Schwegman radirte nach ihm neun schöne Landschaften mit Staffage:IX. Gerichten in en fty het Landschap ürenthe. E. v. Brielsl ad viv. del.,gr. fol.

1796. Zeichen der Münze in Gabbio. Es kommt auf alten päbst-v v r ^ cnen Münzen vor, und ist Eugubium zu lesen. Man darf

daher keinen Künstler vermuthen.