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2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
666
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666 EST. Nr. 1779 — 1780.

Blättern vorkommenden Gaukler oder Equilibristen dem Rosso selbstzuschreiben , auf welchen aber das Monogramm nicht passt. DieserMeister müsste sich demnach fremder Zeichnungen bedient haben, wasnicht anzunehmen ist. Andere Kunstkenner verfielen auf G. Bobustiil Tintoretto, und schrieben das Monogramm diesem Meister zu, dawenigstens einige Buchstaben seines Namens darin enthalten sind.B. Weigel erwähnt daher die erste Folge mit den Gruppen der Ringerin seinem Kunstkatalogc No. 15,801 unter Tintoretto's Namen , aberohne an dessen Urheberschaft vollkommen zu glauben. Er ist eher ge-neigt, die Zeichnungen einem Meister der Schule von Fontaineblcau,muthmasslich dem Maitre Boux zuzuschreiben. Die Ausführung aufKupfer könnte nach Weigel 0. Fialctti, der Schüler Tintoretto's, besorgthaben. F. v. Bartsch (die k. k. Kupfcrstichsammlung in Wien No. 2325bis 2329) schreibt dagegen die Folge der Ringer ziemlich entschiedendem Tintoretto zu , indem die Nadelführung ganz mit dem Bildnissedes Cicogna übereinstimmt. Allein Tintoretto müsste den Styl seinerZeichnung mit diesen sonderbaren Figuren ganz verläugnet haben.Ren6 Boivin hat einzelne Blätter copirt, und somit wussten wenigstensdie Schulmänner in Fontainebleau von diesen Kuustprodukten.

1) Folge von fünf Blättern zu fünf, auch sechs langen und nacktenmännlichen Figuren, welche mit ihren abgezerrten Gliedmassen gym-nastische Künste treiben, auch Ringer und Gaukler genannt. Mit demMonogramme. H. 9 Z 5 L. — 10 Z. 6 L. Br. 7 Z. 7 _ 10 L.

2) Eine Folge von 12 Blättern mit akademischen Figuren in ver-schiedenen bizarren Stellungen, ganz im Geschmacke der grösserenGruppen gezeichnet. H. 6 Z. 10 L. Br. 3 Z.

Alle diese Blätter gehören zu den Seltenheiton , und rühren vonder einen und derselben Hand her. Die Folge der sogenannten aka-demischen Figuren ist ohne Zeichen , und scheint aus mehr als zwölfBlättern zu bestehen.

1779. Emanuel Steiner, Maler und Radirer, geb. zu WinterthurC "W f / üqC 1778, gest. 1831. Ein Künstler von Geist und Talent,Q~ jj * s- und den bessten seines Landes gleichgeachtet, hinter-Ki.St'*-f80^>- l' ess cr cule bedeutende Anzahl von landschaftlichenp rty rr Zeichnungen in Bister und Aquarell. Er malte aber0.v3t.<3- auch Landschaften in Oel, besonders in seiner früherenZeit. Von grosser Schönheit sind auch seine Blumenstücke, deren inOel und Aquarell vorkommen. Auf Aquarellen und radirten Blätternfindet man das Monogramm, und auch die Initialen des Namens. Diegeistreichen und malerisch behandelten Radirungen stammen grössten-theils aus der mittleren Zeit des Künstlers, für welche die Jahrzahl1000 stimmt. Ein späteres Datum trägt eine Folge von neun Blätternunter dem Titel: Yues de la Solilude romantique d' Ariesheim pres deHasle. Basle löf*. qu. fol. Mit E. St. f. bezeichnet ist eine Gebirgs-landschaft mit Vieh im Wasser, gr. fol., so wie eine Waldgegend mitKühen im Vorgrunde, gr. fol. Ein ähnliche Bezeichnung haben auchdie kleinen landschaftlichen Blätter mit Figuren und Vieh unter demTitel: l'ot-Pourri. Einige Blätter tragen das Monogramm, welches eben-falls aus EST besteht. In der Behandlung erinnern diese schönenBlätter an C. Reinhart. II. 4 Z. 8 L. Br. 5 Z. 9 L. Das dritte Zeichengibt Heller, Monogr.-Lexicon S. 120. Es scheint auf Blättern der Folgevon 1814 vorzukommen.

I7«n v.4~*.:. d;,.!,.«. nennt sich Antonio Z an Chi von Este,

1780. hstensis Pictor ftber wekhcn wil . im Künstler-Loxicon

XXII. S. 210 gehandelt haben. Der Rückweis fehlt in diesem Werke.