Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
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646
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646 EQDR — ER. Nr. 1736 — 1740.

1736. Cav. Domenico Rossetti, Maler und Kupferstecher, istFn Ti R unter dem Monogramm DR No. 1329 eingeführt, undnq. u. i\. ,j a j, er bemerken w ; r hier nur nachträglich, dass aufBlättern nach Tizian und Tintoretto Eq. D. II. stehe, d. h. EquesDom. liossetli.

1737. Giovanni Francesco Barblerl da Cento, Maler und Radirer,Eaues Jo fran *M ' st 0üen No. 35 eingeführt, und daher bemerken

/ ' l > wir hier nur, dass die beigefügte Naraens-Abbre-

Centem. Jnu. J viatur auf Kupferstichen des Gio. Bat. Pasqualinivorkomme. Sie sind nach Zeichnungen Barbieri's gefertigt.

1738. Eques Jos. Diam»* D. D. D., ^obenE.Q.Diama.etc.

1739. Unbekannter Zeichner, welcher der Zeit nach dem Hans~, Sebald Beham nicht sehr fern stand, jedenfalls in der zweiten

*~^ Hälfte des 16. Jahrhunderts gelebt hat. Brulliot I. No. 1805 sagt,dass man dieses Monogramm auf Federzeichnungen nach H. 8. Beham'sKupferstichen, aber in grösserem Massstabe finde. Der MonogrammistE R oder R E ist höchst wahrscheinlich jener Meister, welchen BartschIX. p. 240 einführt. Dieser Schriftsteller beschreibt eine gegenseitigeCopie nach Jakob Binck's Blatt No. 74. Es stellt Soldaten vor, welcheauf dem Boden sitzend mit dem Würfel spielen. Links oben hängtein Täfelchen, in welchem die Buchstaben E R verkehrt eingestochensind, so dass wir unter R E darauf zurückkommen.

1740. Johann Ellas Ridinger, Thiermaler und Kupferstecher,geb. zu Ulm den 16. Februar 1698, gest.zu Augsburg den 10. April 1767. Einerder grössten Künstler seiner Zeit, ist er

oj jfo den Kunst- und Jagdfreunden noch immeruö/O^Oo/Jo^- in hohem Andenken, und in neuester Zeitfand" er auch einen Biographen, welcher durch die Aufzählung seinerWerke allseitigen Dank sich erwarb. Diese interessante Monographieerschien unter dem Titel: Leben und Wirken des unvergleichlichen Thier-malers und Kupfersiechers Johann Elias Ridinger , mit dem ausführlichenVerzeichniss seiner Kupferstiche , Schwarzkunstbl älter und der von ihmhinterlassenen grossen Sammlung von Ilandzeichnungen, geschildert vonG_A. W. Thienemann, Pastor Jubilar etc. Nebst Ridinger's Portrait und12 aus seinen Zeichnungen entlehnten Kupferstichen. Leipzig, R. Weigel,1056. Es gibt eine Ausgabe in 8., und eine Prachtausgabe in 4.Der Verfasser beschreibt die von und nach Ridinger gestochenen Blätterin Abtheilungen: a) Stiche, welche sich auf die Jagd beziehen, b) Jagd-bare Thiere , c) Darstellungen einzelner Thiere, d) Abbildungen vonPferden, e) Kämpfe reissender und grosser Thiere, f) Zeichenbücher,g) Vögel, h) Fabeln und zwei andere kleine Folgen, i) Viehstücke,k) Das Paradies , 1) Fürstliche Personen zu Pferd, m) MenschlicheFiguren, n) Colorirte Tafeln.

Die Schwarzkunstblätter von und nach Ridinger beziehen sich:a) auf die Jagd, b) enthalten militärische Scenen und Gruppen, c) Genre-bilder, d) biblische Scenen, und e) heilige Bilder.

Thienemann beschreibt im Ganzen 1313 Blätter , und zählt dannin der dritten Abtheilung auch noch die Zeichnungen auf. Den reich-sten Schatz an letzteren besitzt R. Weigel. Ridinger's Kunstverlagübernahmen dessen Söhne: Martin Elias die Kupferstiche, und JohannJakob die Schwarzkunstblätter. Ersterer starb 1780 im 60. Jahre,