638 ENF — ENS. Nr. 1706 - 1709.
und Carnevalsbelustigungen , und andere Volkäfeste. Auf Gemäldendieser Art. so wie auf Aquarellen findet man die obige Bezeichnung.Auch etliche Radirungen fertigte er, welche aber selbst in seinemVaterlande selten sind, da sie nicht in den Handel kamen. Ein solchesBlatt stellt nach P. Krcmer's Zeichnung den Anton van Dyck auf demSterbelager vor, fol.
1706. Enea Vico von Parma ist im ersten Bande No. 498 undEneü da Parma. \ ^"9 eingeführt, und wir bemerken daher„ ' ,. ' > hier nur, dass der Künstler auf etlichenMnea da tarma lnu. f. j Kupferstichen JEnea da Parma sich nenne.Das eine dieser Blätter stellt die Büste des Heilandes nach einem Me-daillon von Doni vor, ein anderes gibt das Bildniss des Ludovico Do-menichi, ebenfalls nach einem Medaillon von Doni.
1707. Unbekannter Radirer, welcher sicher noch in den erstenr-K Tp Decennien unsers Jahrhunderts gelobt hat. Dennoch müssen*-l »• wir ihn zu den Unbekannten zählen, da jeder Versuch dasMonogramm zu entziffern , selbst bei vielen Hülfsquellen scheiterte.Brulliot I. No. 1724 erwähnt eine Folge von acht radirten Landschaftenverschiedener Grösse, deren einige das gegebene Zeichen tragen. Nachder Bemerkung des genannten Sshriftstellers erinnern sie in der Be-handlung in einiger Hinsicht an die Radirungen des Carl WilhelmKolbe, welcher 1835 starb.
1708. Unbekannter Kupferstecher oder Verleger, welchen BartschTS*b T5iv ^' 8 r - XX. p. 27 mit Luca Ciamberlano identificirt. Dieser.o>l\- / .El\. Meister bediente sich aber des aus C L. bestehenden Mono-gramms I. No. 323 , und daher möchte Brulliot I. No. 143 das gege-bene Zeichen eher für jenes eines Verlegers halten , da es auch aufStichen von Rafael Sciaminossi nach B. Castelli vorkommt. Brulliotgibt drei Facsimiles, von welchen aber wahrscheinlich keines genau ist.Sein zweites Zeichen kam uns nie vor, und die beiden anderen sindzu gross. Wir haben obige Monogramme auf Originalen durchgezeichnet,und können daher für die Richtigkeit einstehen. Das erste Zeichensteht auf einem Blatte , welches Bartsch statt dem Agostino Carracci(No. 6) dem L. Ciamberlano zuschreibt. Es stellt den Jonas vor,welchen der Wallfisch ausgespieen hat. Der Prophet kniet rechts aufdem Felsen, und rechts oben an diesem bemerkt man das Monogramm.Höhe 6 Z. Br. 6 Z. 4 L. Das zweite Zeichen fanden wir auf einemBlatte, welches drei stehende und singende Männer vorstellt. Jenerzur Rechten, vom Rücken gesehen, hält ein Notenblatt, und der Sängerlinks lehnt sich an die Schulter des in der Mitte stehenden Mannes,welcher mit einer Feder auf der Haube von vorn sich zeigt. DasMonogramm bemerkt man rechts nach unten, und tiefer in der Eckesteht der kleine Buchstabe t\ welcher wohl Fec.it bedeutet, so dass essich um einen Kupferstecher handeln dürfte. Die drei Sänger sindnach dem Blatte copirt, welches Bartsch XIV. p. 349 No. 468 demMarc Anton zuschreibt. Von der Gegenseite genommen findet man die-selben im Zeichenbuche des L. Ciamberlano , letzterer hat aber dieseVorstellung nicht selbst gestochen. Höhe 6 Z. 4 L. Breite 4 Z. 5 L.Andere Blätter mit den gegebenen Zeichen kennen wir nicht, es werdenaber deren vorkommen.
1709. Emannel Ny8, Maler von Amsterdam, blühte um 1680.F N S Schüler von Egbert van Aelst, hinterliess er einige Gcnre-
' • bilder, welche selten geworden sind, oder unerkannt liegen.