Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
614
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614 EI. Nr. 1627 — 1632.

genannten Jubiläumsbericht. Heller könnte jedoch auch ein beschnittenesExemplar vor sich gehabt haben, wo oben rechts in der Ecke dieSeitenzahl 55 fehlte.

1627. Eduard lhle, Zeichner und Maler aus München, ist obenjf A> Q No. 1623 bereits eingeführt, und daher bemerken wir hier

oLa&sJp nur noch, dass man diesen Zeichen auf zahlreichen Holz-ffrinS schnitten nach seinen Compositionen begegne, wie in den

\^<~& Jahrgängen der bei Braun und Schneider zu München

erschienenen fliegenden Blätter, in der Leipziger illustrirten Zeitung,in L. Bechstein's deutschem Sagenbuch 1853, in II. Waldow's Original-Gelegenheitsdichter 1856 , in dessen Festtagen des Lebens u. s. w.Ihle ist ein geistreicher und fruchtbarer Zeichner. Zu seinen Haupt-werken gehören die sieben Todsünden, in eben so vielen Blättern von1859. Auf jedem spielt der Tod die Bedientenrolle. Diese originellenCompositionen würden sich zum Holzschnitte trefflich eignen. Sie kamenim Februar 1&60 zur Verloosung des Kunstvereins in München.

1628. E- Jerrlgh, Historien- und Bildnissmaler, nach C. v. Mander

ET ein Wallone von Geburt, erstand seine Lehrzeit in Antwerpen,J, und verlebte den grössten Theil seines Lebens in Cöln. Dergenannte Schriftsteller zählt ihn zu den trefflichen Portraitmalern, manfindet aber auch geschichtliche Darstellungen von seiner Hand, welchesich durch Schönheit der Figuren, und durch eine zarte klare Färbungauszeichnen. Sie haben eine täuschende Aehnlichkeit mit den Bilderndes Johann van Achen, und so mag es kommen, dass mehrere diesemMeister zugeschrieben werden. Im Museum zu Cöln ist ein Bild derVerkündigung Maria in halben Figuren, welches mit E. I. und der Jahr-zahl 1001 bezeichnet ist. C. van Mander lässt ihn irrig 1574 sterben,indem er sagt, dass Johann van Achen diesen seinen Meister am Endeder sechsjährigen Lehrzeit durch den Tod verloren habe. J. v. Achentrat 1568 bei ihm ein.

1629. Egbert Jansz, ein um 1598 lebender Kupferstecher, sollr t nach Brulliotll. No. 703 durch diese Buchstaben seinen Namen

• angedeutet haben. Der genannte Schriftsteller beruft sich aufeine handschriftliche Notiz des Kunstsammlers J. Hazard, welcher viel-leicht ein Gemälde des oben eingeführten Malers E. Jerrigh gesehenhatte. Dem E. Jansz schreibt Basan ein Blatt nach Josse van Winghenzu, welches die Gerechtigkeit, den Frieden und die Liebe mit dem ge-fesselten Mars vorstellt. Wir wissen nicht, ob es mit E. I. bezeichnet ist.

1630. Erich Jäger, Münzmeister in Zerbst von 1724—1725, zeich-P | nete Münzgepräge mit den Namensbuchstaben. Künstler scheint

er nicht gewesen zu seyn.

1631. Unbekannter Maler, welcher gegen Ende des 17. Jahr-V 1 Pinr nun derts in Frankreich gelebt haben könnte. In derü. J. rmx. Europe m ustrei p ar i, 4755, gr . 8, ist das Bildniss der

Francoise Athenaise de Rechouart bezeichnet: JE. J. Pinx. Aubert so.Die dargestellte Dame starb 1707.

1632- Graf Erich Jörsen Dahlberg, k. schwedischer FeldmarschallEID. del. \ und General-Direktor der Festungen des Reiches,

'"*'.. \ fertigte eine grosse Anzahl von Zeichnungen,fe. /. D. li. Dehn. J welche Ansichten von Städten, Schlössern, See-häfen u. s. w. enthalten. Von ihm ist ein grosser Theil der Zeichnungen