Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
568
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568 EA. Nr. 1496.

dass sie nicht alle von E. Altdorffer's eigener Hand herrühren können.Das Hauptwerk des Künstlers bilden die Holzschnitte der LübeckerPrachtbibel: De ISiblie uth der uthlegginge Docloris Martini Luthers yndijth düdesche vlitich ulhgeslellel. — Inn der lieyserliken Stadt Lübeck byLudowich üielz gedrucket 1533. Am Schlüsse: Dyl lö/flyke werk, ysalso , Godt Almechtig tho love und eeren, Na Christi unses Heren gebort,ym Dusend vyßundert unde veer unde dbrligcsten yare (1534) by Ludo-wich Dyeti, dorch den druck vullcndet. etc. , fol.

Nur auf zwei Blättern kommt das erste Zeichen vor , dieübrigen Holzschnitte sind unbezeichnet. Jene des alten Testamentssind von verschiedener Grösse. H. 4 Z. 8 L. bis 5 Z. 4 L. Br. 5 Z.7 — 9 L. Andere sind 5 Z. 8 L. hoch und 4 Z. 10 L. breit. DieHolzschnitte des neuen Testaments haben eine Höhe von 5 Z., undeine Breite von 4 Z. 4 L. Die Stöcke waren Eigenthum des Buch-druckers Ludwig Dietz. Er benutzte sie auch für das neue Testamentvon 1539 — 1540, und für die dänische Bibel von 1550. Vgl. Wiech-mann-Kadow S. 19 No. 8.

Das erste Zeichen findet man auch auf einem Formschnittwerkein drei Blättern, welches ein grosses Turnier vorstellt. Das Mono-gramm steht in der Mitte auf einer kleinen Tafel, und rechts auf demäussersten Blatte die Jahrzahl 15/3. Jedes Blatt ist 8 Z. 5 L. hoch,und 11 Z. 3 L. breit. W.-K. S. 17 No. 1.

Wiechmann - Kadow beschreibt noch mehrere andere Holzschnitte,deren in Rostocker und Lübecker Druckwerken vorkommen. Aufkeinem derselben findet man aber das Monogramm des Meisters. Daserste der gegebenen Zeichen kommt bereits im Anhange zu den Mono-grammisten No. 2523 vor, da nicht Jeder E A lesen wird. OhneKenntniss des Namens wird man A vermuthen , tind wir haben dess-wegen im Anhange das Zeichen unter A eingeschaltet. Vgl. auch denArtikel Bd. I. No. 2523. Das zweite Zeichen kann man auch für BAnehmen, und daher haben wir es Bd. I. No. 1652 bereits gebracht.

Ein dem ersten ähnliches, nur feiner gehaltenes Zeichen habenwir im ersten Bande No. 46 gegeben. Es steht auf einer radirtenLandschaft im Style des Albrecht Altdorfer, welche auch diesem Meisterzugeschrieben wird. Das Blatt weicht aber von den übrigen Stichendes Letzteren doch wieder wesentlich ab , und somit könnte es vonErhard Altdorffer herrühren, da sich Albrecht Altdorfer eines anderenZeichens bediente, und nur dieses einzige Blatt ein abweichendes Mono-gramm hat. Ueber ein anderes Blatt, welches ihm mnthmasslich zu-geschrieben werden kann, siehe unten EA mit der Jahrzahl 1506No. 1498.

1496. Enea Vlco soll nach Christ, Monogr. - Erkl. S. 86, durchf k dieses Zeichen seinen Namen angedeutet haben. Der ge-l/yd nannte Schriftsteller behauptet, dass man es auf Kupfer-fl V stichen nach Rafael finde, nennt aber kein Blatt dem In-\__1L V. halte nach. Das gewöhnliche Monogramm des E. Vicohaben wir Bd. I. No. 509 gegeben, das obige Zeichen weicht abergänzlich davon ab. Wenn es daher auf Kupferstichen vorkommensollte, so muss ein anderer Meister dafür eintreten. Brulliot I. No. 285ist geneigt, das Monogramm als Erfindung zu betrachten. Auch wirhaben keinen Grund, die Angabe des Professors Christ für ein Evan-gelium zu halten. Ein genaues Facsimile ist nicht zu vermuthen, undso könnte vielleicht ein ungewöhnliches, aus ETF bestehendes Mono-gramm des Antonio Tempesta verstümmelt gegeben seyn.