Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
518
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518 DRA-DS. Nr. 1347-1351.

Padua, Minerva steht neben dem Oelbaume, auf dessen unteremZweige die Eule sitzt. Um den Stamm schlingt sich ein Band mitden Worten: Paris Opus. Die Einfassung besteht aus Muscheln, Füll-hörnern, Früchten, Blumen und Bändern. Im Schildchen oben ist dasaus PMF bestehende Zeichen Frambotti's. Diese Vignette ist aufdem Titel von F. Foresti's Selectarum juris enarrationum Opus. Putavii1696, 4., eingedruckt. Blätter mit U.R. F. kennen wir nicht, siekommen aber in venezianischen Druckwerken um 1670 vor.

1347. David Ryckaert, welcher unter dem Monogramm D R

D R A f No- 1325 ein ß cftlnrt ist > so11 nacn Brulliot II. No. 638" /' Gemälde mit diesen Buchstaben bezeichnet haben. Ermalte bekanntlich Genrebilder in der Weise des A. Brouwer undD. Teniers, wir kennen aber keines mit den Initialen des Namens.Auf mehreren Gemälden zeichnete er: David Ryckaert Ferit Anlverpiae,und daraus würden sich die Buchstaben D. h. A. f. erklären.

1348. Rogier van der Weyden soll nach Brulliot I. No. 1524feg. durch dieses Zeichen seinen Namen angedeutet haben.

//Nv^ Nach der Angabe dieses Schriftstellers findet man esauf historischen Gemälden im Style der Schule desJan van Eyck, er sagt aber nicht, wo sich Werkedieser Art finden. Wir können dalier nicht weitereingehen, da uns die Anhaltspunkte fehlen. DasMonogramm könnte allerdings auf Rogier van derWeyden gedeutet werden, da die Buchstaben R. De W.oder R. V. De W. darin enthalten sind. Die Kunst-geschichte kennt aber zwei R. van der Weyden, wiewir im Künstler-Lexicon XXI. S. 347 ff. nachgewiesen haben. Es müsstedemnach ermittelt werden, welchem von beiden das Monogramm ange-höre. Brulliot glaubt aber, es sei darunter eher der Besteller, als derMaler angedeutet. Wenn nur ein einziges, oder allenfalls Pendantsmit diesem Monogramme vorkommen , könnte es sich wohl um denDonator, oder um den Besteller des Werkes handeln, zumal das Zeichenviel grösser ist, als oben gegeben, wie Brulliot bemerkt.

1349. Jean Droz, Stempelschneider, geb. zu La-Chaux-de-FondsDR F l^ö, gest. 1823. Dieser treffliche Künstler hinterliess viel

• • Medaillen und Münzgepräge, sowohl zur Zeit des erstenKaiserreichs in Frankreich, als in England. Die Buchstaben DR. F.kommen aber selten auf seinen Werken vor, da er gewöhnlich denNamen eingravirte.

1350. Domenico RinaldO, Zeichner und Maler von Rom, war ino( g 0 ^ K der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts thätig.

JJyJ\jJ\y U-niuM Brulliot II. No. 639 bringt ihn mit Rinaldo,dem Schüler des Giulio Romano, in Verbindung, welcher aber um100 Jahre früher lebte. Die gegebenen Initialen, und dann auch denNamen des Künstlers : Domenico Rinaldo Romanus Invenit, findet mannach der Angabe des genannten Schriftstellers auf Kupferstichen mitBildnissen von Kreuzbrüdern , welche von Joseph Patigny gestochenwurden. Sie bilden eine Folge von circa 60 Blättern, fol.

1351. DUX Saxoniae bedeutend, findet man dieses Zeichen auffepKg" einem Holzschnitte von dem unbekannten sächsischenK^ifS) Meister V. T., welcher der Schule des jüngeren L. Cranach

t Jy *70 angehört. Das fragliche Blatt enthält das Bildniss des