496 DNL-DO. Nr. 1273 — 1278.
1273. Nicolas de Larmessin, Zeichner und Kupferstecher, wurde"T\\T X/l 1640 zu Paris geboren, und steht als Künstler seinemiM—i, Qäl-i gleichnamigen Sohne nach. Er stach Bildnisse, und einigeBlätter für den Buchhandel. In Isaac Bullart's Academie de Scienceset des Ans. Paris 16112, fol. sind viele Portraite von ihm, welche mitden gegebenen Monogrammen , und auch mit den Initialen D. L. undIS. D. L. bezeichnet sind.
1274. E. Donop, Zeichner und Maler, scheint in der ersten Hälfte,IV des 18. Jahrhunderts in Hessen gelebt zu haben. Nach
Brulliot I. No. 1669 findet man das gegebene Zeichen undden Namen E. Donop auf sehr schönen Zeichnungen, welcheFrüchte, vierfüssige Thiere und Vögel vorstellen. In Eber-leiu's Beschreibung der Gallerie von Salzdahlum wird einemDonop ein Gemälde mit zahmem Geflügel zugeschrieben, und Brulliotspricht von einer Landschaft mit Kühen und Schafen, welche in der-selben Gallerie einem von Donop beigelegt werde. AusserdeminachtBrulliot auf eine Folge von sechs radirten Blättern mit Ruinen undBaufragmenten aufmerksam. Auf diesen Blättern steht: D. DONOPEQUES WEST, qu. fol. Dem Exemplare, welches der genannte Schrift-steller vor sich hatte , ist die handschriftliche Bemerkung beigefügt:Gravi par Mr le baron de Donnoip collonel au Service de Uesse-Cnssel.Somit hätten wir also einen Obersten Baron von Donop, oder vielleichtDonnoip, da im Monogramme Ol gezeichnet ist. Wenn auf ZeichnungenE. Donop steht, so bedeutet dieses wahrscheinlich Eques Donop, undauf einen Adeligen lässt auch die Krone über den Buchstaben desMonogramms schliesscn. Unter Do. f. kommen wir auf Donop zurück.
1275. Martin Heinrich Omeis und Ernst Caspar Dürr standen in
t-\ q # der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts als Stempelschneider" in Diensten des sächsischen Hofes, und bei gemeinschaftlicherArbeit deuteten sie durch die Initialen D. 0. ihre Namen an. Manfindet sie auf einer grossen Klippe, welche bei Gelegenheit eines den23. Juli 1676 in Dresden gehaltenen Vogelschiesscns geprägt wurde. Damalsthat die Herzogin Magdalena Sibylla den Moistcrschuss, und sie wurdedaher Vogelkönigin. Tentzcl gibt Tab. 58 No. 2 diese Klippe in Ab-bildung. Die Buchstaben D. 0. stehen auch auf einer Medaille von1690. Sic stellt auf der einen Seite den Schacht bei St. Anna im Erz-gebirge , und auf der anderen Seite die Umgegend vor. Tentzel Ta-fel 68. No. 1.
1276. Zeichen der Münze in Orvieto. Man findet diese Buch-rj <-v Stäben auf päbstlicheu Münzen von 1503 — 1513, und sie be-
• deuten : De Orvieto.
1277. D. Oechslin, Kupferstecher, arbeitete gegen Ende desH Ö 1 Jahrhunderts in Maria Eindsicdeln. Er stach
• _ c " > mehrere Blätter mit Darstellungen aus dem neuen
in Einsie.dlen. ) Testamente , und Heiligenbilder, welche gewöhnlichin verzierten Einfassungen vorkommen. Diese Blätter sind von ge-ringem Werthe, 8 und fol.
1278. E. Donop ist oben unter dem Monogramme No. 1274 ein--~y geführt, und wir haben hier nur beizufügen, dass
/y) _. /} diese Buchstaben auf schönen Zeichnungen mit. £"£ * V' 3*^ Früchten, vierfüssigen Thicreu und Geflügel vor-^C_ S kommen. Sie sind auf graues Papier und in
Wasserfarben ausgeführt. Was man ausserdem über diesen Künstlerweiss, ist bereits gesagt.