Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
490
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490 DMS —DMV. Nr. 1256 — 1258.

Schaft, welche rechts Bäume und Gebäude, in der Mitte vorn einenEseltreiber, und links einen Wasserfall zeigt. Ueber einen Land-schafter dieses Namens finden wir keine Nachricht. Um 1745 lebteaber ein Portraitmaler D. M. L. Court. In dem bezeichneten .Tahrestach P. Tanje das Bildniss des Johannes a Mark Frisius nach ihm.

1888 Fl M CT Vcrgl. die Abbreviatur D. MAR. V.

iäüo. v. m. — i ^. No 1240

1257. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1555 — 1558 intSSS Italien gelebt hat, und mit dem oben No. 1249 eingeführten

j^/\/y Monogrammisteu Eine Person ist. Was von ihm zu halten,ly und welchen Namen man ihm beilegen wollte , haben wir in

E(/\f dem betreffenden Artikel gesagt, und hier bemerken wir daher~^\Z~ nur, dass Zaui, Enc. meth. P. II. Vol. V. p. 194, die ge-"frv\ T gebenen Zeichen auf del Moro Veronese, d. i. Marco±y V' d'Angeli, genannt Torbido del Moro, deuten wollte. Alleindie Manier, in welcher die Blätter mit den beigefügten Monogrammengefertigt sind, widerspricht der Ansicht Zani's. Die Stiche mit diesenZeichen sind steif und trocken behandelt, und haben keine Aehnlich-keit mit .jenen des T. del Moro. Auch ist unser Künstler Kupfer-stecher von Profession , nicht Maler , wie jener, und keineswegs einKünstler von Bedeutung. Man muss ihn zu den Copisten, und viel-leicht auch zu den Händlern zählen , welche Abdrücke von älteren,retouchirten Platten verbreiteten. Er hatte es vornehmlich auf BattistaFranco abgesehen. Nach diesem Meister copirte er die Anbetung, derKönige, oder retouchirte vielmehr eine von B. Franco radirte Platte.Rechts steht nämlich ein Baum, welcher die Spuren der früherenAetzung an sich trägt. Auf diesem Blatte , welches Bartsch im An-hange zum Verzeichniss der Blätter des B. Franco beschreibt, stehtdas punktirte Monogramm. H. HZ. Br. 16 Z. 6 L. Auch nochauf einem anderen Blatte nach Battista Franco kommt das Monogrammdieses Meisters vor. Bartsch beschreibt es No. 73 unter dem Titel desgoldenen Zeitalters. Ein Mann sammelt Baumfrüchte in den Korb,und das Weib neben ihm säugt das Kind. Die Zeichnung wird demGiulio Romano zugeschrieben, die Copie unsers Meisters ist aber nichtgenau, indem sich beim Vergleiche mit dem Originale einige Ab-weichungen zeigen. Letzteres ist ohne Zeichen, 7 Z. hoch, und 9 Z.3 L. breit. Die Grösse der Copie stimmt unsers Wissens überein.Bekanntlich sind die dem B. Franco zugeschriebenen Blätter in derBehandlung sehr ungleich, so dass sie Bartsch (Anleitung zur Kupfer-stichkunde I. S. 202, II. S. 145) in vier Classen eintheilt. Er glaubt,dass dem B. Franco nur die Radir- nnd Aetzarbeit angehöre, undAlles, was mit dem Stichel bewirkt wurde, von anderer Hand herrühre.Es ist möglich, dass die Retouche unserm Monogrammisten anvertrautwurde, da er mit B. Franco gleichzeitig ist. In jedem Falle deutetaber die trockene Behandlung auf keine glückliche Wahl, wenn sie jeauf Rechnung Franco's zu setzen ist. Die gegebenen Zeichen findetman aber auch noch auf anderen Blättern nach B. Franco, dann aufsolchen nach Giulio Romano, und Perino del Vaga.

1258. Unbekannter Kupferstecher oder Zeichner, von dessenDMV ** an< * ' m Catalog Sternberg I. No. 3621 ein in Mantegna's

• * ' Manier gestochenes Blatt beschrieben ist. Es stellt einliegendes Kind vor, welches die Linke auf einen Todtenkopf stützt,und mit der Rechten einen Schädel mit der Schlange hält. Im Grundeist Landschaft eingestochen, und das Ganze umgibt eine Einfassung