Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
488
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MF:

488 DM F. Nr. 1249 — 1250.

VII. Folge von 10 Blättern mit grossen Hängstücken ohne Fi-guren in der Mitte, aber mit angehängten Perlen. Umher sind kleinereStücke. Im Hängwerke des ersten Blattes steht in Majuskeln : In ti-more Ac Charitale Dei \ Daniel Mignot Fecit Hoc | Avgvstac Vindeli-corum | i503. Auf den anderen Blättern ist das Monogramm, esfehlen aber die Nummern. Höhe des Titels 5 Z. 10 L. Br. 5'/ 2 L.Höhe der anderen Blätter 5 Z. 7% —8 L. Br. 3 Z. 10 L.

VIII. Folge von Goldschmieds-Ornamonten mit Vögeln und phan-tastischen Thieren mit Flügeln &c. Mit dem Zeichen. H. 1 Z. 7 L.Breite 2 Z.

Die Zahl dieser Blätter kennen wir nicht. Es kam uns nur eineinziges vor.

1249. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1558 in Italien7T\t s^ gelebt hat. Man wollte das dritte Zeichen, wel-

JJsV'' mmmM ^ -------1 ches auch ohne Täfelchen vorkommt, auf Daniel

aJ Mignot, Daniel Meyer und David Widemann deuten,^ji^^ diese Meister sind aber jünger, als unser Mono-grammist. Das Monogramm Mignot's haben wir oben gegeben, undD. Meyer behauptet No. 1223 eine Stelle. Die Anfänge der genanntenKünstler fallen in eine Zeit, in welcher der Kupferstocher mit demgegebenen Zeichen vielleicht nicht mehr am Leben war. Das Blattmit der vom Dornstrauch verwundeten Venus nach Luca Penni hatdie Jahrzahl 1551}, und aus diesem, sowie aus technischen Gründen,schlicssen wir, dass der Meister DIU V von 1555 No. 1257 mit demTräger des obigen Zeichens Eine Person sei. Er ist kein originellerMeister, nur Copist, welcher auch die von ihm retouchirten Plattenälterer Künstler mit dem Handzeichen versah. Das erste Monogrammfindet man nach Bartsch XV. p. 301 auf einer Copie nach Erica Vico,welche nach der Zeichnung des Parmigiano ein altes Weib vorstellt,wie es stehend die Spindel handhabt. Das Original (B. No. 39) bringtdiese Figur in einem Zimmer, unser Copist fügte aber dafür einenlandschaftlichen Grund bei. II. 7 Z. 3 L. Br. 6 Z. 5 L. — Das imTäfelchen stehende Monogramm, welches schief eingestochen ist, ent-nehmen wir Brulliot I. No. 1538. Das Blatt mit demselben stellt nachLuca Penni's Zeichnung die im Rosenstrauche verwundete Venus vor.Der Originalstich ist von Giorgio Ghisi Mantuano, B. No. 40. DieCopie mit obigem Täfelchen hat die Jahrzahl 155(1, und ist somitnoch bei Lebzeiten des G. Ghisi gefertigt. H. 11 Z. 3 L. Br. 8 Z.Das zweite Zeichen soll ebenfalls auf Blättern dieses Meisters vor-kommen , wir können sie aber nicht beschreiben, da uns die Au-topsie fehlt.

1250. Daniel Mytens, Bildnissmaler aus dem Haag, behauptete

Diyi u ificyx in England in der Zeit vor der Ankunft dos1V1 r iO*o. ^ van j)y C ] c (j eil Ruf eines der ausgezeichnetstenKünstler seines Faches. Er malte die Portraite der Könige Carl I.und Jakob I. , und solche von Notabilitäteu des königl. Hofes. ImHintergründe brachte er gern eine landschaftliche Partie an , und aufirgend einem Stückchen Papier, oder einer Rolle schrieb er den Namender dargestellten Person bei, selten seinen eigenen. Auf einigen Ge-mälden stehen aber die Initialen DM F. Mit der Jahrzahl 1025findet man sie auf dem lebensgrossen Bildnisse des Lord Schatz-meisters Lionel Crafield, Earl of Middlessex, im Schlosse zu Knowlc.In der englischen National - Gallerie befindet sich kein Gemälde vonMytens, dagegen werden in Hampton Court 11 Portraite von ihm auf-bewahrt, darunter jenes des in der Geschichte der Erfindung der Schab-