Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
480
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480 DM. [Nr. 1226.

auf Landschaften einem D. Maas angehöre. Malpe II. p. 50 sprichtsich entschieden für Dirk Maas aus, er behauptet aber ohne hinreich-enden Grund, dass sich das Monogramm auf radirten Blättern diesesMeisters finde. Wir kennen kein einziges Blatt mit dem Monogramme,und glauben auch, dass Malpe, und nach ihm Heller, Immerzeel u. A.ebenfalls keines gesehen haben. Höchstens könnte sich ein Gemäldedes Dirk Maas mit einem ähnlichen Zeichen finden , da Christ ohneeine Vormuthung zu äussern von Landschaften spricht. Uebrigens istdieses Monogramm jenem dos Daniel Mignot nachgebildet, welcherMusterblätter für Goldschmiede damit bezeichnet hatte , aber unsersWissens nur mit Beifügung des Buchstaben F. BciBrulliot I. No. 1645wird das von Christ gegebene Zeichen einem Daniel Lindenmacher zu-geschrieben, unter welchem aber der genannte Schriftsteller mit Kochtden Daniel Lindmeier vermuthet. Christ legt aber dem sogenanntenLindenmacher nicht das obige Zeichen in Vergrösserung. bei, sondernrichtig das auf jenes folgende, aus l) L M. bestehende Monogramm.

Dirk Maas wurde 1656 zu Ilaarlem geboren , und von HendrikMommcrs und Nikolaus Bcrchcm unterrichtet. Man findet Landschaftenmit Thieren in der Weise des Letzteren, besonders aber Pferdestückeund Schlachtbilder in llugtenburg's Manier. Im Künstler-Lcxicon VIII.S. 149 haben wir mehrere seiner geistreichen, und im guten Preisestehenden Blätter verzeichnet, darunter die Reitschule (Le manege),welche gewöhnlich in neun statt in cilf Blättern vorkommt, und danneine Folge von zwölf Blättern mit Soldaten und Pferden unter demTitel: Soldat» et Chevaux dessines et gravis d' apres nalure par TheodoreMaas , se vendent chez II. J'irart , qu. 8 und qu. 4. Auch auf denBlättern der Reitschule steht: V. Maas inv. et fecit., auf keinem Blatteder genannten Folgen kommt aber ein Monogramm vor. Das sehrseltene, im Künstler - Lcxicon nicht erwähnte Hauptwerk stellt denSieg des Königs Wilhelm III. über die Irländer an der Boyne den1. Juli 1690 vor. Von zwei Platten, mit dem Namen dos Künstlers, qu. imp. fol.

1226. Dietrich Monten, Schlachtenmaler, geboren zu Düsseldorf1799, gestorben zu München den 13. Dezember 1843. EinMann von umfassender Bildung des Geistes, vertauschte erden Hörsaal der Universität Bonn mit jenem der Kunst-schule in München, und schlug mit grosser Vorliebe diemilitärische Richtung ein. Die Anzahl seiner grösserenund'kleineren Gemälde ist sehr bedeutend, und darunter gehören vielezu den wcrthvollsten Erzeugnissen ihrer Art. Mehrere Bilder vongrösserem Umfange kamen in den Besitz des Kaisers Nikolaus vonRussland, andere werden in den Cabinetten deutscher Kunstfreundeaufbewahrt. Das erste der gegebenen Zeichen , welches aber auch inschiefer Stellung vorkommt, findet man auf Schlachtbildem und Land-schaften mit Pferden. Das zweite Zeichen in Cursiven steht mit ge-ringer Abweichung ebenfalls auf Gemälden, sowie auf Zeichnungendes Künstlers. In obiger Form begegnet es uns auf der schönen Ori-ginallithographie in II. Kohler's Album der Münchner - Künstler, gr.Fol. Dieses Blatt stellt einen Chevauxlegers-Angriff vor, unter demTitel : Aus dem Augsburger Lager vom Jahre 1(1311. Das grosse Ge-mälde kam in den Besitz des Kaisers von Russland. An dieses Blattreihen wir einige andere Lithographien nach D. Monten, da die Ge-mälde und Zeichnungen zu den Hauptwerken des Meisters gehören,und dieselben im Künstler-Lcxicon IX. S. 422 fehlen.

König Ludwig I. im Familienkreise bei Betrachtung des Gemäldes,welches den Einzug des Königs Otto I. in Nauplia vorstellt. Lith.von G. Bodmer, roy. fol.