Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
462
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462 DK. Nr. 1181.

No. 1177 erwähnt haben. Es gibt solche mit deutschem und mit la-teinischem Text, und die erste erschien 1546 in Strassburg bei WendelHihel. Die Anfänge des Künstlers fallen daher gegen 1545. Diese.lahrzahl, dann mit den Initialen DK. darüber, und einem Laubwerkdarunter, steht auf einem Blatte mit Pflanzen , welches wahrscheinlichin der ersten deutschen Ausgabe des Kräuterbuches sich findet. DerStock wurde aber auch zu V. Cordi's Annotatione» in Verf. Dioscoridis

de Medica materia libros V ------- Argentorati , J. Hihel 15(11, benutzt.

Auf Holzschnitte mit den Initialen DK. und DK (Mfi macht sum-marisch auch Christ (Monogr.-Erkl. S. 165) aufmerksam. Nach seinerAngabc sind sie zu Strassburg bei Iliholn gedruckt, und es kann sichnur um die Abbildungen von Bäumen und Pflanzen im Kräuterbuchedes EL Hock (lateinisch Tragus) handeln. Dann spricht Christ, welchemder Name des Künstlers unbekannt blieb, auch von Holzschnitten mit[). K. in Baseler Drucken um 1550, und von solchen in Druckwerkenvon 1600. Näher geht dieser Schriftsteller nicht ein , er meint abersicher die Holzschnitte in Sebastian Münster's Cosmographie, welchein erster vollständiger Ausgabe 1550 zu Basel bei Henric Petri er-schien, und dann mehrere Auttagen erlebte, bis in das 17. Jahrhunderthinein. Verschiedene Stöcke dieses berühmten Holzschnittwerkes wurdenaber schon früher benutzt, kommen in diesem nur im zweiten Druckevor, und sofort auch in anderen Werken. Die ersten Abdrücke vonPlatten, theils mit den Initialen D K. , theils mit einem aus diesenBuchstaben gebildeten Monogramme , welches wir No. 1173 gegebenhaben, findet man z. B. in Herold's lleijdenwelt. Andere Blätter illu-striren das im Jahre 1557 zu Basel erschienene Chrontcon Prodigiorumac Ostcnlorum von Lykosthenes. Bartsch, P. gr. IX. p. 392, kennt denNamen dieses Meisters nicht. Er bringt die mit D K. bezeichnetenBlätter mit jenen, welche das Monogramm No. 1173 tragen, zusammen,und es ist uns daher nicht ganz möglich, eine genaue Ausscheidungzu treffen. Nach seiner Angabo kommen die von ihm verzeichneten20 Blätter in der Cosmographie des Sebastian Münster, Basel beiHenric Petri 1550, vor. Die Blätter mit Pflanzenabbildungen inII. Bock's Kräuterbuch, Strassburg, W. Rihcl 1546, 1551 ff., kennt ernicht. Dass Kandel alle die mit D K. und dem Monogramme bezeich-neten Blätter selbst geschnitten habe, kann nicht behauptet werden.Auf einigen ist sogar das Zeichen des Formschneiders beigefügt, wiewir unten ersehen. Kandel ist überhaupt nur als Zeichner und Malerbeglaubiget, und wenn nicht alle Blätter von gleichem Werthe sind,ja sogar in der Art abweichen, dass man zwei D. K. zeichnendeMeister annehmen möchte, so fällt diess wahrscheinlich nur auf Rech-nung des mehr oder weniger geübten Formschneiders.

1) Hieronymus Tragus, d. i. H. Bock, Verfasser des Werkes:Kreuller - Huck, darin Unterscheidt , Namen etc. der Kreutler. DurchIlieronimum Hock. Strassburg, Wendel Hihel M.D.LI. , fol. Tragus istunter einer portalförmigen Einfassung dargestellt. Oben hängt eineTafel mit der Schrift: Efpgies Hiero \ nymi Tragi \ Anno Aetalit \suae 48. Unter den Termcn zu den Seiten D. K., wie die ersten Ini-tialen geformt. II. 5 Z. 10 L. Br. 4 Z. 3 L.

Diesem Formschnitte liegt eine sehr gute Zeichnung zu Grunde.Das Gesicht ist grösstentheils mit Punkten bearbeitet, Die Zeichnungist sicher von D. Kandel, da er auch die Pflanzenabbildungen des ge-nannten Werkes gezeichnet hat. Diesen sind auch Figuren und Thiercbeigefügt, so dass der Künstler auf das naturhistorischc Fach nichtallein beschränkt war.