454 DIT. Nr. 1172.
14) Die alte Sängerin, Composition von 8 Figuren beim Kamin.Unten links : J Uassonuille in. f. II. 3 Z. 3 L. Br. 3 Z. 10 L.
15) Per zärtliche Greis, Composition von 13 Figuren, rechts einDudelsackpfeifer. Unten links: ./ Dassonuille in. f. H. 3 Z. 3 L.Br. 3 Z. 10 L.
Dieses , und das vorhergehende Blatt finden wir in R. Weigel'sCatalog der nachgelassenen Sammlung eines der grösstcn KunstsammlerDcutschland's III. No. 1842 als dem Robert - Dumesnil unbekannteGegenstücke erwähnt. Wir finden nicht heraus, ob das eine oder dasandere oben beschrieben ist.
16) Interieur mit 8 Figuren; in der Mitte ein lesendes altes Weib,kl. qu. 4. — R. Weigel's Kunstkatalog No. 10,647.
17) Bauern vor dem Wirthshausc, Composition von 9 Figuren,und ein Hauptblatt, 4. — Weigel's Kunstkatalog No. 4263.
18) Zwei bettelnde Krüppel, 8. — Weigel, 1. c. No. 4261.
Die letzteren Blätter finden wir nirgends genau beschrieben, undwir müssen uns daher mit einer einfachen Anzeige begnügen.
1172. Jobst de Negker, auch de Ncckcr, Deneckcr und Dienecker/> genannt, ist oben unter dem Cursivbuchstaben D No. 901
C \/7C nach seinen Verhältnissen und Verdiensten gewürdigt, und
0 <\ yC . daher beschränken wir uns hier zunächst nur auf die\Cl-£ -*-» Blätter mit den gegebenen Zeichen, welche sicher diesemtJ Meister angehören. Bartsch P. gr. VII. p. 243 sagt, Jost
de Negker, angeblich von Nördlingen, habe nur ein einziges Blatt mitseinem Zeichen versehen , nämlich mit dem ersten. Ks ist diess derHolzschnitt nach Hans Burgkmair , welcher den hl. Sebastian an derSäule unter einer Arkade vorstellt. Rechts unten steht: IT. BURGMAIR,und links 1512. H. 5 Z. 10 L. Br. 2 Z. 8 L. Höhe mit der Ein-fassung 7 Z. 10 L. Br. 5 Z. 8 L. Bartsch beschreibt dieses BlattNo. 25 , er ist aber im Irrthum, wenn er keinen zweiten Holzschnittmit J. de Negker's Zeichen annimmt. Wie in zweiter Reihe gegeben,kommt es auf den frühesten Abdrücken des 70stcn Blattes im Thcurdank(Tewrdank), Augsburg 1517, vor, und zwar mit dem Monogramme desHans Schäuffclin in einer Linie. Auf dem Blatte No. 100 desselbenMeisters gibt Bartsch selbst diese Signatur an, aber in folgender Weise:tie Jt n. Dieser Holzschnitt stellt einen nach rechts schreitendenFähndrich, und im Grunde Landschaft vor. Unten gegen rechts stehtSchäufelin's Monogramm auf einem Täfelchen, und links de Negker'sZeichen. H. 7 Z. 8 L. Br. 5 Z. Bartsch sagt auch, dass J. de Negkereinige der vielen nach Zeichnungen von Hans Burgkmair geschnittenenBlätter mit seinem Namen bezeichnet habe, er unterlässt es aber zu-weilen, denselben im Verzeichnisse der Holzschnitte Burgkmair's anzu-geben. Diess ist mit dem grossen Formschnitte No. 19 der Fall,welcher Christus am Kreuze zwischen den Mördern , und am Fussedesselben die Getreuen des Heilandes vorstellt. Bartsch spricht nurvon den Buchstaben //. B. unten in der Mitte, das Blatt hat aber auchdie eingeschnittene Adresse: IOBST DE NECKER FORMSCIINETDERZW AUGSPURGH. Unten im Rande steht: Herr Jesu Christe, der du —und in einem Cartouche: MI) XXVI. Dieses Formschnittwork bestehtaus acht Blättern. H. 32 Z. und 3 Z. Rand. Br. 24 Z. Auf demBlatt No. 40 von IT. Burgkmair, welches eine Todtentanzscene enthält,gibt es sogar Abdrücke mit verschiedenen Adressen des J. de Negker.Einmal ist sie am Rande eingeschnitten, wie folgt: JOST DE NEGKERZU AUGSPURG. Auf anderen Abdrücken ist die Adresse ohne Orts-