384 D B. Nr. 972 - 975.
Bartsch No. 18 bemerkte unten in der Mitte die Initialen I.B.M.,und im spateren Drucke soll nur /. B. stehen. Es ist uns hier nichtmöglich, vollkommenen Bescheid zu geben, da wir weder Bartsch, nochBermann eines Irrthums beschuldigen können. In jedem Falle handeltes sich aber um den Maler Jan Vermeyen, genannt Barbalunga. DieserMeister wird auch J. Majus genannt, und somit würden die Buch-staben /. II. M. Johannes linptista oder J. Barbalunya Majus bedeuten.Die Buchstaben /. II. müssten sich auf denselben Barhmga beziehen,und wenn im alten Drucke wirklich I). B. steht, so ist Disegno Barba-lunga zu lesen. Jan Vermeyen hat nämlich den Zug über die Elbegemalt, und dem E. Vico lag wahrscheinlich dessen Zeichnung vor.Bartsch vermuthet unter /. B. M. den Johannes Baptista Mantuano alsMaler des Schlachtbildes, welchen wir nicht dafür nehmen können.
972. Unbekannter Maler, welcher im 17. Jahrhundert gelebt zu•p\ n haben scheint. Wir kennen ein architektonisches Bild mit
D. B., die Ansicht einer Ruine mit Säulengang und einemGrabmale.
973. Domenico Bonnavera von Bologna, welcher diese Buch-t") D Stäben auch zum Monogramme verband, wie wir unter B D.
' No. 1752 gezeigt haben, bezeichnete auf solche Weise dasBildniss des Jean de la Valette, Grossmeisters von Malta, gr. fol.Dieses seltene Blatt schreibt Heineckc irrig dem Dominique Barrierezu, und Hubcr VII. S. 200 zählt es daher ebenfalls im Verzeichnisseder Blätter Barriere's auf. Es ist frei und kräftig in Sciaminossi'sManier radirt, und mit der Schrift versehen: lllustr. et reverend. Fr.Joh. de Valetta , Sacr. Hier. Magnus Magister Melitae defensor etc.MDLXV. — In Venetia aüa libreria de S. Marco ü. B.
974. Daniel Boutemie, Goldschmied und Kupferstecher, welcherTTj g um 1636 in Paris lebte, scheint der Verfertiger von kleinen,
' D B. bezeichneten Blättern mit Goldschmiedsverzierungen zuseyn. Brulliot II. No. 562 schreibt sie dem Theodor de Bry zu,dieser Künstler zeichnete aber immer T. B. Wir kennen nur ein ein-ziges Werk, auf welchem er sich Dietrich von Bry nennt, so dass erallerdings auch D. li. signirt haben könnte. D. Boutemie hinterliesseine Folge von Blättern mit Vasen. Dann stach er auch sein eigenesBildniss, und das Portrait der Virginia del Vezzo in Medaillon.
Ein um 1650 in Strassburg lebender Kupferstecher D. Brun istebenfalls durch Bildnisse bekannt. Seine Blätter sind von jenen desBoutemie zu unterscheiden.
975. Dirk Barentsen soll nach einer handschriftlichen Bemerk-T\ tj ung des bekannten Kunsthändlers und Kupferstechers Ma-
* riette mehrere Landschaften im Geschmacke Tizian's radirt,und mit D B. bezeichnet haben. Man findet Blätter dieser Art, siesind aber nicht von Theodor Barentsen , sondern von Dominique Bar-riere radirt, welcher weiter unten unter [). B. seine Stelle findet. DirkBarentsen, der Sohn des Barent de Dowe (des Tauben), und dahergewöhnlich Barentsen, d. h. Sohn des Barent genannt, wurde 1534 zuAmsterdam geboren, und starb 1592. Er lebte zu Venedig mehrereJahre im Hause Tizian's , und desswegen verfiel Mariette auf ihn, dadie mit D. B. bezeichneten landschaftlichen Compositionen im Charakterdieses Meisters behandelt sind, aber wohl nicht von ihm herrühren.Constantin Malombra hatte sich als Landschaftszeichner ganz die Ti-zian'sche Weise angeeignet, und nach ihm hat vielleicht Dom. Barriere