Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
362
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362 DB. Nr. 944 — 946.

kommt die Schrift der zweiten Zeile vor. Eine Folge von sechsRadirungen hat den Titel: Sogetti diversi tralti della Storia e dallafr'avola. Mit Pedication an die Gräfin Durazzo, qu. fol. Eine andereFolge mit heroischer Staffage, und landschaftlichen Hintergründen mitArchitektur, ist dem Grafen Durazzo gewidmet, kl. fol. In derselbenWeise bezeichnet, sind ferner die Blätter einer dritten Folge : DiversportTai(l gravi» ä ieau-forte et dedies u Mr. Dominique Corvi peintrecelebre par Jean David Oenois son Eleve ä Vertue 17715. Diese zwölfBlätter enthalten halbe Figuren und Kniestücke im venetianischenCostiimc, kl. fol.

944. Unbekannter Kupferstecher oder Zeichner, dessen Lebens-/TTl zeit die beigefügte .Jahrzahl angibt. Nach Urulliot I. No. 893VtL findet man dieses Zeichen auf einem Kupferstiche, welchertttl einem französischen Meister anzugehören scheint. Das Blattstellt die Kreuztragung vor. Der Heiland kniet mit dem Kreuze nachrechts gewandt, wo Veronika, ebenfalls auf den Knicen, das Schweiss-tuch mit dessen Antlitz hält. Hinter ihr steht der Henker, welcherden Herrn am Stricke führt, und eine grosse Anzahl von Soldatenschliesst sich an. Das Zeichen steht unten rechts, und das Bild um-gibt eine leichte Bordüre. Höhe mit dieser 2 Z. 8 L. Br. 4 Z.

Den Zeichner oder Stecher dieses Blattes kennt man nicht, esgehört aber wahrscheinlich einem derDuBreuil an. AntoineDu Breuilwar um 1588 thätig, und gleichzeitig lebten Louis und ToussaintDu Breuil. Alle drei waren Historienmaler. Sie arbeiteten in derWeise der Schule von Fontainebleau, und auch das erwähnte Blattsoll den Charakter derselben verrathen.

945. Hendrick van der Borcht soll nach Bryan IL pl. 1 derTräger des gegebenen Zeichens seyn. Es lebten aber zweiKünstler dieses Namens, Vater und Sohn, welche sich jedochgewöhnlich eines aus ADR bestehenden Zeichens bedienten,

wie I. No. 412 zu ersehen ist. Hier scheint es sich aber um denjüngeren Hendrick van der Borcht zu handeln , wenn nicht um einenbisher unbekannten N. v. d. Borcht, welcher der Bruder desselbenseyn könnte. IL v. d. Borcht kam 1636 in die Dienste des Grafenvon Arundel zu London. Hier imitirte er die Zeichnungen des Par-migianino, welche unter folgendem Titel erschienen: Libretto di diversefigurine disegnale da Francesco Parmesano, e conservate nella CollezioneArondeliana. Ilenr. van der Horcht' fecit Hi.'ifi. Folge von 13 Blättern, 4.Nach Parmesano arbeitete aber auch ein N. van der Borcht. SeinenNamen trägt ein Blatt mit reitenden Männern. IL 5 Z. 4 L. Br. 7 Z. 9 L.üiess ist ungefähr die Grösse des erwähnten Libretto, und somitkönnte der fragliche Künstler mit Hendrick van der Borcht in Be-rührung gekommen seyn. Das obige Monogramm kann in die Buch-staben JV V D It zerlegt werden. Man wird weniger vorsucht H V D Bzu lesen.

946. J. c R. Du Boys, Historienmaler, war um 1624 in CölnTVD thätig, indem in den Kirchen dieser Stadt Werke von seinerL) D Hand sich finden. Merlo, Kunst und Künstler in Cöln S. 56,zählt einige auf, und darunter eine Anbetung der Könige in lebens-grossen Figuren, welche 1843 aus der Kirche zum Pesch (St. Mariain pasculo) in den Dom gebracht wurde. Das Monogramm scheintaber mit dem Namen verbunden zu seyn.