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2 (1860) CF - GI
Entstehung
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360 D A P - D A R. Nr. 938 - 940.

das Zeichen bei Brulliot genau ist, woran wir aber zweifeln. Wirkennen nämlich dieselbe Darstellung, auf welcher aber das Monogrammdeutlich aus DA besteht, wie oben No. 918 zu ersehen ist.

938. Formschneider und Zeichner, welcher im Atelier des Malersj)A Hugo Bürckner zu Leipzig thätig ist. Es handelt sich um zwei/JPv Künstler, da die Buchstaben D A. auch ohne P vorkommen.'i-' Das gegebene Zeichen findet man auf einem Holzschnitte mitder Begräbniss des heil. Joseph in folgendem Werke : Hans llolbeirisAlles Testament in fünfzig Holzschnitten, getreu nach den Originalen copirt.Herausgegeben von Hugo Bürckner, mit einer Einleitung von I). F. Sotzmann.Leipzig 11150, 8. Dasselbe Zeichen, nur der Ring mit einem Steineversehen , steht auch auf einem Holzschnitte nach Adolph Schrödter,welcher den Eulenspiegel vorstellt, wie er dem Kürschner die Katzeim Hasenbalg verkauft. Dieses Blatt wurde 1841 für eine projektirteillustrirte Ausgabe des Eulenspiegel geschnitten, welche aber nicht zuStande kam. Im deutschen Jugendkalender von L. Bechstein und HugoBürckner, Leipzig, G. Wigand 1854, ist die Platte abgedruckt. Imdeutschen Jugendkalender von 1850 findet man Holzschnitte mit ü Aohne den Ring mit P.

939. Jean Daret, Maler und Radircr, ist nach seinen Lebens-^ar^jf. Verhältnissen unbekannt, und auch seine Gemälde scheinenfäa, ' ' verschwunden zu seyn. Nanteuil nennt ihn auf dem Bildnissedes Jean de Mesgrigny, Präsidenten des Parlaments in Toulouse, einenProvencalen, und auf dem 1663 von Pitau gestochenen Bildnisse einesCamille oder Cornille de Lillii de Camerino wird Brüssel als seineVaterstadt angegeben. Robert-Dumesnil, P. gr. fr. I. p. 227 glaubt,der Künstler sei in der Provence, vielleicht in Aix geboren. DieserSchriftsteller beschreibt neun radirte Blätter von J. Daret. Im Ge-schmacke des Guido Reni gezeichnet, und sehr sicher mit der Nadelbehandelt, stellen sie die sieben Haupttugenden unter weiblichen Fi-guren vor. Das Titelblatt zeigt einen Genius , welcher einen Schildmit der Schrift hält: Hyeroglifigues Des Vertus Theologalles et CardinalesInuentees et grauees par Jean Daret peintre , pour preuues deau fort.A Aix En Provence 1650. Das zweite Blatt enthält die Dedication anRille. Marguerite Daret auf einer von einem Kinde gehaltenen Schrift-tafel. Auf fünf Blättern mit den allegorischen Figuren der Tugendensteht: Daret f., und zwei andere tragen obige Abbreviatur. Jenes mitDari f. stellt die Justitia, und das mit i)a' die Klugheit vor. R. D.No. 6 und 7. H. 4 Z. 2 — 3 L. Br. 2 Z. 3 — 5 L.

940- DaTio Varotarl erscheint hier als Sohn und Enkel, undDarius filius sculp. 1 daher sollte man glauben , dass es

Darius Var. Nepos scu. 1 ? ich " m ™°l Kü " stler dieses Namens

n i/ *c • > ... _ ,1 handle, welche aber von den früherenVar. Var. efligtavtt et sculp. | Schriftstellern nicht genau unterschiedenwurden. Man findet zwar in den Künstlerverzeichnissen zwei DarioVarotari eingetragen , dem älteren von diesen gehört aber keines derradirten Blätter mit obiger Schrift an. Dario Varotari, das Hanpt derFamilie, war Maler und Architekt, wurde 1539 zu Verona geboren,und starb 1596. Sein Sohn Alexander wurde 1590 in Padua geboren,und führte daher den Beinamen II Padovanino. Dieser Künstler hatteeinen Sohn Namens Dario, welcher als Maler auch radirte Blätterhinterlassen hat. Er war nie verheirathet, und starb kinderlos 1650.Ihm gegenüber tritt aber auch ein Arzt und Dichter Dario Varotariauf, welcher Bildnisse in Giorgione's Weise malte. Er ist jünger, als