Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
358
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358 DA F. Nr. 930 — 932.

hat von ihm eine Folge von Blättern mit Büsten römischer Kaiser inreich verzierten Nischen nach Zeichnungen des Malers Lambert vanNoort, fol. Diese Büsten sind schön gestochen. Man findfit deren we-nigstens sechs: Nerva, Iladrian , Caracalla, Commodus , Vitellius undIleliogabalns, von 1-6 nnmmcrirt.

930. Unbekannter Verleger, welcher in der frühem Zeit des\- r ^~ i 16. Jahrhunderts in Italien lebte. Brnlliot 11. No. 559 hält

J)AF ihn für einen Kupferstecher, und für Eine Person mit demMonogrammisten LA F., welcher unter dem nicht erwiesenen NamenLuca t'iorenlino bekannt ist. Allein das Blatt mit den Initialen DA F.ist von den Stichen des angeblichen Luca Fiorcntino so verschieden,wie rohe Fabi'ikwaare von sehr schönen, fein behandelten Kunstsachen.Die Blätter mit L A F. sind nämlich roh und unbeholfen im Stiche, inder ungeregelten Weise des Robetta behandelt, doch noch geringer anVerdienst, als die Erzeugnisse des letzteren. Das Blatt mit D A F istdagegen sehr schön, und so sehr in der Art des Francesco Francia,data unter d«n Kennern kein Zweifel obwaltet, dass es nur von Franciaselbst gestochen sein könne. Im ersten , sehr seltenen Drucke ist es,wie alle Blätter desselben , ohne Zeichen , und daher kann man mitSicherheit annehmen, dass die Platte in die Hände eines Händlerskam, welcher dann die Initialen DA F. aufstechen Hess. Die Exemplaredieser Art sind aber noch seltener, als jene ohne Zeichen. Der Kunst-händler Woodburn bezahlte 1824 für den Abdruck des Cabinet Sykes10 L. 10 Seh. Dieses Blatt stellt die hl. Jungfrau mit dem Kinde, aufeiner Art Picdestnl sitzend, vor. Links kniet St. Franz mit auf derBrust gekreuzten Händen, und rechts St. Anton. Ersterer hält dasKreuz in der Linken, letzterer eine Lilie. Um das Haupt der Mariaund des Kindes ziehen sich Aureolen. Rechts und links in der stei-nigen Landschaft des Grundes stehen Häuser, und auf dem in derMitte sich hinziehenden Flusse schwimmen zwei Kähne. Unten amPiedestal, auf welchem Maria sitzt, stehen die Buchstaben DA F.H. 9 Z. 5 L. Br. 8 Z. 3 L.

931. David Altenstetter, Goldschmied von Augsburg, nimmt unterJ~\ A V ( ^''" '' ;ls(l ' ust um 1600—HH6 lebenden Werkmeistern

-L». r\. F . (]j e st e ]i e eines Künstlers ein. Fr hatte Theil an derAusführung des sogenannten Pommer'schen Kunstschrankes in der Kunst-kammer zu Berlin, des merkwürdigsten Werkes dieser Art, welchesder gesammte deutsche Kunstbetrieb hervorgebracht hat. Der Schrankwurde im Auftrage des Herzogs Philipp II. von Pommern zu Augsburgangefertiget, und 1616 vollendet. Ausführlich beschrieben ist er inDr. Kugler's Beschreibung der k. Kunstkammer in Berlin S. 178 ff.Von Altenstetter sind die Flächen des Mittelstückes; verziert. Sie ent-halten silberne Schilde, auf denen gravirte und mit bunten Emailfarbenausgefüllte Darstellungen angebracht sind. Es sind diess die Emblemeder Elemente, des Tages und der Nacht, umgeben von einem Reich-thuinc kleiner Arabesken, die im Einzelnen recht ansprechende phan-tastische Bildungen (Mithalten. Die Buchstaben D. A. F., die sich aufihnen vorfinden, deuten den Namen unsers (loldschniiedcs an. Ein imSchranke vorhandenes (ieinälde enthält die Bildnisse aller Künstlerund Handwerker, welche an der Ausführung des Werkes Theil ge-nommen haben. Es sind ihre Namen beigefügt, und daher ist dieDeutung der Initialen möglich.

932 Damiano Gafori von Novara gehört zu den berühmtestenDAMIANUS DE NOVARA. Miniaturmalern und Calligraphen

• Italiens. Er war von 1510 bis