356 DA. Nr. 919-924.
919. Unbekanntes Zeichen, welches auf einem Kupferstiche nach/jJP Rosso Rossi vorkommt. Dieses Blatt stellt die Verkündigung
Cjü! Maria vor, und ist im ersten Bande unter CAF No. 2212 be-schrieben. Man kann nämlich auch diese Buchstaben herauslesen.Brulliot I. No. 199 möchte das Blatt dem Gaspar ab Avibus beilegen,da man auch die Buchstaben GAF' vcrmuthen kann. Andere verfielenauf Jacques Androuct du Cerccau, so dass also das Zeichen aus ADCbestehen müsste. Duccrceau wäre aber nur als Vorleger zu betrachten,nicht als Stecher der Vorstellung. Das Weitere siehe an der bezeich-neten Stelle unter CAF. Man wird wohl eher ein C herausfinden,als ein verkehrtes D. Ferner steht die Deutung auf GAF, und den-noch scheint Gabriel Fesis als Zeichner oder Verleger ebensoviel An-wartschaft zu haben, als die genannten Meister.
920. Unbekannter Kupferstecher oder Goldschmied, welcher um(-t\ 1525 thätig war. Nach der gefälligen Mittheilung des HerrnM^ Börner findet man diese Initialen auf einem unbeholfen gestoch-enen Duodezblatte mit dem Bildnisse einer Barbara Keczlin. Es istin einem Ovale vorgestellt, welches auf einem Sockel an der Wandruht. Unter ersterem ist das Wappen angebracht. Im Rahmen desBildnisses steht die verkehrte Umschrift: BARBARA KECZLIN A.MDXXV. Da nun diese Schrift verkehrt erscheint, so muss man auchA ü, wenn nicht A P lesen. Ucber das Alterthum des Blattes könnenwir nichts bestimmen, und daher bleibt es dahin gestellt, oh derAbdruck von 1525 datire. Die Platte scheint ursprünglich nicht zumAbdrucke bestimmt gewesen zu seyn, da die Schrift auf dieser regel-recht eingestochen war.
921. Daniel Arcionl, Goldschmied von Mailand, soll durch dieset-\ \ Buchstaben seinen Namen angedeutet haben. Man findet im
Cabinet Malaspina di Sannazaro zu Padua den Abdruck einesNiello, welches ein Muster zu einem mit Arabesken verzierten Messer-heftc gibt. H. 3 Z. 6 L. Br. 8 L. Dieses höchst seltene Blatt schreibtDuchesne (Essai sur les nielies p. 293) dem Goldschmied D. Arcioniaus Mailand zu, er bestimmt aber die Lebenszeit seines Orßvre-nieUeurnicht. Blätter dieser Art sind allerdings von alten Goldschmieden so-wohl in Italien, als in Deutschland ausgegangen, und somit mag DanielArcioni einstehen. Weitere Notizen haben wir nicht über diesen Künstler.
922. Zeichner oder Formschneider, welcher im Atelier des Hugorj * Bürckner in Leipzig thätig ist. Ueber die Blätter dieses Künstlers
' handeln wir unten unter ü A F. No. 938. Der letzte Buchstabekommt in einem Ringe vor.
923. A. L. d'Argens , Emailmaler und Kupferstecher, war um>~\) a r 1795 — 1815 > n Stuttgart thätig. Er radirte mehrere
o c/6 de. Blätter, und stach auch solche in Kupfer, meistens fürBuchhändler. Auf einigen findet man die gegebene Signatur. Nichtohne Verdienst ist das radirte Blatt, welches ein Mädchen mit demBuche vorstellt.
924. Abraham de Brnyn, der muthmassliche Träger diesesJ J-V Zeichens, ist im ersten Bande No. 409 eingeführt, und wirOäV verweisen daher auf jenen Artikel, da dort das Blatt mit
,T7> .IT- diesem Monogramme beschrieben ist, nämlich die Copie mitden drei Bauern nach A. Dürer. B. No. 86. Brulliot und Hellerbringen das Zeichen unter D AB . und somit folgt es in derselbenOrdnung, obgleich auch CAB gelesen werden kann.