Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
325
Einzelbild herunterladen
 

C W. Nr. 839 — 844. 325

stehen die zweiten Initialen mit Inu. auf kleinen Landschaften undMarinen, welche eine Folge von 12 Blättern bilden, mit der Adresse:H. I. Roy ex. Der genannte Schriftsteller schreibt diese Folge demNicolaus Vischer zu, und wird sie wohl gesehen haben. C. van Wie-ringen hat aber selbst in Kupfer radirt. C. W. fecit steht auf einemradirten Blatte, welches eine Schiffswcrfte vorstellt. Links sind Mauern,und Soldaten und Kriegsmaterial worden eingeschifft, qu. 4. Diesesseltene Blatt scheint zu einer Folge zu gehören. C. van Wicringensoll nämlich eine Folge von ungefähr acht Blättern radirt haben, derenim Künstlcr-Lcxicon XXI. S. 395 beschrieben sind.

839. Georg Christian Wilder, Zeichner und Kupferstecher, geb.nl/t/T* zu Nürnberg 1794, war Schüler von A. Gabler daselbst, undL.lf/ea. k e g a b sich 1819 zur weiteren Ausbildung nach Wien , wo derKünstler eine grosse Anzahl von architektonischen und landschaftlichenAnsichten zeichnete. Viele derselben hat er im Kupfer radirt, unddie Blätter dieser Art sind ebenso schön , als geistreich behandelt.Wir haben im Künstler - Lcxicon XXI. S. 440 gegen 50 Blätter ver-zeichnet, und hier geben wir als Zusatz jenes, auf welchem obige Ini-tialen vorkommen. Dieses seltene radirte Blatt stellt einen stehendenLeyormann vor. Rechts nach unten: C. W. fec. Wien 1(119, 8. Eswerden sich wohl noch andere Blätter mit C W. finden. Sie dürfenaber nicht mit jenen des 0. Wiessncr verwechselt werden.

840. Gottlieb Wolfgang, Kupferstecher, welcher um 1700—1720

in Augsburg thätig war, scheint unter diesen Initialen seinen°** Namen angedeutet zu haben. Man findet sie auf dem Titelknpferder Apes Benediclinae. Auguslae Vindelicorum 1716, 8. Dieses Blattstellt den heil. Benedikt in einer Grotte vor , wie er zur Seite einesSteinblockcs sitzt, auf welchem ein Todtenkopf und ein Krug steht.Unten liest man: JVon violae mitesque rosae etc. G. Wolfgang arbeitetefür Ruchhändler, leistete aber nur Geringes.

841. Christoph Wilhelm Bock , Maler und Kupferstecher von/^Vi Nürnberg, deutete durch dieses Zeichen seinen Namen an. Man<2£T findet es auf dem von Ambros Gabler gestochenen Titelblatte desersten Thciles von Tyroff's Wappenwerk. Nürnberg 1791, gr. 4. Bockmalte viele Bildnisse , und stach deren auch in Kupfer. Auch histo-rische Vorstellungen und Landschafton brachte er in Kupfer, wirwissen aber nicht, ob er noch auf einem zweiten Blatte in obigerWeise seinen Namen zum Räthsel gemacht hat. — Ch. W. Bock starb1830 in einem Alter von 82 Jahren.

ftd9 C \KJ n Tl /' steht auf einem radirten Blatte mit deroi&. ^. vv. ü. u. /. AllbctunR der 31^0 kl . 4 . j)^^

Blatt ist von Bart. Weiss, welcher es dem berühmten G. W. E. Dietrichunterschieben wollte. Vergl. auch den Artikel unter C. W. E. D.

843. unbekannter Kupferstecher, welcher im 16. Jahrhundertepi vy p in Deutschland lebte. In Frenzel's Catalog der Samm-V« vv • V> i un g des Grafen Sternberg - Ma.mlerschcid II. No. 1374wird ein Blatt angegeben , welches den Heiland mit der Dornenkronevon zwei Engeln angebetet vorstellt. Der eine von diesen hält eineLanze. Oben links steht nach Frenzel das Monogramm C. W. C., ergibt aber nur die einzelnen Buchstaben, 4.

844. Wenzel Jamitzer, auch Jamnitzer, Jamiczer, Jam-niezer, und irrig Gamniczer genannt, Zeichner und Gold-

^V^ Schmied, wurde 1507 in Wien geboren, 1534 zu Nürnberg als-^v- Bürger aufgenommen, und daselbst 1585 auf dem St. Sebaldcr