Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
308
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308 CVP - CVQ. Nr. 796 — 798.

Die kleinen Zeichen der ersten Reihe findet man auf Blättern mitBüsten von Männern und Frauen, Ovale in 12. Sie kommen wahr-scheinlich in einem Werke vor, vielleicht in folgendem : I.es abus dumanage, Misbruick des Iluwlycx. Mit 50 männlichen und weiblichenBrustbildern in Medaillons, nebst holländischen, englischen und fran-zösischen Versen, qu. 8. In der ersten, sehr seltenen Auflage ist Jahrund Druckort nicht angegeben. Die späteren Exemplare haben dieJahrzahl iOM , so dass die Bildnisse von dem jüngeren C. de Passeherrühren müssten, was aber nicht der Fall ist. Das vierte und fünfteZeichen, das erstere auch mit dem Beisatze excu., findet man auf6 Landschaften nach Hans Bol, welche mit Scencn aus der Parabelvom verlornen Sohne staffirt sind , kl. qu. fol. Das fünfte Zeichensteht auch auf einem Blatte mit der halben Figur des hl. Bruno,unten mit dem Wappen der Stadt Cöln, 4. Das sechste Monogrammist dem Blatte mit dem Bildnisse des Bürgermeisters Johann von Lys-kirchen in Cöln aufgestochen, 8.

796. Cornelis van Poelenburg bediente sich zur Bezeichnung

C-r t p . seiner Gemälde gewöhnlich der Initialen C. P.,

• * ■ *-• \ und C. P. F. , und daher haben wir unter C. P.

C. V. P. pinxit. ( No. 535 bereits über ihn gebändelt. Mit C. V.P.' zeichnete er nur selten. C. V. P. pinxit stehtauf einem von J. G. Bronehorst radirten Blatte, welches die halbeFigur der Madonna mit dem Kinde vorstellt. Die Buchstaben ./. 0. B.fecit 1(130 beziehen sich auf Broncborst. Oval. II. 6 Z. 1 L. Br. 4 Z. 8 L.

797. Crispln de Passe behauptet oben No. 795 eine ausführ-liche Stelle. Hier handelt es sich nur um ein einziges Blatt,welches die Charitas vorstellt, nach der eigenen Compositiondos Meisters, gr. 8. Unter dem Monogramm VCP werdenwir weiter über diesen Künstler handeln.

798. Crispin van den ftueboorn oder aueboren, Maler und Kupfer-X!(7) . Stecher, wurde gegen 1600 im Ilaag geboren, undV> L V, / G) z Sv//c. machte sich daselbst durch zahlreiche Blätter bekannt,(Zrf) w--» worunter die Bildnisse grösstenthcils von entschiede-Jy^ .,^b nem Werthe sind. Einige beurkunden einen glück-lichen Sinn für malerische Behandlung. Der Nadel bediente sich aberQuehoren sehr sparsam, da er den Stichel in seiner vollen Gewalthatte , und mit diesem jede zarte Schneidarbeit unternehmen konnte.Seine Blätter sind daher durchschnittlich zart gestochen. Zu denHauptwerken gehören die Bildnisse, welche in der Regel sehr lebendigaufgefasst sind, besonders wenn der Künstler unmittelbar nach derNatur gezeichnet oder gemalt hatte. Diess ist namentlich mit demgrosso Bildnisse dos Grafen Heinrich Mathias von Thurn - Valsassinaund Creutz der Fall, nach dem eigenen Gemälde des Künstlers von1624. Meisterhaft behandelt sind auch die Bildnisse des Königs Fried-rich von Böhmen und seiner Gemahlin Elisabeth von 1622, des KönigsWillem I. von Oranien, der Königin Elisabeth von England mit derKrone 1625 (sehr selten), des Churfürsten Friedrich Wilhelm v. Branden-burg und seiner Gemahlin Elisabeth von Oranien , beide nach Hont-horst, des Admirals M. H. Tromp nach S. de Vlicger u. s. w. Diehistorischen Blätter dieses Meisters sind von untergeordnetem Belang,abgerechnet das grosse radirte und gestochene Blatt mit der GeburtChristi nach II. van Baden (Baien). Auf kleineren Bildnissen, undauf vielen Blättern, welche C. van Quehoren für den Buchhandel ge-stochen hatte, findet man das Monogramm in der gegebenen Form. Aufandern Stichen erscheint das C im V, so dass wir VCQ lesen müssen.

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JvJ.