Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
304
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304 CVK —CVN. Nr. 790-793.

Periode ab, als sie den Vergleich mit den Erzeugnissen der jüngerenGeneration nicht aushalten. Viele Gemälde und Zeichnungen tragendie Buchstaben der ersten und zweiten Reihe , doch kehren sie nichtstereotyp auf allen Bildern wieder. Kräftiger oder feiner gezogen,auch in anderen Intervallen ist zuweilen auch die Jahrzahl beigefügt,mit der Anzeige des Monats darüber. So ist z. B. an das p. derzweiten Reihe W/iti'21 gefügt. Auf anderen Gemälden stehen dieBuchstaben Hdk, hdkf., V.ll.d.k, oder Vhdk. Die Buchstabender dritten und vierten Reihe kehren mit geringer Abweichung aufden radirten Blättern des Künstlers wieder. Fünf dieser schönenBlätter stellen Thicrc vor, mit den Jahrzahlen i«2.5, ill.il u. 1H32.Kin sechstes, der Postillon mit seinem Pferde, ist mit hdk f. bezeichnet.Im Künstler-Lexicon sind diese Radirungcii beschrieben. Im drittenHefte des Münchner Albums von H. Köhler 1839 ist eine Original-Lithographie, Soldaten auf dem Marsche vorstellend, qtt. fol. F. Hohehat mehrere Gemälde lithographirt.

790. C. v. Kettenschop heisst nach Brulliot I. No. 1353'>• derTräger dieses Monogramms. Nach der Ansicht dieses Schrift-stellers scheint er der Schule Rcmbrandt's anzugehören , da

die radirten Blätter Kcttenschop's in der Weise desselben behandeltsind. Auf solchen Blättern soll das Monogramm, und auch der Namedes Künstlers stehen. Wir haben aber nie eine Radirung von derHand dieses Meisters gesehen, und in keinem der vielen uns zu Gebotstehenden Cataloge eine solche beschrieben gefunden. Kcttenschop'sBlätter müssen daher zu den Seltenheiten gehören.

791. Cornelius van Kyck malte in der ersten Hälfte des 17. Jahr-en V K hunderts militärische Scenen, meistens wie sie in Wacht-

' stuben, Schenken und auf Vorposten vorfallen. SeineWerke sind nicht häufig, und mögen auch unter einem andern Namengehen, da die wenigsten bezeichnet sind. Er ist überhaupt wenig be-kannt, so dass man in den früheren Künstlorverzeichnissen vergebensnach seinem Namen sucht. Kyck verdient aber bekannt zu seyn, daseine Bilder von grosser Wahrheit, und von kräftiger, wenn auchetwas dunkler Farbe sind.

792. Christian von Loh, Münzmeister in Oels von 1699— 1717,p Y r zeichnete Münzen mit den Initialen des Namens.

Auf Weimar'schcn Münzen von 1616—1620 sind dieseBuchstaben incinandcrgestellt, und beziehen sich auf den MünzmeisterCyriacus von Lehr.

793. Gornelis van Noorde , Maler und Kupferstecher, geborenCVN zu IIaarlem dcn Wi März 1731, gest. den 16. October 1795.r*\/ A/ 3 Schüler von F. Decker und T. H. Jelgersma, machte er*-' V-/V • sich weniger durch Gemälde, als durch schöne Zeichnungenbekannt. Er widmete auch die meiste Zeit dem Unterrichte, und zudiesem Behufe arbeitete der Künstler mehrere Vorlagen aus, welchenach und nach ein Zoichntings-Imitationswerk bildeten, dessen Bestand-teile wir bei der Bearbeitung des Artikels im Künstler - Lexicon X.S. 264 nicht genau kannten , so dass wir hier die Blätter kurz ver-zeichnen, da R. Weigel im Kunstkatalog No. 20,748 die Anhaltspunktegibt. Dabei ist auch auf die Manier hingewiesen , in welcher irgendein Blatt behandelt ist. Selbst ein Holzschnitt findet sich darunter,nämlich das Bildniss des C. van Noorde, No. 1, und das TitelblattNo. 21 des Verzeichnisses. Nur ein Theil der Blätter ist mit den