CVE —CVF. Nr. 780 — 783. 301
und es dürften ausserdem nur wenige Bilder mit demselben vorkommen.Everdingen malte mehrere Genrebilder, auch Bildnisse , und etlicheLandschaften. Es offenbart sich darin ein sehr verständiger Zeichner,und ein eben so tüchtiger Colorist. Im Museum zu Brüssel ist einGemälde, welches eine Dame vorstellt, wie sie vor dem Fenster denKopfputz ordnet. Ein Theil der Bilder dieses Künstlers scheint unterBronkhorst's Namen zu gehen. Er starb 167!). Ilendrick Graan,van Hoorn, Adr. Wanncnhuyzen u. Ad. Dckker waren seine Schüler.
780. Cr.spar van Eyck, Maler von Antwerpen, blühte in derC. V E 1 crstcn Hälfte des 17. Jahrhunderts, gehört aber zu den_ " ' ' > weniger bekannten Künstlern der holländischen Schule.Li V Ei. ) Er malte Ansichten von Seehäfen, Seeschlachten u. s. w.Einige Gemälde sind mit den Initialen des Namens bezeichnet.
Es scheinen indessen zwei Künstler durch diese Initialen ihrenNamen angedeutet zu haben. Mit CVE. bezeichnet sind auch Land-schaften mit militärischen Scenen und Ucbcrfällen von Räubern. DieseBilder sind in der Weise des B. Gael gemalt. Ob an Cäsar vnn Ever-dingen , den vorhergehenden Künstler, zu denken sei, bleibt dahin-gestellt.
781. Stempel eines Kunstsammlers, welcher im 17. Jahrhundertlebte. Man findet ihn auf Zeichnungen und Kupfersticheneingedruckt. Von einem Künstler kann es sich nicht handeln.
• V. f
782. Christian Victor Ayrer, Prediger in Nürnberg, stach vonj^t- . 1665 an mehrere Bildnisse, welche aber fast ohne
i>Aec:in öre/. 'Werth sind. Das gegebene Zeichen steht auf einemBlatte mit dem Bildnisse des Georg Wilhelm Ayrer, Pastor in Nürn-berg. Statt are sollte aere stehen, das mit dem a verbundene e istaber so undeutlich, dass man es nur errathen muss. Auf anderenBlättern stehen die Buchstaben C. V. AY.
Der Prediger lebte noch 1705.
Unbekannter Formschneider, welcher um 1560 in Venediglebte, und mit einem bisher ebenfalls unbe-
C» j- -rr kannten Zeichner Domenico di Franceschi in■»•x Berührung kommt. Das gegebene Zeichen fandHerr Börner auf einem in sechs Blättern bestehenden llolzschnitt-werke, welches zusammengesetzt 74 Z. 3 L. breit und 19 Z. hoch ist.Links zeigt sich ein grosses christliches, rechts ein grosses türkischesHeerlager, und zwischen beiden in kleiner Ausdehnung die Stadt Wien,so dass diese in keinem Verhältnisse zu den Figuren steht. DasZeichen und die Initialen C VF. bemerkt man links unten im viertenBlatte, und im Cartouche ist die Adresse: III VENETIA PERDOMENEG» DI FRAG."»- IN FREZARIA ALA INSEGNA DILLAREGINA.
Der Text im ersten Cartouche links oben besagt, dass der Zeichnerund Verleger Domenico de' Franccschi diese Darstellung auf jenefolgen lasse, welche ein Jahr vorher die Vorstellung eines türkischenHeeres zum Gegenstände hatte. Freundschaftliches Zureden habe ihnbewogen, ein christliches Heer mit einem türkischen in Verbindung zubringen, gleichsam zur Nachahmung jener grossen Armeen, welche imJahre 1532 bei Wien stunden. Hierauf gibt er, obschon viele Angabeneingeschnitten sind, noch einen Bericht über die das christliche Heerbildenden Truppengattungen, und datirt solchen: Di Venelia , ü primo