294 CV. Nr. 757.
st'ilxMi vorkommen. Es stellt die Anbetung der Hirten vor, rechtsdie hl Jungfrau , welche den Hirten das in der Krippe liegende Kindzeifft Hinter ihr steht Joseph , und im Grunde sieht man eine ver-fallene Hütte. Links unten sind die Buchstaben DK. II. 6 Z. 5 L.Br 4 Z 9 Ij. Dieses geistreich radirte Blatt müssto, wenn es vonCaccianemici herrührt, um 1531 erschienen seyn , wir halten es aberfür ein späteres Machwerk, vielleicht nach einer Zeichnung von Par-meeeiano. Es stimmt nicht genau mit den ächten Blättern des ge-nannten Künstlers , welche mit V. C. F. bezeichnet sind. Es handeltsich wohl um ein Blatt des Vincenzo Carducho. Beim Vergleichedrängte sich diese Vcrmuthung auf.
757. C. van Beeresteyn, Maler und Radirer, gehört der hollän-f i dischen (Schule an , ist aber in seinem Vaterlande
C. V ...... /• kaum dem Namen nach bekannt. Man findet nur
C V.B ...... f- j etliche Blätter erwähnt, welche bald einem Beere-
stevn oder Onsteyn, bald dem Cornelis Vroom zugeschrieben werden,da sie theils unbezeichnet, theils mit einem unleserlichen Namen ver-sehen sind. Zu letzteren gehöret die Landschaft No. 1 , welche vonF v Bartsch (die Kupferstich-Sammlung der k. k. Bibliothek in Wien S. 223)und der Wcber'sche Catalog (Leipzig 1855) No. 1223 unter dem Namen
des Cornel Vroom beschreibt. Die Buchstaben C.V.F ..... f.. oder
C V B ..-■(■ bemerkt man unten im Kupferrande, sie sind aber nurals Spuren eines unleserlichen Namens zu betrachten. Die Platte wurdeverätzt da das Scheidewasscr den Firuiss angegriffen hatte. Manfindet daher nur äusserst wenige Abdrücke.
Da die Blätter des C. van Beeresteyn nirgends beschrieben sind,so folgt hier ein Verzcichniss. Sie erinnern vollkommen an die Ra-dirungen des Jakob Ruysdacl und A. H. v. Boom oder Verboom , nurist die Nadel feiner. Seine Blätter bestehen meist aus wenig belaubtenBaumgruppen, deren Stämme aber mit Verstand und vieler Geschick-lichkeit bearbeitet sind. Beeresteyn ist älter als J. Ruysdael, da erschon 1650 Meister war, und letzterer erst 1635 oder 1643 geboren wurde.
1) Zwei Landboten im Gespräch auf einem holperigen Wege amWasser hin. Der eine stützt sich auf seinen Stock, der andere kehrteinem gesattelten Pferde .den Rücken zu. Zwischen dem Manne unddem Pferde bemerkt man einen Hund, und ein zweiter liegt bei demdürren Baumaste. Im Rande die erwähnto unleserliche Schrift. IL 5 Z.5 L. Br. 6 Z. 3 L.
2) Die alten Weidenbäume. Die Gruppe dieser Bäume steht inMitte einer hügelichen Landschaft. Links erheben sich hinter dreianderen alten Weidenstämmen viele junge dünne Bäume, wovon einigebis oben an den Rand der Platte reichen. Rechts sind zwei anderestarke Bäume, und ein dünner Baum berührt ebenfalls den Rand. InMitte des Grundes bemerkt man noch einen alten Wcidcnbaum undeiniges Gesträuch auf dem Hügel. Ausserdem ist weder eine Figur,noch ein Haus angebracht. Unten in der Mitte des Randes : C. V. Beere-steyn f. 16Ü0. H. 7 Z. 3 L., und 2 L. Rand. Br. 7 Z. 10 L.
3) Der Teich im Walde. Das Wasser nimmt die ganze Breitedes Blattes ein. Rechts im Vorgrunde sieht man viele hohe Pflanzenan demselben , und einen alten Weidcnstamm. Den Grund bildet derWald, dessen Bäume bis oben an den Rand der Platte reichen.. Inder Mitte, am entgegengesetzten Ufer des Wassers, reitet ein Mannmit dem Stocke in der Hand nach links hin. Unten in Mitte desRandes: C. V. Beeresteyn f. 1660. H. 7 Z. 2 L. Br. 7 Z. 10 L.