Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
292
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292 CV. Nr. 752—753.

illustrirte Werke, welche seit 1840 erschienen sind. Seinen Namenkonnten wir noch nicht mit Sicherheit herausfinden. Blatter mit demNamen Vasey sind aher in der illustrirten Ausgabe von „Paul et Vir-giiiie." Paris f «42, dann auch in der illustrirten englischen Ausgabevon „Tausend und einer Nacht." London, C. Knigst, iftM.

752. ügo da Carpi dürfte nach Bartsch, P. gr. XII. p. 22, der

(T* Träger dieses Zeichens seyn. Man findet es auf einem Holzschnitte\V in Helldunkel von drei Platten, welcher das Opfer des Abel vor-stellt , wie er knieend vor dem Altare betet, auf welchem das Feuerbrennt. Diese Compositum diente zu einem der Bilder in Steinmosaikim Fussboden des Domes zu Siena, und Vasari scheint sie dem Do-menico Bcccafumi zueignen zu wollen. Bartsch schreibt sie ihm ent-schieden zu, und nimmt auch keinen Anstand, den Holzschnitt alsWerk dos Hugo da Carpi zu erklären, obgleich das Blatt für letzterenzu mittolmässig ist. Es sollte demnach aus der frühern Zeit desKünstlers stammen , was leichter gesagt, als bewiesen, überhaupt nurwillkührliche und unkritische Annahme ist, da Hugo da Carpi mehrereJahre vor dem Beginne der Arbeiten im Fussboden des erwähntenDomes starb, nämlich 1520 oder bald darnach, wie aus den neuestenForschungen dos M. Gualandi erhellet. Die frühesten Steinmosaikendatiren erst von 1531 an, in welchem Jahre Giacomo di Pietro Gallound Giovanni d' Antonio Marinelli Hand an das Werk legten. DemVasari entgegen lassen andere den Domenico Beccafumi erst gegen 1546eintreten, indem von 1546—1547 Bernardo di Giacomo und Pellegrinodi Pietro die nmsivische Ausschmückung des Domes leiteten. Unterdiesen Verhältnissen könnte also Hugo da Carpi das Bild des knieen-den Abel nicht geschnitten haben, selbst wenn seine Thätigkeit bisgegen 1532 gereicht hätte, wie man früher annahm, und von einerJugendarbeit desselben ist gar keine Rede. Der erwähnte Holzschnittmit dem Zeichen C V. ist demnach als späteres Machwerk in der Weisedes IT. da Carpi zu betrachten, und das Monogramm wurde wohl zurTäuschung eingeschnitten. Man findet es auf den Abdrücken von dreiund von einer Platte. II. 14 Z. 10 L. Br. 11 Z. 6 L.

TJeber Hugo da Carpi werden wir unter dem Namen IIVGO undVGO handeln. Was in früheren Werken über ihn gesagt ist, erweisetBich grösstenthcils als unrichtig. Der Herausgeber des neuen Stutt-garter Künstler-Lexicons hatte noch keinen Begriff davon.

753. Carl Baron von Vittinghoff, Kunstlichhaber, geb. zu Prcss-~-, r . bürg 1727, gest. zu Wien 1826. Dieser geistreiche Di-"<7 e /^/' lettant malte Landschaften mit Figuren und Thicren, undTtV"XA- i ra( l' rtc c ' nc grosse Anzahl von Blättern, welche zu denW/tÄnv-'j" schönsten Erzeugnissen dieser Art gehören. Sic stellen

IS«7 einzelne Thiere , und Gruppen von solchen vor, theils

mit dem Namen, theils mit dem Monogramme bezeichnet. Fr wechselteaber mit der Bildung des letzteren, so dass wir unter VC. VvC undVJC auf ihn zurückkommen. Die gegebenen Zeichen findet man aufBestandtheilcn einer Folge von 27 geistreich radirten Blättern, mitSchweinen, Ziegen, Schafen, Böcken, Rindern, Eseln, Hunden, Katzen &c.Das erste Blatt mit einer Vichhcerde in der Landschaft hat den Titel:Der Natur gewidmet von Carl von Vittinghoff &c. 11)07, qu. 12, qu. 8und 4. Das erste Heft enthält 19, das zweite 8 Blätter. Beide er-schienen im Frauenholz'schen Verlage zu Nürnberg. Eine andere Folge«mfasst 32 Blätter mit Thierfabeln, theils im Charakter von Fyt. Diewitzigen und reichen Thior-Compositionen haben landschaftliche Um-gebung, gr. qu. 8. Auch eine Folge von 15 Blättern mit Thierstudien