CT. Nr. 726-727. 285
Radirungen.
Wenn schon die Holzschnitte des Meisters Antoniszoon theils zuden grossen Seltenheiten gehören, so kommen die Nadelarheiten nuräusserst selten vor. Brulliot II. No. 2819 spricht von einem Bildnissedes Kaisers Carl V., und von einem allegorischen Blatte, welches eineFrau mit dem Kinde und einem Füllhorn vorstellt. Die nähere Be-schreibung der Blätter unterlässt er.
18) Kaiser Carl V. Brustbild mit dem goldenen Vliesse, undeiner Kappe auf dem Haupte. Er ist mit den Händen vorgestellt.Rechts oben über dem Wappen steht: Carolus V. Imperator. Höhe5 Z. 7 L.? Br. 3 Z. lt L.
Im ersen, sehr seltenen Drucke bemerkt man geringe Nachhülfemit dem Stichel. Später wurde das Blatt mit dem Stichel vollendet,und mit der Jahrzahl 1504 bezeichnet.
19) Kaiser Maximilian.
20) König Philipp II.
21) König Philipp III.
Diese Bildnisse werden in The Ottley Collcction of prints. London1037, p. 27, dem Anton Cornely zugeschrieben, worunter aber derVerfasser des Catalogcs den C. Antoniszoon versteht. Die Bildnissesind leider nicht beschrieben, und somit können wir nicht bestimmen,ob vielleicht das eine oder das andere von Jan Cornclis Vormeycnradirt ist. Dieser Meister bediente sich eines aus C I bestehendenMonogramms, welches Frenzcl im Catalog Sternberg II. No. 1291für CT nahm.
22) Eine Frau mit dem Kinde in den Armen und einem Füllhorn.Brulliot II. No. 2819 behauptet, dass dieses Blatt mit dem Zeichen
verschen sei. Darunter versteht er die Initialen C T mit dem obengegebenen mittleren Beisatze. Es wird somit von keinem Blatte desJan Cornelis Vermcyen die Rede seyn.
23) Die Zerstörung des Thurmcs von Babel. Mit holländischenInschriften und dem Zeichen des Meisters, unter welchem die Jahr-zahl ir>M steht. H. 11 Z. 9 L. Br. 13 Z. 11 L.
Diese äusserst seltene Radirung wird im Catalog Detmold No. 55Gangegeben.
726. Cesare Turco, Maler, wurde um 1510 zu Ischiella im König-
CfT7 reich Neapel gebown, und von Amato Vecchio unterrichtet,1 . bis er an Andrea da Salerno einen weiteren Meister fand.Es finden sich historische Bilder von seiner Hand, welche zwar keinenKünstler ersten Ranges verrathen, aber doch durch geschmackvolleComposition und harmonische Färbung ihn empfehlen. Im Ganzenfolgte er der Richtung des A. da Salerno (Sabatini), er führte aberden Pinsel viel breiter, als dieser Meister. Im Chore von St. MariaNuova zu Neapel sind Frcscogemälde von ihm, welche von Papa jun.restaurirt wurden. Turco starb daselbst 1560.
727. Unbekannter Maler, welcher zu Anfang des 18. Jahrhundertsthätig war, wahrscheinlich in Holland. Wir kennen ein Ge-mälde mit den Initialen C T. Es stellt die Erstürmung einer
Vesto vor, welche man im Grunde links sieht. Rechts bemerkt maneinen Reiter mit dem Pferde am Zügel, und andere Figuren. DiesesBild ist gut gemalt, und von schöner Färbung.
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