Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
275
Einzelbild herunterladen
 

CST. Nr. 705 — 707. 275

datirt diese aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die älterenSchriftsteller üher Monogrammcnkundo, wio Florent le Comte , Apin,Christ &c. wissen nichts davon.

705. Carl Stürmer, geb. zu Berlin 1803, gehört zu denjenigenMeistern, welche in Düsseldorf einen Kreis um Petervon Cornelius schlössen, und nach verschiedenen Seitenhin die Principien der neuen , auf Grossartigkeit derJdcen gerichteten Schule verkündeten. In Düsseldorf

führte aber Stürmer nur einige Gemälde in Oel aus, da anderweitigeAussichten in Coblcnz nicht realisirt werden konnten. Im Schlossedes Grafen von Spee zu Helltorf ist aber ein Frescogemälde vonStürmer, welches die Versöhnung des Kaisers Friedrich Barbarossa mitPapst Alexander vorstellt. Nach Vollendung dieses Werkes begab sichder Künstler mit Cornelius nach München, wo er von 1828 — 1829 inden Arkaden des k. Hofgartens die beiden grossen Frescobilder derSchlacht zu Mühldorf und der Erstürmung von Belgrad malte. Indiesen beiden Gemälden offenbarte Stürmer ein glückliches, selbststän-diges Talent, bei den grossartigen Schöpfungen in der k. Glyptothekund in der St. Ludwigskirche zu München ging aber dieses in jenemdes Peter Cornelius auf, da er diesem Meister als Gehülfe zur Seitestand. Uebcrdiess malte aber Stürmer mehrere Bilder in Oel, meistensEpisoden aus der Geschichte des Mittelalters, und Landschaften mitStaffage im romantischen Style. Auch Schlachten und Darstellungenaus dem modernen Volksleben, Genrebilder im neueren Geschmackefinden sich vor. Auf Gemälden dieser Art steht zuweilen das Monogrammdes Künstlers ; das erste Zeichen neben anderen auch unter dem er-wähnten grossen Bilde der Erstürmung von Belgrad durch Max Emanuelvon Bayern in den Arkaden des Hofgartens zu München. Im Jahre 1842begleitete er den Meister Cornelius nach Berlin, wo sich diesem einneuer Wirkungskreis öffnete, in welchem er den zweiten Theil seinergrossartigen Werke schuf. Stürmer und C. Herrmann schlössen sichauch in Berlin dem P. v. Cornelius an, und somit sind als selbstständigeArbeiten nur die Staffeleibildcr zu nennen, welche von iö42 ab denNamen oder das Monogramm des Künstlers tragen. Durch die Litho-graphie sind nur die beiden Frescobilder in München bekannt.

706. Christoph Maurer und Toblas Stimmer, Maler und Form-/£T Schneider, arbeiteten in der zweiten Hälfte des 16. JahrhundertsViE^l zuweilen gemeinschaftlich, und somit enthält das gegebene Zeichendie Namensbuchstaben beider Künstler. Man findet es auf einer vonLudwig Frig in Holz geschnittenen Ansicht der Stadt Zürich in Vogel-perspektive. Oben steht auf einem fliegenden Zettel: Contrafactur derStatt Zürich Anno i5/jH. Unten ist ein deutsches Gedicht von J. N. Trauin sechs Columnen. In diesem Drucke gehört das Blatt zu folgendemWerke: Ordentliche Beschreibung I welcher gestalt die Mach \ barlicheßündnuss vnd Verein der dreyen | Löblicher Freien Statt 'Zürich \ Kernvnd Strassburg — — ernewert etc. Strasburg JU. ü. L.XXXV1U. 4.Dieselbe Ansicht findet man auch in S. Münster's Cosmographey.Basel 1598 und 1628. Die Jahrzahl auf dem fliegenden Bande obenscheint aber in i555 corrigirt zu seyn. Unten gegen links ist einTäfelchen mit dem Namen: LVDWIG | FEIG. G. C., und darunterdas Messerchen. H. 6 Z. 8 L. Br. 14 Z. 2 L.

707. Unbekannter Formschneider, welcher vermuthlich im 17. Jahr-^ /nr> hundert, wenn nicht später, lebte. Sein Zeichen findet manC • 2ft,. rec ]jt8 unten in der Einfassung eines Brustbildes in Nachahmung

18*