Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
272
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272 CS. Nr. 690-692.

11) Din Ruine eines alten Schlosses, an dessen Fuss sich einSoldat an die Kanone lehnt. Dieses Blatt ist nicht vollendet, beson-ders rechts. Es ist ohne Zeichen. II. 6 Z. 4 L. Br. 5 Z.

12) Der Herzog von Alencon zu Antwerpen. Eines der geringemBlatter. Rechts unten: C. Seghers. II. 4 Z. Br. 6 Z.

13) Die Einladungskarte zum Carnevalsball der „Gesellschaft zumWilhelm Teil" in Antwerpen. Links bei einem Vorhango sieht maneinen Mann und eine Frau im italienischen Costüme, und im Grundetanzende Paare, In den oberen Verzierungen ist das Wappen derStadt angebracht. Mit C. & links unten. II. 6 Z. Br. 4 Z. 1 Li

690. Corhinian Säur, Goldschmied und Graveur, fand oben unterC * S . ^ em Monogramm C S No. 655 eine Stelle, und wir haben da-C, 5" ' her hier nur beizufügen , dass sich noch öfters die InitialenCS u. CSF auf seinen zarten Blättern mit Goldschmieds-Ornamentenlinden. Die ersten Initialen findet man auf Blättern einer Folge vonOrnamenten , welche sich weiss vom schwarzen Grunde abheben. Daserste Blatt enthält einen ornamontirten Cartouche mit dem Alphabete.Oben steht die Jahrzahl l.W.i, und unten: CüRVINIANVS NAUR |PECIT. Die übrigen Blätter, deren wenigstens sechs vorhanden sind,tragen die Initialen CS, theils in sehr kleinen Charakteren. Nur eineinziges hat überdiess die Jahrzahl 1593. II. 1 Z. 6 L. Br. 2 Z.

Eine andere Folge von Musterblättern für Bijouterie-Arbeiter undJuweliere gibt Ornamente und Zierstücke auf weissem Grunde. Siesind ebenfalls mit C S bezeichnet. Auf das Titelblatt einer solchenFolgt von 1597 haben wir unter dem Monogramm CS aufmerksam ge-macht. — Eine andere Folge von sechs Blättern enthält Ornamentein Octogonen, qu. 12,

Unter den Initialen CSF kommen wir auf diesen Künstler zurück.

691. Philippe Claude Anne de Tubieres, Comte de Caylus, gehörtCxJ» zu den fruchtbarsten französischen Kunstliebhabern, dessenC * S radirte Blätter sehr zahlreich, und auf verschiedene Weise be-zeichnet sind. Auf vielen steht der Buchstabe C x allein, daher istunter diesem der weitere Nachweis gegeben. Auf anderen Blätternstehen die Initialen C x C oder C de C, und auch die Buchstaben C*Swie oben findet man auf Radirungen nach Zeichnungen von FrancoisBoucher und Antoinc Watteau. Auch mehrere Blätter nach Zeich-nungen von Edme Bouchardon sind mit C~x S bezeichnet. Sie er-schienen unter folgendem Titel: Etudes prises dans le bas Peuple. oules Cris de Paris. Die Folge erschien in drei Lieferungen, ä 12 Blätter, 4.

692. Peter Conrad Schreiber, Landschafts-und Architekturmaler,^ n geb. zu Fürth 1816, machte seine Studien in Berlin und München,^ W und begab sich dann zur weiteren Ausbildung nach Italien. Wirhaben diesem vorzüglichen Maler auch im Kunstlcr-Loxicon eine Stellegewidmet. — Obiges /(neben findet man auf einer landschaftlichenliadirung, welche als erster Versuch dieser Art zu betrachten ist, undselten vorkommt, da nur wenig Abdrücke gemacht wurden. Am Fussozweier, auf Felsstückon stehenden Bäume in Mitte des Vorgrundes sitztein Einsiedler mit dem Stocke. Zwischen diesem Felsen und einemhofieren Gesteine führt eine Treppe zu einem Tbore ohne Flügel, undhober ragt der Kirchthurm und das Kloster über Gebüsch und Bäumeempor. Links öffnet sich die Aussicht nach der See. Im Vorgrundelinks sind die Buchstaben C. S. II. 5 Z. 9 L. Br. 8 Z. 3 L. Die Nadelist mit grosser Sicherheit geführt, es fehlt aber an Haltung und Ruhe.Einige Theile treten zu wenig hervor, und an zu vielen Stellen sind Lichter.