Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
210
Einzelbild herunterladen
 

210 CP. Nr. 548.

am Canale vor, und an dieser steht der Titel in vier Zeilen. ImGrunde rechts zeigt sich die Stadtmauer mit Thürmen. H. 2 Z. 6 L.Br. 3 L. — Die Blätter dieser Folge sind von ungleicher Grösse, undtheils mit dem Monogramme des Künstlers bezeichnet. Die Initialenkommen nur auf sehr wenigen vor. Eines derselben stellt mehrereHäuser in einer Landschaft vor. Im Vorgrunde führt eine Brückeüber den Canal, und im Wasser bemerkt man zwei Nachen. Rechtsnuten im Rande stellen die Initialen, aber nur im ersten Drucke. Dieretouchirten, schwarzen Exemplare tragen das Monogramm. II. 4 Z. 6 L.Br. 3 Z. 3 L. — Dieselben Initialen findet man auch auf einem radirtenBlatte mit einem runden Thurme und daranstossenden Gebäuden inleichter landschaftlicher Umgebung. H. 3 Z. 6 L. Br. 5 Z. 4 L. —Die kleinen Buchstaben stehen auch auf einem schön radirten Blätt-chen nach Brecnberg. Es stellt römische Ruinen mit einem Rund-gebäude in der Mitte vor. Unten rechts: C. P. J. Z., links : Breenberg, qu. 8.Die Blätter dieses Meisters gehören grösstenthcils zu den geist-reichen Erzeugnissen der malerischen Nadel. Seine Ansichten vonAmsterdam mit reicher Figurenstaffage findet man in einem grossenWerke, für welches Jan de Beyer, Paul van Liender, J. de Vlaaming,H. P. Schouten u. A. zahlreiche Beiträge geliefert haben, fol.

548. Charles Parrocel, Schlachtenmaler und Radirer, geboren zu/-) (?) Paris 1688 oder 1689, gest. daselbst 1752. Schüler seines>• %Ls Vaters Joseph und des Ch. de la Fosse, machte er seineC 2?» f weiteren Studien in Italien, und trat dann zu Paris in dieFussstapfcn des Joseph Parrocel, welche er aber nicht ausfüllte. Ermalte die Kriegsthaten des Königs Ludwig XV., diesen selbst zu Pferd,dann eine bedeutende Anzahl kleinerer Scencn aus dem Soldatenlebcn,und besonders auch Jagdstücke. Auf mehreren Gemälden zeichneteer mit den Initialen des Namens, auf den Kupferstichen nach seinenWerken ist aber gewöhnlich der Name ausgeschrieben. Die Blätternach Parrocel sind zahlreich. Er radirte aber selbst verschiedeneBlätter, deren Robert-Dumesnil im Peintre-gravcur francais II. p. 208 ff.37 beschreibt. Darunter sind die 18 Vignetten in: Ecole de Cavalerie— par DT. de la (lueriniere. 2 Vol. Paris, Querin 1736, 8. Die Vig-netten dieses Werkes beschreibt Robert-Dumesnil No. 1—18, er kenntaber die zweite vermehrte Ausgabe nicht: Ecole de Cavalerie, contenantla Connoissance, V Instruction et la Conservation du Cheval. Par M. de la(lueriniere. 2 Tomes. A Paris par la Compagnie 1160, 8. Sie enthältauch das Bildniss des Franijois Aubichon de la Gueriniere nachL. Toque, und andere Blätter nach Parrocel von B. Audran, Tardieuu. Andern. Die ersten Abdrücke seiner Studien von Soldaten, R.-D.No. 19 — 24, sind ohne Titel. Später wurde ein solcher mit falscherRechtschreibung des Namens beigegeben: Di/ferentes etudes de Soldatsdessini et gravi par Charles Parrossel Peintre du Roy. C. Parrossel PinxitSculp. A. Paris chei la veuve Jean. Dieser Titel dient zu einer Folgevon 18 Blättern, wovon 12 der Kupferstecher J. G. Wille nach Par-rocel's Zeichnung radirte. Das erste der sechs von Parrocel selbstradirten Blätter, R.-D. No. 19, ist mit den ersten Initialen bezeichnet,und stellt zwei Krieger vor. Der eine steht mit dem Turban auf demKopfe, und deutet mit der rechten Hand nach dem neben ihm aufdem Boden liegenden Cuirassier. Rechts unten an der Terrasse stehendie Initialen. H. 6 Z. 10 L. mit 7 L. Rand. Br. 4 Z. 8 L. Die Ab-drücke aus dem Verlage der Wittwe Jean haben auf jedem Blattelinks im Rande die Schrift: C. Parrocel Pinx. Sculp. Die zweitenInitialen stehen links unten auf dem Blatte mit dem Musketirer zu