182 C N C. Nr. 471 — 476.
471. Charles Nicolas Gochin, Zeichner und Kupferstecher, geb..„ _ zu Paris 1715, gest. 1788. Schüler seines Vaters
OcJy- C- -Jo Nicolaus, hinterliess er eine Menge von Blättern,
(2_ ^~c Ju<£ij wodurch er jedes wichtige Ereignis» seiner Zeit fest-" ' hielt. Er ist in gewisser Hinsicht der Abraham Bossedes 18. Jahrhunderts. Viele Blätter sind nach eigenen Zeichnungenradirt und gestochen, andere nach J. Vernet, A. Watteau, C. Vanloo,F. de Troye &c. Die von ihm radirten, und von Ph. le Bas mit demStichel vollendeten grossen Prospekte von 14 französischen Seehäfennach J. Vernet gehören zu seinen Hauptwerken. Ch. le Blanc ver-zeichnet in seinem Manuel de iAmateur d'estampes 475 Blätter , seinWerk belauft sich aber über 2000 Blätter, wenn man seine vielenVignetten, Cul-de-Lamps, Adre88en u. s. w. hinzuzählt. Auf mehrerenBlättern stehen statt des Namens die gegebenen Initialen.
472. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälfte•jtv^er des 16. Jahrhunderts lebte. Man findet sein Zeichen auf< *^*^-' dem Bildnisse des Arztes Johannes Näve, welcher 1499 zuChemnitz geboren wurde. Er steht von vorn gesehen mit breitemBarte, und hält die Mütze in beiden Händen. Unterhalb der Armeist eine Schrifttafel an der Wand mit der Angabe der Lebensverhält-nisse, der Lebensgrenzen &c. in lateinischer Sprache. Unter der Tafelbemerkt man das Zeichen und die Jahrzahl 1514. Möhsen sagt,dieses Bildniss stamme Ex Epiced. Script, in obitum Joh. Haevii aut.Joho Eincelio. Lipsiae 1STS. II. 6 Z. 6 L. Br. 4 Z. 3 L.
Dieses Blatt ist sehr selten, und steht in einem Werthe von5 bis 6 Thlm.
473. Hans Kock, oder Johannes de Kock, möchten wir den Trägerdieses Zeichens nennen, und zwar aus Gründen, welche obenunter CH K No. 169 entwickelt sind. An jener Stelle sinddrei Zeichen gegeben, in welchen der Buchstabe N nicht so
klar hervortritt, wio hier, allein auch das gegebene Monogramm dürftenicht C NE, sondern C HE. oderC IE gelesen werden. In beidenFällen lässt sich der Name J. Kock oder II. Kock herausfinden. Wanndieser Meister gelebt habe, ist an der betreffenden Stelle bereits gesagt.Hier sei nur bemerkt, dass das Zeichen von dem unter CHE gegebenenMonogramme in etwas abweicht. Man findet es auf einem Kupfer-stiche aus dem Verlage des älteren Adrian Collacrt. Dieses Blattstellt die Auferstehung Christi vor, und ist in dem erwähnten Artikelunter No. 3 beschrieben.
474. Cornelias Nicolaus Schultz, Zeichner und Kupferstecher-r*>oT O v °i Nürnberg, welcher in der zweiten Hälfte des 17. Jahr-^£>K' ) hunderts thätig war, zeichnete auf solche Weise einige
" "* Bildnisse, bediente sich aber noch öfter der Initialen
C.N.S., so dass wir auf ihn zurückkommen.
475. Cornelius Nicolaus Schultz, Zeichner und Kupferstecher,rv AT P W - ar um 165 ° " 169 ° in Nürnber ß thätig. Er hinterliess
<ftt r*"^ viele Blätter i welche theils mit dem Namen, theila mit.x.y-jt. ,j en i n iti a i en bezeichnet sind. Unter letzteren sind ver-schiedene Bildnisse in Fugger'i Spiegel der Ehren de* Harnet Oetterreich.Nürnberg teaii, fol. In folgendem Werke findet man sinnbildlicheVorstellungen mit den Anfangsbuchstaben: üa» Ehr- und Freuden-
OK