G3t
180 CN. Nr. 461—466.
461. Cora Nenmann, Kunstliebhaberin, machte um 1800 in Dresden(~P mehrere Versuche im Radiren. Eine Folge von sechs Blättern** • enthält verschiedene weibliche Figuren. Das letzte stellt einelesende Frau vor, und ist mit dem gegebenen Zeichen versehen. Esist nach einer Zeichnung von F. Gareis radirt. Auf einem andernBlatte, dem Mädchen am Spinnrocken, steht: Cora N. 1(100.
462. Stephan Colbenschlag, auch Colbenius genannt, soll derTräger dieser Zeichen seyn, wie Malpe u. A., bis aufBrulliot,wissen wollen. Keiner nennt aber ein Blatt mit einem sol-chen Zeichen, so dass wir an der Richtigkeit zweifeln.
Colbenschlag starb zu Rom 1653 im 63. Jahre.
463. Carlo Holli, Maler und Kupferstecher von Como, war Schüler-_ _ von Agustin Masucci und Hiacynth Corrodi. Er ist
C^j\j / J^/~ durch eine bedeutende Anzahl von Blättern bekannt,rff^ ■ deren viele mit dem Monogramme versehen sind, wie
vV\ • M£. i n Jen Antichitä d'Ercolano. Napoli 1757-1762, inW. Hamilton's Werk über griechische, etruskische und römische Alter-thümer u. s. w. Dann findet man auch Handzeichnungs - Imitationenmit dem Zeichen. Die Vorbilder boten ihm Guercino, Primaticcio,Parmigianino und andere alte Meister.Nolli starb zu Neapel um 1770.
464. Charlton Nesbit, geb. zu Swalwell 1775, gehört mit Clenell,(ftf ^-&>/~^ Bewick, Branston, Hole u. A. zu denjenigen englischenrr,jY.^. Formschneidern, welche der modernen Xylographie dieBahn öffneten, auf welcher sie mit dem Beginne unseres Jahrhundertsunaufhaltbar der höchsten Stufe der Kunst entgegen eilte. Wir habenim Künstler - Lexicon X. S. 188 eine ziemliche Anzahl von Blätterndieses Meisters verzeichnet, und enthalten uns daher einer weiterenAufzählung. Holzschnitte mit Nesbit's Zeichen findet man nebenandern in dem Buche : lieligious Emblem» ; being a Serien of engravingson wood. London, Ackerman 1000, 1010. Mit deutschem Text vonArthur von Nordstern: Leipzig, Brockhaus 1010, 4. Die Zeichnungensind von J. Thurston. Nesbit lieferte für Ackerman noch viele andereBlätter in Holzschnitt, welche theils mit dem Monogramme versehensind. — In den Artikeln über J. Bewick und R. Branston haben wirebenfalls von der neueren englischen Formschneidekunst gehandelt.
465. Nicolas Cochin, Zeichner und Kupferstecher von Paris, ist~ T - durch zahlreiche Werke bekannt. Einige sind mit einem aus-JV*- CA", gebildeten Monogramme, andere mit den Initialen N C. be-zeichnet. Die obigen Buchstaben fanden wir auf einem Blatte, welchesden Monat Mai vorstellt. Es gehört zu einer Folge von 12 Blätternmit Darstellungen der Monate. Auf dem Blatte mit dem Jänner steht:N, Cochin fecit A. paris Chez J. van Merle /tue J. Jacques a la Vüled'anuers et rose blanche C. Pr. H. 2 Z. 9 L. Br. 4 Z. 2 L.
N. Cochin starb zu Paris 1686.
466. Unbekannter Emallmaler, welcher um 1539 — 1545 thätig_ war, wahrscheinlich in Limoges. Graf L. de Laborde, Notice
desEmaux. Paris iSS2, p. 237, nennt ihn Eleve infidele de PierreRaymond, und glaubt, dass die Nachwelt nicht viel an seinem Namenverliere. Nur seine besseren Emaillen haben in der Composition einegewisse Originalität, und sind auch in der Färbung harmonisch. Er