162 CM. Nr. 416—417.
mit Messerchen. In Mitte eines ovalen Schildes schwebt der Liebes-gott über dem von zwei Tauben gezogenen Wagen der Venus, linkssitzt eine weibliche Figur mit Merkurstab und Füllhorn, und rechtseine andere mit dem bekränzten Joche. II. 3 Z. Br. 6 Z. 10 L.
Der Formschneider C. M. ist nicht jener Meister, welcher nachZeichnungen von T. Stimmer und C. Maurer gearbeitet hat, sondernein späterer Künstler, nach Börner wahrscheinlich der in F. J. Wippel'sAbhandlung von märkischen Formschneidern S. V. erwähnte Maure s,welcher um 1712 in Nürnberg lebte. Die Vignette findet man in einemdaselbst 1713 gedruckten Gedichte: üer feinen Wittwer Werth in einer('anUlla zur Tafelmusik am Hoch - Adelich - Tucher- und Ouglischen Ver-mählung* - Fest etc.
Maures und Brühl gehörten zu den vorzüglichsten Formschneidernihrer Zeit, in welcher aber diese Kunst in grossem Verfalle war.Ersterer bediente sich auch des Buchstaben Af. allein , ebenfalls aufVignetten von 1716—1749. Sie waren in den Offizinen von Endter,Felseckcr und Bicling zu Nürnberg vorräthig. Nach Wippel's Angabelinden sich auch solche in einem 1740 — 41 zu Leipzig gedrucktenBuche, wir wissen aber nicht, ob C. M. , oder M. auf denselben stehe.
416. Carlo Mariotti, Maler von Perugia, war in der zweitens-y \a Hälfte des 18. Jahrhunderts thätig. In der leonologia delK^fJl, . Co«. Cesare Hipa. Perugia 17(16, sind Kupferstiche nachC AI &ßts seinen Zeichnungen mit den gegebenen Initialen bezeichnet.C 7Yl1)e& Dieses Werk enthält kleine allegorische Figuren.
417. Conrad Meyer, Maler und Radirer, geb. zu Zürich 1618,, -rp gest. 1689. Sohn des Dietrich Meyer, und be-
C7 JM iecit / CJytJ- . rcits als Jüngling von 18 Jahren in der MalereiCAi.in/-,Co rt'f \(%6. senr erfahren, ist er dennoch weniger durchJ Gemälde, als durch zahlreiche, und grössten-theils geistreich radirte Blätter bekannt. Eine Anzahl derselben er-innert an M. Merian, unter dessen Leitung Meyer einige Zeit stand,und dieser Umstand veranlasste Heller (Monogr. - Lcxicon S. 85), dieInitialen C. M. auf Caspar Merian, den Sohn des alten M. Merian, zudeuten. Die obigen Buchstaben findet man auf kleinen Blättern mitbiblischen Vorstellungen, auf Landschaften mit figürlicher Staffage,auf Bildnissen u. s. w. Im Künstler - Lexicon IX. 8. 210 haben wirviele Blätter dieses Meisters verzeichnet, und darunter auch auf diePortraitsammlungen hingewiesen. Landschaften mit den Initialen C. M.stellen die 12 Monate in ländlichen Figuren, und die Jahreszeiten vor.Seine kleinen Blätter mit Darstellungen aus dem neuen Testamente,und der Apokalypse kommen in verschiedenen Werken vor. AuchBlätter in R. Meyer's Todtcntanz, ergänzt von C. Meyer 1650, sindC M f. oder C. M. [e.cit bezeichnet. Wir kommen unter R. M. daraufzurück. Folgende Werke ergänzen das frühere Verzeichniss.
Rotnae Animale Exemplum: In Apocalypsischen Figuren und Er-Uaerungs - Besprechen über die selbigen fürgestellt. 43 Blätter, 8.
Fünff und zwanzig bedenklige Figuren mit Erbaulichen Erinnerungen------- im Kupffer gebracht durch Conrad Meyer. Zürich 107*, gr. 4.
Geistliche Schöpffung und Reise des wahren Israels auss Egypten,durch die Wüste in das gelobte Land. ------- Franckfurt a. M., C. le Blon
ieet, 4.