Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
158
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158 CM. Nr. 414.

mit 3 Wappenschilden vorgestellt. Im Abschnitt steht: MDCLXXI. C. M.Der Revers enthält 7 Wappenschilds, und die Inschrift: Post De.umTuttim Munimenlum 1071. Aug. '211. An diesem Tage war in Nürn-berg ein Kanonenschiesseu. Eine zweite Medaille bei derselben Ver-anlassung zeigt auf dein Avers einen Kanonier vor der Kanone, mitder Umschrift : Schlofft Mars V. Ilukt Halt Dich In Hut. Unter demCartouche stehen die Buchstaben C. M. Im Uevcrs mit den 3 Wappen-Schilden: Zu Gedaechtniss Des Sluckschissen In Nürnberg Anno Kill.Aug. -211.

Conrad Marquard, Mi'mzmeister in Nordhausen um 1624. VonSchliekcysen erwähnt, wie die folgenden Künstler und Beamten.

Caspar Molo, Stempelschneider von Lugano, war in Florenz, unddaivn in Koni thät.ig. Papst Urban VIII. (1623 — 1644) und Alexander VII.(1657-1667) beschäftigten ihn viel. Der erstere Hess durch ihn eineSerie von Bildnissen der Päpste herstellen. Auf diesen Medaillensteht aber gewöhnlich G.M.F., oder GASP. MOIj.

Christoph Melchior, Münzmeister zu Königsberg in Prcussen von1646 — 16f>6.

Conrad Maier, Stempelschueidcr in Ulm von 1663 — 1682. Derunbekannte C. M. ?

Christoph Müller, Münzmeister in Eisenach von 1702—1715.

Christian Ernst Müller, Stcmpelscbneidcr in Augsburg, ist unterden Initialen CUM. bereits eingeführt, und Christian HeinrichMüller kommt unter C. II. M. vor. Beide zeichneten nach Schlick-eysen auch C. M.

414. Christoph Murer oder Maurer von Zürich, und ein anderer,— _ . nur mutbmasslich zu nennender Formschneider aus

(J Jy\ CJW ^er Schule des Jost Amman , haben Anspruch aufw^'oö^ diese Initialen. Ueber Christoph Mnrer haben wirä*>U.1,(>-=»»*\ ol)cn untcr dorn Monogramm CM No. 393 ausführ-lich gehandelt, und dabei die kaum abweisbare Vermuthung aufge-stellt, dass er nicht allein als Zeichner, Glasmaler und Uadirer, son-dern auch als Formschneider in Betracht komme. Murer ging ausder Schule des Tobias Stimmer hervor, und arbeitete in Strassburgmehrere Jahre in Gemeinschaft mit diesem Meister. Später Hess ersich in Zürich nieder, und dann in Wintcrtlmr, wo er 1614 als Amt-mann starb. Er scheint mit Jost Amman nicht in Berührung gekom-men zu seyn. Auch dürfte man ihn unter den in Frankfurt a. M.für Sigmund Feyrabend und Basseus arbeitenden Formschneidern ver-gebens suchen. Diesen lagen gewöhnlich Zeichnungen von J. Ammanvor, unser Ch. Maurer war aber selbst ein erfindungsreicher Künstler,und hat wohl nach einer Zeichnung .1. Amman's nie ein Blatt in Holzgeschnitten. Bartsch P. gr. IX. p. 417 hat daher einen guten Grund,wenn er sagt, dass die Buchstaben CM mit dem Messerchen auf Holz-schnitten nach ,1. Amman mit Unrecht dem Ch. Maurer zugeschriebenwurden. Er schliesst aber dabei auch die Blätter nach T. Stimmerein, sowie jene, zu welchen Maurer sicher die Zeichnungen gefertiget hat.Nach der Ansicht, des genannten Schriftstellers wurden sie nach Ch. Maurervon einem unbekannten C M geschnitten, worin wir dem verdienstvollenVerfasser des Peintre - graveur nicht vollkommen beistimmen können,da er gewiss ohne Grund den Malern und Zeichnern die Handhabungdes Schneidmessers unbedingt abspricht. Ihm folgten Brulliot u. A.,und daher sagt ersterer II. No. 454, dass die Initialen CM einemanonymen Meister angehören, von dessen Hand Holzschnitte nach