CM. Nr. 394. 151
4) Titus LAvius und Lucius Florus, von Ankunfft und Ursprung desRömischen Reichs etc. etc. Jeliund auf das newe auss dem Latein ver-teutscht (ietruckt zu Strassburg durch Theodosium Rihel 1574-, 1501.1506, 1500, 1605, fol. Die vielen schönen Holzschnitte mit Ein-fassungen sind von und nach T. Stimmer, EL Boekspergcr, Ch. Maureru. A. Die wenigsten haben aber das Monogramm dos Künstlers.
5) Torturalis quaestio , Das ist gründliche Vnlerweysung von Pein-lichen Fragen, —- vermehrt durch Abraham, Sauwrn, Frankfurt am MaynM.Ü.XCUI., fol.
In diesem Werke sind mehrere Holzschnitte, aber nur ein Blattträgt das Monogramm, nämlich das zweite der dritten Reihe. Es stelltdas Verhör eines Verbrechers in öder Landschaft vor. Er wird ge-bunden dem rechts sitzenden llichtcr zugeführt. Letzterer liest dasUrtheil vor, und der Präsident bricht den Stab. Im Grunde wird derVerbrecher nach dem Richtplatz geführt. II. 3 Z. 5 L. Br. 5 Z. 1 L.Diese Vorstellung kommt im früheren Drucke in Saujr's Formular,Jurament vnd Eidtbuch von 1588 vor. Es scheint uns zweifelhaft zuseyn, da die Zeichnung für Ch. Maurer zu gering ist.
6) Die schönen Jagdstücke, B. No. 6 — 15. Man findet sie in:Siben Bächer von dem Feldbatv — — teutsch von Melchior Sebixio. Slrass-bürg, B. Jobin 1500, fol.; XV Bücher von dem Feldbaw — — vonScbhio. Sirassburg, B. Jobin 1000, 1502, 1500, u. s. w. Das Mono-gramm CM, wie das zweite der zweiten Reihe, steht aber nur aufeinem Blatte, welches den Hirsch mit sieben Thicren im Gehölze vor-stellt, und wie links im Vorgrunde der Jäger den Baum besteigt. Dieübrigen Blätter haben das verbundene Monogramm des Ch. Maurerund Tobias Stimmer. Dasselbe Blatt kommt auch im JVeu> Jägerbuch
------ von Jacoben von Foullloux. Strassburg li. Jobin 1590, und später,
vor. Bartsch kennt nur die neueren Drucke : Künstliche und wohlge-rissene Figuren und Abbildungen etlicher Jagdbaren Thiere etc. Von ------
Tobias Stimmer und Christoph Maurer. Strassburg 1605, qu. 4.
7) [li. No. 16] Der perspektivische Plan von Zürich. Mit demZeichen und der Jahrzahl 1505. Als Formschneider nennt sich Lud-wig Frig. H. 6 Z. 8 L. Br. 14 Z. 2 L. — Dieses Blatt findet manin S. Münster's Cosmographie von 1628.
8) Die Ansicht der Stadt Zürich. Mit dem letzten Zeichen derdritten Reihe. H. 4 Z. 11 li. Br. 6 Z. 3 L. — Dieser Holzschnittist in Stampfeng Schweizer Chronik, Ausgabe von 1606.
9) Die Druckervignette des Lazarus Zetzncr mit der Devise:Scienlia Immulabilis. Die sitzende Minerva und eine andere lorbcer-bekränzto weibliche Figur halten einen Caitouchc mit der Büste derMinerva. Die Gruppe umgibt eine architektonische Einfassung, undunten rechts am Postamente ist das vierte Zeichen der zweiten Reihe.Diese Vignette findet man in Zetzncr'schen Druckwerken, wie inLonardi Aretini Hisloriarum Florentinarum Libri XII. Strassburg 1610.
10) Die Titeleinfassung mit der Ansicht von Zürich, und mitSccncn aus der Schweizer Geschichte. Wir wissen nicht, zu welchemWerke diese Bordüre benützt wurde.
394. Unbekannter deutscher Meister, dessen Lebenszeit die bei-. gefügte Jahrzahl bestimmt. Man findet das gegebene
n\ , r Monogramm auf einem radirten Blatte, welches das
.yV\.1ö4-6 Brustbild eines alten Mannes vorstellt, 12. Es ist sehrvollendet, und überdies» auch noch mit dem verkehrten Buchstaben Rbezeichnet. Es fragt sich nun, welcher von beiden die Zeichnung, oderdie Radirung geliefert hat. Wir kennen das Blättchen durch Herrn Harzen.