Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
122
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122 CL. Nr. 331—335.

331. Caritian Luyks soll in der zweiten Hälfte des 17. Jahr-j; huudcrts Blumen und Früchte, und auch schöne Stillleben ge-

/- , malt haben, welche theils mit dem Monogramme bezeichnet sind.Wir wissen nur von zwei Blumenstöcken, welche im k. Museum zuMadrid aufbewahrt werden. 1). Pedro de Madrazo nennt im Gttalogdes Kcal Museo nur den Namen des Künstlers, bemerkt aber nichtsvon einem Monogramme. Es ist uns indessen auch der Taufname„Caritian" auffallend. Es bandelt sieb wahrscheinlich um ChristianLükx, dessen Name auf Gemälden mit Blumen und Früchten inGeschirren vorkommt. Er gebraucht die obige Form des Buchstaben L,

332. C. Lelienberg, oder Lilienbergh, malte in der ersten HälfteJk( des 17. Jahrhunderts meisterhafte Stillleben, meistens todtc Vögel*-* mit Jagdzeug und anderen Beigaben. Im k. Museum zu Berlinist ein Gemälde mit dem Monogramme und der Jahrzahl /6'2/3. Aufeinem Tische liegen zwei Schnepfen, drei kleine Vögel, drei Quittenund einige Zwiebel. In dem daneben stehenden Eimer sieht man einpaar Artischocken und einen todten Vogel. Der Grund ist dunkel.

In Dr. Waagen's Catalog dos Berliner Museums wird der Mono-grammist „Lilienbergh" genannt. Imnierzcel kennt nur einen Lelienberg.Auch ein 0. Lclient. malte todtes Federvieh, und zwar so schönals Weeninx.

333. Carl August Lebschec, Landscliafts- und Architckturmaler,■i Qv fand oben unter dem Monogramme CAL Bd. I. No. 2225(F ^o) eine Stelle, und daher bemerken wir hier nur, dass sich~^Vy° die gegebenen Zeichen, theils auch liegend und schief ge-

(l CIA stc llt, aufOclbildorn, Aquarellen, Sepiazeichnungen, Radir-

ojy./ J__/. ungen und Lithographien vorfinden. Lebschee's Werke

sind zahlreich, und immer geistreich behandelt. Besonders schön sindseine Radirungen, und seine Zeichnungen nach der Natur. Man er-kennt aber auch in seinen Lithographien die sichere malerische Hand.Das erste Monogramm findet man mit geringer Abweichung auchauf landschaftlichen Zeichnungen des Porzollanmalers Carl FriedrichLe Fcubure in München. Sic sind mit dem Bleistift ausgeführt,und unterscheiden sich wesentlich von jenen Lebschee's. Auch aufPorzellangemäldcn brachte Le Feuburc das Monogramm an. Er istseit 1826 an der k. Porzellan-Manufaktur in München bethätiget.

334. Jan van Londerseel zeichnete auf solche Weise, aber he-jü r 'j. deutend kleiner, einen Kupferstich, welcher den Einsiedler(L^jreClr. Antiochus vorstellt. Dieses Blatt gehört zu einer Folgevon 30 Copien nach R. u. .1. Sadeler, welche Londerseel gefertiget hat.Wir werden darüber unter tan fe, lan L fe nähere Aufklärung gehen.

335. Stephan Colbenschlag, Kupferstecher von Salzburg, wurde0 1591 geboren, und kam in früher Zeit nach Bora, wo er sich

(ft auch Colbenius oder Colhe ns is nannte. Er stach mehrereJo schöne Blätter nach H. Carracci, Dominichino, und nach Meisternder Rafael'schen Schule. Das Monogramm kommt sehr selten vor.Wir sahen nur ein einziges Blatt nach Dominichino , auf welchem dasgegebene Zeichen steht. Brulliot I. No. 1235 stellt drei Varietätenzusammen, welche aber aus dem obigen Monogramme entstanden seyndürften. Sein erstes Zeichen ist jenes bei Floicnt lo Comte II. p. 289,das zweite gibt Christ p. 140, und das dritte Malpe II. pl. 2 No. 58.