Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
106
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106 CK. Nr. 297-299.

Verbindung mit Arabesken die hervorragenden Momente des Helden-gedichtes zu veranschaulichen. De» Künstler vollendete dieses Werkim glorreichen deutschen Tölpeljahre 1840. incriiiif'malte er in Potsdamkleine Friesbilder mit Darstellung aus der Geschichte von Pommern,und 1851 führte er l'ilr da* Jagdschloss des Fürsten Puthus ein 10 Fnsslanges und 0 Fuss hohes Oelgomälde ans, welches die letzten Augen-blicke des Herzogs Wratislav von Pommern vorstellt. Kolbe erfreutesich bis auf wenige Wochen vor seinem Tode einer frischen Gesundheit undeines regen Geistes. Er stirb den 9. April 1863 im 72. Lebensjahre.

Das zweite und dritte der obigen Zeichen, und das erste etwasKleiner zwischen der .Jahrzahl III 40, findet man auch auf den mitder Feder auf Stein gezeichneten Illustrationen zu Ooethe's Gedicht:7,u erfinden, zu bescbliessen.

lieber die erwähnten Fresken aus dem Nibelungen-Liedo s. dieSchrift: Die Frescobilder aus dem Nibelungenliede am Marmorpalais imNeuen Harten bei l'olsdam. (Gemalt und angeordnet von f.ompcck. Ossowsky,lleffe und Kolbe.) Von II'. RUM. Potsdam tttSO, 8.

297. Carl Wilhelm Kolbe jun., Historien- und Genremaler. welcher

C> TT lß&& ''' s Professor an der k. Akademie in Berlin starb,Vi und oben unter dem Monogramm CK No. 290 eine aus-*** fühi'liche Stelle behauptet, zeichnete auch einige Gemälde

mit den Initialen C. K. und ('. W. K.

298. Unbekannter Formschneider, welcher nach der bisherigen(f* \t Annahme der Schule des .lost Amman angehöret, und mitl *w». T^ jenem gleichzeitigen Meister C A, welcher in Leipzig gelebtzu haben scheint, und im folgenden Artikel auftritt, wohl nicht EinePerson ist. Die gegebenen Initialen findet mau auf einem schönen Holz-schnitte mit Christus am Kreuze. Rechts steht Johannes und linkssinkt Maria einer Frau in die Arme. Rechts und links unter denArmen des Heilandes halten Engel in Wolken Tafeln. Auf der einensteht: SJC DIOIT DOMINUS CONVERTERETE .v.o. Ksa. XUIII,,auf der andern: OMNIS Qül V1YTI' ET CBEDlT IN MF &c. Joan.M.Unten beim Kreuze bemerkt man jenes/eichen, welches dem ,f. Ammanzugeschrieben wird, nach rechts hin die obigen Initialen. H. 10 Z.9 L., Br. 8 Z. 5 L.

Bartsch zählt dieses Blatt unter den Holzschnitten nach J. Ammannicht auf, und es hat in der Auffassung und Zeichnung auch so vielFremdartiges, dass man ohne Monogramm an .1. Amman nicht denkenwürde. Man miisste einen älteren Meister vermuthen. Das Monogrammist aber jenes des .7. Amman, das gothische A mit dem links schief ein-gezeichneten /., I. No. 72!) Heinecke, lirulliot und Hocker beschreibendieses Blatt ebenfalls, die Initialen sind aber nicht genau gegeben.

299. Unbekannter Meister, welcher der Schule des jüngeren LukasCKrK ( ' m " ilcn angehört, und um 1590—1610 in Sachsen thätigCK CK war ° '' r gehört wahrscheinlich zur Familie des Mathiaslw '^" Krodel, welcher von 1586 — 1591 im Auftrage des HerzogsChristian von Sachsen Bilder in Fresco malte. Es wird indessen auchein Joachim Knuter zu (Iranach's Schillern gezählt, und somit könnteauch ein G. Kreuter gelebt haben. Der Meister CK. war wohl Zeichner,und als solcher auch Maler. Ob die Blatter mit den gegebenen Ini-tialen von ihm selbst in Holz geschnitten sind, bleibt dahin gestellt.Auf einem derselben kommt auch ein aus //// gebildetes Monogrammvor, aber ohne Messerchen, so dass es schwor ist zu sagen, welcher