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2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
97
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CIL-CIM. Nr. 264-266. 97

temporum" genannt. Diess hindert aber nicht, ihm eine geringereStelle anzuweisen. Carlotto folgte der Richtung dos Caravaggio, oderder Naturalisten, welche der Schule der Carracci gegenüber standen.Er ging, wie diese, auf eine kraftvolle Darstellung der gemeinen Natur,welche oft durch eine gewaltsame Schattenwirkung gehoben ist. Da-gegen ist bei ihm das Licht nicht so concentrirt, wie bei Caravaggio,und die Bilder dieser Art gehen in das Finstere. An einer gewissenGrossheit fehlt es ihm nicht, und als Techniker sucht er wirkliehwenige seines Gleichen. Seine Gemälde sind zahlreich, sowohl in Ita-lien, als in Deutschland. Auf mehreren findet man das Monogramm.Auch auf Zeichnungen des Künstlers kommt es vor.

264. Caspar Philips Jakobsz., Zeichner und Kupferstecher, geb.zu Amsterdam 1732, gest. 1789. Schüler seines Oheims

JgLfM* Ja» Caspar Philips, hinterliess er eine bedeutende Anzahljs^' 'S von Kupferstichen und Kadirungen, auf welchen man die

' gegebenen Zeichen, und auch die Initialen C. I'. findet. Siesind grossontheils in literarischen Werken verthcilt, wie in den Tetjm-woordigen Staat van alle volken, wofür auch Jan Caspar Philips ge-stochen bat, und in Wagenaar's Vaderlandsche historie etc. Dann besorgteer auch eine neue Autlage des Werkes von Simon Bosboom über diefünf Säulenordnungen, und arbeitete selbst zwei Werke über Perspek-tive aus. Auch auf Blättern dieser Art findet man das Monogrammdes Meisters. Das erste Zeichen steht auf einem radirten und ge-stochenen Blatte mit dem Bildnisse des Malers Pieter de Laar Bam-boots. Er sitzt vor der Staffelei, auf welcher eine Landschaft steht.H. 5 Z. 7 L. Br. 4 Z. 5 L.

Dann bezeichnete der Künstler auch Blätter mit Figuren und land-schaftlichen Ansichten mit dem Monogramme. Eine Folge von radirtenLandschaften mit Gebäuden, Rainen und Wasser erschien unter demTitel: Landschapjes Huwicntjes enz. C. P. Jz. IKUi, 30 Blätter mitdem Titel, theils mit dem Monogramme, theils mit den Initialen desNamens versehen, 8., qu. 8., qu. 12. u. qu. 16. Dazu gehört auch(las eigene Bildniss des Künstlers. Philips radirte und stach abernoch mehrere andere Bildnisse, wie jene von Willem I. u. II. vonOranien, Moriz von Nassau, August HL von Polen, William III. vonEngland, Maria Theresia von üesterreich, Maria Elisabeth von Oestcr-reich, Simon van Leeuwen, lioelof Pietersz., Laurent Bake &c. Aufsolchen Blättern findet man das Monogramm.

265. Christoph Jakob Leherr, Medailleur von Augsburg, genossC I L in <Jer zw,itel1 Hälfte des 17. Jahrhunderts als Künstler Ruf.

Man findet einige schone Medaillen von seiner Hand, wie jeneauf den Entsatz von Wien 1683, jene mit dem Bildnisse des Stadt-pflegers Leonhard Weiss jun., u. s. w. Schon und selten ist auch eingegossener Medaillon mit dem Bildnisse des Johannes Huss, an dessenArm die Buchstaben C I /.. stehen. Auf dem Revers ist der Refor-mator auf dem Scheiterhaufen vorgestellt. Leherr nahm einen soge-nannten Hussenthaler zum Vorbilde. Er schnitt auch Stempel mitunzüchtigen Vorstellungen , und 1707 wurde er als Falschmünzer ent-hauptet. Der Künstler war damals 60 Jahre alt.

266. Jan Cornelisz. Vermeyen oder Majus? Nach Heineckc/fiA/i (Nachrichten von Künstlern I. S. 276) findet man diesesvjy^O Zeichen auf einem Kupferstiche, welcher die hl. Jungfraumit dem Kinde in einer Capelle sitzend vorstellt. Neben der hl. Mutter

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